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Mit Recht hielt aber Rendorp sich verpflichtet, von dieser
Unterredung dem Bürgermeister Temminck, als dem, der
den meisien Kredit in Amsterdam hatte, das Nörhige mitzutheilen.
Es war doch der Mühe werth, die Sache in Ueberlegung
zu nehmen, ehe man England den verlangten Succurs
geradezu abschlug, und auf genauer Befolgung des
Traktats von 4674 bestand, denn die Seemacht der Republik
war bundbar gar nicht in dem Zustandc, daß man die Gefahr
eines Kriegs mit England um dieser Sache willen hätte wagen
können. Während der Negociationen, bei welchen in der
Form, wie sie angefangen werden sollten, der Republik nichts
an ihrem klaren Recht vergeben werden sollte, konnte man
sich auf alle Fälle in einen bessern Vertheidigungsstand
setzen; und selbst Frankreich konme sich nicht sehr darüber
beschweren, weil Frankreich unterdeß versichert blieb, daß Holland
den Engländern keine Hülfe leiste.
Auch Temminck schien das alles richtig zu finden,
und wollte darüber mit andern Mirgliedern der Regierung
sprechen; allein wer weiß wie es geschah — kurz der ganze
Vorschlag des englischen Ambassadeurs wurde nicht angenommen;
man glaubte sich etwas zu vergeben, wenn man, selbe
auch auf die vorgeschlagene Weise, über ein traktatenmäßiges,
klares Recht zu negociiren anfange.
Den 1. Februar 1781, kurz nach dem Ausbruch des
Kriegs, wurde Rendorp zum Bürgermeister gewählt, und
man wünschte ihm Glück über die schönen Augurien seines
Ames, denn gerade damals war die Nachricht eingelaufen,
daß die Gesandten der Republik die Akte der bewaffneten
Neutralität unterzeichnet bätten. Die Meisten glaubten, dieser
Traktat sey ein großes Glück für die Republik, denn vermittelst
der bewaffucten Neutralität könne sich die Republik bei
ihren Rechten handhaben, zu deren Behauptung gegen England