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gen Langensalza heran. Die Hannoveraner, als sie die Unmöglichkeit
einsahen, dem verstärkten prenßischen Armeecorps fernerhin
Widerstand leisten zu können, capitulirten nunmehr.
Der König durfte sich hin begeben, wohin ihm beliebte, nur
nicht in sein Land, die Offiziere gaben ihr Ehrenwort, in diesem
Kriege nicht gegen Preußen zu dienen, die Mannschaften
wurden entwaffnet in die Heimath entlassen. Alles Kriegsmaterial,
darunter gegen 5000 treffliche Pferde, verblieb den Preußen.
Das Unglück der Hannoveraner war, daß sie vergeblich
auf den Beistand der Bayern warteten. Und doch jetzt oder niemals
war für die Verbündeten im Westen und Süden der Augenblick
gekommen, ihre Streitkräfte zu vereinigen, und alle zusammen
gegen den General Vogel von Falkenstein zu marschiren.
Der gesunde Menschenverstand rieth ihnen, ohne einen Tag
oder auch nur eine Stunde zu verlieren, sich zusammenzuziehen
und den Hannoveranern, die sich nur deshalb nach Göttingen
gewandt hatten, um ihnen einen Theil des Weges zu ersparen,
zu Hülfe zu eilen, mit einem Worte, in Masse zu handeln, damit
nicht die Preußen auf ihre zerstreuten Corps stießen und
sie einzeln aufrieben.
Doch diese „dicken Bayern“, wie Herr von Bismarck nicht
allein sie nannte, liebten die Ueberstürzung nicht, und dann
schmeichelten sie sich auch, die Preußen im Westen ganz allein
schlagen zu können. Ihr Oberkommandant, Prinz Karl von
Bayern, wartete es in seinem Hauptquartiere zu Bamberg friedlich
ab, bis die Truppenmobilisirung beendet wäre.
Indessen war die bayrische Armee gegen den 20. Juni hin
in Stärke von 52,000 Mann zwischen Bamberg und Schweinfurt
concentrirt.
Hätte sie sich unmittelbar in Marsch gesetzt, so konnte sie
noch die hannöversche Armee befreien. Allein sie setzte sich erst
am 25. Juni, also gerade fünf Tage zu spät, in Bewegung.