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2. Die Beckenendelagen.
8. 183.
Bei allen Beckenendelagen kommt das Kind da—
durch in Gefahr, daß der nachfolgende Kopf bei
seinem Durchgang durch das Becken die Nabelschnur
drückt. Dauert dieser Druck auf die Nabelschnur
längere Zeit, so stirbt das Kind durch Behinderung
des Blutlaufs.
8. 184.
Von Beckenendelagen giebt es 3 Arten: Steißlagen,
Fußlagen und Knielagen. Steißlagen sind die häufigsten,
Knielagen die seltensten. Nach der Stellung des Rückens
teilt man auch diese Lagen in erste und zweite, in erste
und zweite Unterarten.
§. 185.
Bei den Steißlagen finden sich die Arme und Beine
in gebogener Haltung an der Vorderfläche der Frucht, gleichwie
bei den Schädellagen, das Kinn ist auf die Brust geneigt.
Der Kopf ist oben im Muttergrund, die Hinterbacken
stehen auf dem Beckeneingang. Die Gebärmutter hat dabei
ihre längliche Gestalt, ist aber öfters in ihrem unteren Abschnitt
nahezu so breit wie oben.
Bei der Geburt verläuft die Eröffnungszeit so wie bei
Schädellagen. Nach dem Blasensprung dagegen geht die
Geburt in der Regel nur langsam weiter, weil der weiche
Steiß die Weichteile nicht so kräftig von einander dehnt.
Der Steiß stellt sich quer oder schräg in den Beckeneingang.
In der Höhle des kleinen Beckens dreht sich dann