Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1849. (26)

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Blatt  S.  332)),  wobei  noch  weiter  bestimmt  wird,  daß  die  Wohnungen  der  Revierförster
oder  die  hiefür  ausgesetzten  Geld-Entschädigungen  nach  Analogie  des  Art.  2,  8  dieses  Gesetzes
  mit  50  fl.  in  Berechnung  genommen  werden;

3)  das  Einkommen  der  Aerzte,  Advokaten  und  Handlungs-Commis;

4)  das  Einkommen  aus  Zeitschriften  und  dem  schriftstellerischen  Erwerb
  nach  Maßgabe  des  Gesetzes  vom  9.  Juni  1849  (Reg.  Blatt  S.  175)  und  der  Vollziehungs-Vorschriften
  zu  demselben  vom  4.  Juli  1840  (Reg.  Blatt  S.  274);

5)  das  Einkommen  der  Künstler,  welche  ihre  Kunst  nicht  in  Verbindung  mit
einem  von  ihnen  selbst  betriebenen  steuerbaren  Gewerbe  und  im  Interesse  desselben  ausüben,
namentlich  der  Architekten,  Bildhauer,  Musiker,  Maler,  Schauspieler,  Tänzer,  Bereiter,  und
der  Literaten  (Schriftsteller  und  Lehrer).

–  .  10.
Frei  von  der  Steuer  bleiben:

1)  die  in  die  Classe  der  Domestiken  gehörigen  Personen;

2)  solche,  deren  Einkommen  in  Löhnen  oder  Taggeldern  besteht,  die  bisbher  der  Steuer
nicht  unterworfen  waren,  wie  z.  B.  die  Bezüge  der  Landjäger,  Unteroffiziere,  Steuer-Aufseber,
  Grenzaufseher,  Forstschützen,  Wegknechte;

3)  die  in  Tag=  oder  Wochenlohn  stehenden  gemeinen  Arbeiter  bei  den  Salinen,  auf
den  Hüttenwerken,  bei  der  Eisenbahnverwaltung,  der  Münze;

4)  Medaillengehalte,  wenn  der  Inhaber  nicht  ein  anderes  nach  Art.  7  oder  8  des  Gesetzes
  zu  besteuerndes  Einkommen  bezieht;

5)  die  aus  der  Staatskasse  an  nicht  pensionsberechtigte  Diener  und  deren  Hinterbliebene

bewilligten  Gratialien.
S.  11.

Unter  den  steuerpflichtigen  Gehalten  sind  auch  solche  Taggelver  zu  verstehen,  welche  ein
Beamter  oder  Angestellter  statt  eines  firen  Gehalts  oder  neben  einem  solchen  bezieht.  (Vergl.
jedoch  die  in  §.  10  gegebene  Bestimmung.)

S.  12.

Die  Sätze  für  das  die  Summe  von  300  fl.  nicht  übersteigende  Einkommen  sind  in
der  Art  anzuwenden,  daß  die  Steuer  bei  einem  Einkommen  von  mehr  als  Einhundert
Gulden  bis  zu  Zweihundert  Gulden  20  kr.  vom  Hundert,  bei  einem  Einkommen  von  mehr
als  Zweihundert  Gulven  bis  zu  Dreihundert  Gulden  30  kr.  vom  Hundert,  somit  bei  einem
Einkommen  von  Dreihundert  Gulden  1  fl.  30  kr.  beträgt.