Contents : Elsaß-Lothringen als Bundesstaat.

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Pour  peu  qu'il  soit  porteur  d'un  parcheinin  —  une  peau
d'ane,  si  vous  voulez  —  le  premier  Clibrius  venu  a  le  droit
de  venir  débiter  sur  notre  compte  les  pires  sornettes.“
Das  ist  also  der  Stil,  den  das  Blatt  —  jedenfalls  infolge  der
geistigen  Mehrwertigkeit  seiner  Leitung  —  sonst  den  größten
Männeen  unserer  Zeit  vorbehalten  hat.  Darum  ist  es  einem
armen,  ungebildeten  Dorfpfärrerlein,  das  zum  ersten  Mal  in
seimem  Leben  vor  nichtbäuerlichen  Augen  und  Ohren  schüchtern
den  Mund  aufzutun  gewagt  hat,  wirklich  zu  viel  Ehre  erwiesen,
wenn  man  es  desselben  Stiles  würdigt,  wie  einen  Mann,
der  auf  der  Weltausstellung  in  St.  Louis  die  deutsche  pädagogische
  Wissenschaft  vertreten  hat?),  und  z.  B.  von  ihm  schreibt:
„Le  pauvre  homme  semble,  en  effet,  se  complaire  dans  sa
missre  intellectuelle,  il  s'en  vante,  il  8'y  drape  majestueusement.“
  Solche  hohe  Ehre  ist  mir  in  meinem  Leben  noch  nie
widerfahren,  so  tief  hat  noch  keiner  meiner  Bauern  den  Hut
vor  mir  abgezogen.  Wenn  die  das  wüßten!

Zum  zweiten  rechne  ich  ihm  aufs  höchste  an,  daß  er  mir
eine  fougue  tout  teutonique  zuschreibt.  Es  ist  doch  wohl  das
erste  Mal  in  seinem  Leben,  daß  er  an  einem  geborenen  Elsässer
  etwas  „Teutonisches“  anzuerkennen  wagt.  Er  setzt
allerdings  das  Wort  „alsacien"  in  Gänsefüßchen,  wahrscheinlich
weil  nur  Bildungsschwindler  auf  diesen  Ehrennamen  von
Rechtswegen  Anspruch  haben.  Wenn  er  aber  meinen  Stammbaum
  bezweifelt,  so  bitte  ich  ihn,  sich  in  den  Pfarrregistern
meiner  Heimatspfarrei  Mühlbach,  23  km  von  seinem  Wohnsitz,
  davon  überzeugen  zu  wollen.  Dort  kann  er  ihn  Jahrhunderte
  weit  zurückverfolgen,  soweit  die  Bücher  überhaupt
reichen,  d.  h.  bis  fast  in  die  Reformationszeit.  Als  Gegenleistung
  für  diesen  Quellennachweis  wird  er  dann  die  Freundlichkeit
  haben,  mir  auch  die  Quellen  für  seinen  Stammbaum
anzugeben.  Ich  möchte  darin  Forschungen  vornehmen,  zu
denen  ich  durch  Stoskopfs  „Hoflieferant“  angeregt  worden  bin.
Es  ist  mir  nämlich  berichtet  worden,  sein  Großvater  sei  einst
aus  Würtemberg  eingewandert  und  hätte,  als  er  den  Rhein
überschritt,  noch  keinen  Gesiunungsstrich  getragen.  Wenn  das
wahr  sein  sollte,  so  könnte  ich  mir  seinen  Stil  erklären,  und  er
würde  meine  Erklärung  auch  dann  nicht  widerlegen,  wenn
er  auch  noch  auf  die  beiden  jetzt  noch  unbedeckten  „e“  seines
Namens  nachträglich  Gesinnungsstriche  setzen  würde.

*)  und  der  nach  einem  Bericht  der  Kölnischen  Volkegeitung
Nr.  779  neulich  sogar  auf  der  Katholikenversammlung  zu  München
trotz  gegenteiliger  Grundüberzengung  aufs  begeistertste  empfangen
imd  hoch  gefeiert  wurde.  Hatsen  die  Herren  vielleicht  das  lournl
de  Colmar“  nicht  gelesen?