Die letzten Verständigungsversuche
von beiden Seiten unterrichtet wurde, ergab sich, daß
die britische Regierung im wesentlichen folgende Ziele im
Auge hatte:
Erstens die Regelung der das Nordufer des Persischen
Golfes, namentlich das Gebiet von Koweit, betreffenden
Fragen im Sinne der alten englischen Ansprüche.
Zweitens die Erlangung eines Schiffahrtsmonopols auf
dem Euphrat und Tigris für eine neuzugründende türkische
Gesellschaft, in der das englische Kapital und der englische
Einfluß vorherrschend sein sollten.
Drittens die Zusage, daß auf der Bagdadeisenbahn jede
Differenzierung in den Bedingungen des Güterverkehrs zugunsten
oder ungunsten der Waren irgendeiner Nationalität,
Herkunft oder Bestimmung ausgeschlossen sein solle,
Der erste Punkt dieser Forderung umschloß die Herbeiführung
des Verzichts der Bagdad-Eisenbahn-Gesellschäft
auf die Heranführung ihres Stranges bis unmittelbar an
den Persischen Golf und auf die Errichtung und den Betrieb
eines Hafens am Persischen Golf. Dagegen zeigte
sich die britische Regierung, die früher stets die Kontrolle
über die ganze Bahnstrecke südlich von Bagdad als ihre
Mindestforderung aufgestellt hatte, jetzt für den Fall des
erwähnten Verzichtes bereit, der Bagdad-Eisenbahn-Gesellschaft
für den Ausbau ihrer Hauptlinie bis zu der
am Shatt el Arab, dem Zusammenfluß des Euphrat und
Tigris, gelegenen Stadt Basra keine weiteren Schwierigkeiten
zu machen,
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