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eine intuitive Darstellung, wohin es auch mit uns kommen
kann, wenn wir es darauf anlegen, nicht klüger werden zu
wollen, als die Alten waren.
Man har es mir zum fühlbarsten Vorwurfe gemacht,
daß ich die durch Herzog Christoph 4553 geschehene Trennung
der Grafschaft Mompelgard getadelt habe, da doch auf dieser
Trennung, wie der Erfolg wies, die Erhaltung des wirtembergischen
Mannsstammes deruhte. Nicht zu gedenken aber,
daß es gar nicht unparteiisch wäre, den Erfolg einer Handlung
zum Maßstabe des Lobes oder Tadels einer Handlung
zu machen; war denn zu Erhaltung des wirtembergischen
Stammes eing. vegierende Secundogenitur nothwendig?
Were nicht eine, meinetwegen zwölffache Appanage eben so
geschickt gewesen, einen nachgebornen Prinzen zum Stamnsherrn
zu machen?. Denn auch eine zwölffache Appanage ist
nie den zehnten Theil so nachtheilig, als eine vollige Trennung
zweier Landc.: Errichtet man denn gegenwärtig regierende
Secundogenifureuz, wenn man im. Stamme eincs nachgebornen
Prinzen den Mannsstamm des hochfürstlichen Hauses erhalten
will? Hältte nicht Herzog Christoph wenigstens auch nur erklären
sollen, daß er es wohl wisse, wie wenig diese Scheidung
von Mdmpelgard mit den Fundamental-Gesetzen des
Hauses übereinstimme? Härte er nicht dadurch vielleicht verhindert,
daß nicht. 1647 noch einmal eine Trennung geschehen
wäre, die denn auch nicht durch einen Erfolg, wie bei dem
ersteren Falle geschah, gläcklichst belohnt worden ist?
Doch genug zu einer Vertheidigung, die, wie die meisten
Apologien dieser Art, geradehin nichts fruchten, so lange
es noch an gewissen Ideen-Rcvolutionen fehlt, und geradehin
vollig überflüssig siud, wenn einmal der ordentliche Gang der
Dinge jene wichtigen Ideen= Revolutionen herbeiführt: Gern
wollse ich das härreste Urtheil tragen, wenn Gottes Vorsehung