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haben, aber die Suͤndei ist doch vorzuͤglich Suͤnde der stiftischen
Archivare.
Seit 24 Jahren wußte man also denn endlich, daß gewisse
Dekrete der Baseler Synode das wahre deuksche Kirchen-Konkordat
mir dem Pabste seyen, und daß in dem Aschaffenburger
Aussatze (1448) nicht von allen, sondern bloß von
mehreren deutschen Bischöfen dem Pabste gewisse Erceptionen
noch eingeräumt worden; lukrativ genug für ihn, wenn nur
seine unersättliche Kurie mit etwas zufrieden seyn konnte.
Der Herr Verfasser zeigt vortrefflich, wie man diesen Erceptionen
· selbst bald einen größern Spielraum verschafft habe,
als sie anfangs haben sollten, wie sie über mehrere Didbzesen
verbreitet worden, wie man geistliche und welstliche Fürsien gewonnen,
und wie denn endlich die Erception zur Regel geworden
sey. Er zeigt, unseres Wissens, zu allererst,
daß man, selbst kraft der Konkordare, dem Pabsie gar keine
Palliengelder schuldig sey, denn in den accepkirken Baseler Dekreten,
die hierin durch den Aschaffenburger Aufsatz gar keine
Modisikation litten, wird bloß einige Erpeditionsgebühr dafür
erlaubt, und 598 Dukaten, so viel bezahlt der Erzbischof von
Trier Palliumsgeld, ist doch zu viel als bloße Expeditions=Gebühr.
Die meisien Kanonisten haben bisher geradehin
darauf gesprochen, daß man dem Pabste und den Kardinälen
die servitia communia schuldig sey, den geringern päbstlichen
Offizialen zugleich die servitia minuta, die gewöhnlich ein Fünftel
der ersteren ausgemacht zu haben scheinen. Der Herr Verfasser
zeigt, unseres Wissens, zu allererst, daß man,
selbst kraft der deutschen Konkordate, gar nie zu letztern verbunden
gewesen sey, ungeachtet auch diese, wie so manches Andere,
fast seit der Konkordaten-Zeit nicht nur unausgesetzt, sondern
auch immer höber bezahlt werden mußten. Kraft der strengern
Interprekationsregeln, nach welchen ein Aufsatz erklärt
Spittler's sämmtliche Werte. X. Bd. 30