Französische Offensive an der Marne.
Paris, 8. September. (Amtliche Meldung.) Der französische Generalissimus
hat an die Truppen folgenden Tagesbefehl erlassen:
Es ist jetzt nicht mehr der Augenblick, rückwärts zu schauen, sondern anzugreifen,
den Feind zurückzudrängen und das gewonnene Terrain, koste es, was es wolle,
zu behaupten. (W. T. B.)
London, 9. September. General Joffre hat Kitchener ein Telegramm gesandt,
in welchem er ihm herzlich für die dauernde Unterstützung dankt, welche die britischen
Truppen der französischen Armee während des ganzen Verlaufs der Operationen
gewährt hätten. Diese Unterstützung sei in diesem Augenblick von höchstem Werte,
und sie komme aufs kräftigste in dem Kampfe zum Ausdruck, der jetzt gegen den
deutschen rechten Flügel im Gange sei.
Lord Kitchener sagte in seiner Antwort, die britische Armee freue sich, mit der
französischen zusammenwirken zu können, und England sei stolz auf die hohe Aufgabe,
seine Unterstützung gewähren zu dürfen, auf die General Joffre stets vertrauensvoll
zählen könne. (W. T. B.)
Haag, 8. September. Nach einer Meldung der Havas-Agentur ist auf der
Linie Auteuil— Meaux- Sezanne und Vitry le François eine Schlacht im Gange.
Die französisch-englischen Truppen haben die Offensive ergriffen und es wird auf der
ganzen Front gekämpft. (W. T. B.)
Die zweite Schlacht bei Lemberg.
Wien, 9. September. Amtlich wird verlautbart: Im Raume von Lemberg
hat eine neue Schlacht begonnen.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs.
v. Hoefer, Generalmajor. (W. T. B.)
Deutsche Reiter in Troyes.
Haag, 9. September. Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant“ berichtet das
Vordringen deutscher Reiter bis nach Troyes. (W. T. B.)
Die Walfischbai von den Deutschen besetzt. .
Wie der „Frkf. Ztg.“ vom 11. September aus London gemeldet wird, besetzten .
deutsche Truppen die Walfischbai. Die britische Regierung bemerkt dazu, die Bai
könne leicht wiedergewonnen werden, sobald die südafrikanische Regierung ihre
Vorbereitungen beendet hat, in Deutsch-Südwestafrika einzufallen.
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