Full text : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

si

Lumster  79

scbifft  werden.
Selbstentzundun
udapeit  Augquĩt.  Die  Oitichest  Pali
Ungarn)  jill  einer  Brandlast  trophe  zum  Opser
  .Im  ganien  sind  über  80  Vaulich  eilen  zeritört
  und  zahirciche  ·  Vieh  verbrann.
Petersburg.  5  Aucunt.  Die  auf  der  Hülbinsel
  Krim  liegende  Siadr  J  ta,  wo  ietzt  Groß;-sust
  Michaelowitsch  weilt,  in  durch  einen  Brand
vollständig  zeistört  worden.

Msnche###r  Neusgteuer.

tünchen.  4.  Augut.  In  einer  Sitzung  des
Schußverrands  der  Ob#st-  und  Gemusehänoler
teüne  der  Vorsitzende  V.  Hiindl  mil,  die  HLausbeiier
  planten  eine  Erhöhung  der  Mie  len  um
12  Pernen.  Durch  diese  Erhößzung  würden
nicht  nur  die  Privatleule.  sondern  auck  der
Hüudel  schwer  getroften.
ünchen.  ö.  Anguil.  Ein  Kant  nenwirt  in
Nomphenlung  Länkigl  einem  im  nur  ven  zelen
  belannten  Betriebesoldaten  570.:  Mark  Bargeld
  au;  mit  der  Weifung  de#  Geld  bei  ziner
Kalse  einenzahlen.  Der  Seldat  ging  aber  mit
dem  Gelte  flüch  i:  E  hanee:  sich  um  den  Miülärbäier
  Amon  Maurer.

Bayersiche  Kachnichten

Dorfen,  5.
Kuneivergistung
nim  Kunltmadel

ö*§rir*  nommen  wind  ul:  Al#che

 

 

Augq#1  Einer  elgenlumlichen
lheien  heim  Polholter  Korbiin
  Ruch  a.  B.  vier  Milchtüe
zum  Onfer.  zwei  Kälper,  die  das  gieiche  Fuiter
  erbiellen,  blieben  frisch  und  mumer.  Der
Schaden  leträg  501.9  Mar:.  Kriegegesangene
dind  im  Hie  nich!t  keich  Lattigt.

Füssen,  5.  Augus  Der  Kausyiann  Leinrich

Albrecht  in  Kumsen,  Inbaber  eines  Stoff  und
Aaschegescheste#,  I  in  der  ienzten  Zeil  jich
mit  dem  Lebenzmittelschleichl#ndei  befaßt.  Er

Int  Fieilsch  und  Rutker  in  erlebiichen  Mengen
den  dem  Mehgermeiiler  Elseie  und  den  Kälee  i
befiizeertscrloinFaskssctunsiymHn.t»
preisennisbcjugiunsersripichmA«
Nerddemschland  verichickl.  Die  cces  ue
Elseie  und  des  Eberle  find  bereils  durch  das  zu
itandige  Beziirloan  peschlossen  worden.  Dan
steil.  Generaltommando  b#a##  n#unhr  auch  dem
Albrecht  den  Handel  untersagt  und  die  Schließ
ung  seines  Geschäftes  angeordnei.
VDom  Untermain,  5.  Ang.  Im
fräntiichen  Maintal  und  in  der  preuf
ichen  Mainebene  udertrifin  die  diesje
Aepfel-  und  Virnen  Ernte  die  der  letzien  vier
gahne  ganz  bedeutend.  Sie  dürfte  der  reichen
Vollermie  des  Fayres  1912  g  eichlommen.  Auch
lie  Nu#boume  bringen  durchweg  eine  reiche
Ernte.  Besonders  grob  ist  der  Obstsegen  auch

—

in  den  Tälern  des  Spasisarte  und  Odenwaldes.

Geemlande.

Kufstein,  5.  Angust.  Der  bei  einem  Nerwandten
  in  Wörg!  auf  Pesuch  ue  lende  dens.  I.

.  l.  Hpfamtediener  J.  Scheiirerer  unrite  ki  eiver
  (bez  irge#teur  von  der  Wi  lbschommmerura.  e  an
einer  abschussigen  Sielle  in  rine  tife  Schiucht.
wo  er  mil  zerschmenertem  Släd#  l  101  auigesunden
  wurde.

Salzburg.  5.  Augun.

 

Unter- 


  

 

—
—

Der  17  jährig:  Sohn

des  Gasteiner  Badearztes  und  Chefarzies  des
Münchener  österr.ung.  Vereinalozirettes  Dr.

Gerle  stür  zte  bei  einer  Hchlour  auf  dem  Graulogel
  tödlich  ab.  -

Wohnt-nd

Kiefer-selben,5.·YlngRo.kl)-.iis.stc:1D"cä--stahlcnaufdcnKartoffeln-nndGeckcidräIlcrn

in  der  Umgebung  von  Kuffiein  wurde  in  den
letzten  Nächten  in  Oberlangkampfen  beim  Kur-Vubauen
  eingebrochen  und  alle  Vorräte  aus
der  Speisekammer  gesiohlen.  Der  Bruder  des
.  Bauein  hörte  elwas  Unheimliches.  macl  se  Licht
und  jah  zwei  Serben  aur  miederreitenba  die
inm  aber  entiamen  und  flüchtig  gingei

Endorf,  6.  Auguit  er  inerneeite#.
john  Josepl.  Sieber,  der  in  einem  Jus.  Ers.  Reg.
ileh:,  wurde  mit  dein  Eisernen  Kreuz  2.  Kl.  aus-Ger
  seichnet.  Gleiche  zeitig  wurde  er  zum  Unteroffi.
Sler  befördert.  Sieber  war  schon  längi  als  ver
schollen  gemeldet.

Hrien,  6.  Augukl  Am  7.  August  vereinigen
sich  hier  die  5.H.  Geilllichen,  welche  ver  25  Jahlen
  die  hl.  Pgg  eslerweihe  empfing:  mn.  us  geneinsam
  den  Tag  ihres  25  jährigen  Prieste#-  Aubiläum=
  zu  begehen.  Unter  den  Fubilare  n  befnden
  sich  die  Ö:  Benefiziat  Karl  Mühlmanr
in  Tuntenhausen,  Pfarrer  und  Dsstrilisschulinsbettor
  Nilolaus  Frischhul  in  Prien,  Pfarrer
Simon  Giuber  in  Sachsenkam,  Marerr  Sebast.
Knabl  in  Götting,  Stadtpfarrer  Feseph  Koller
in  Mühldorf,  Venef  ziat  Anton  Niggl  in  Weibeminden,
  Pfarrer  Wilheim  Reitmeier  in  Horlering,
  Pfarrer  Bartholomäus  Schral:  in
Glonn,  Pfarrer  Joseph  Stulberger  in  Högl'ng
Seit  der  Priesterweihe  am  8.  Juni  1892  u
bereito  acht  Herren  gestorben.  Die  Feier  wird
heute  abends  mit  einer  feierlichen  Kricegennoacht
in  der  Pfarrkirche  eingeleitet,  der  sich  im
„Bayer,  Hif“  ein  gerüsengaben  auschlies
Am  E“’e  folgt  der  Festpredigt  des  H.
Redemptoristenpaters  Alkert  Dürr,.  der  eben
falls  zu  den  Jubilaren  zählt.  ein  feierl.  Hochamt
und  Seelenamt  für  die  verstorbenen  Mirgeistlishen.
  LSehrer  und  Profesioren.  Nach  dem  Mit- 



Rosenhelmer  Anzeiger

lag:  muhl  imn  H’#tel,  Kampenwo#nd“  begeben  1#h
i:  Jublare  auf  die  Fraueninsel,  wo  unter  Dhem
Gesange  der  Kloiserfrauen  ine  lirchliche  Andacht
  agehalten  wird.
olbermoor,  0.  Aug.  Dem  Pionier  Joseyh
Wagnme,  Sehn  des  Schöfstermelsters  Josch
Wagner  dahier,  wurde  für  bervoragende  Tap
ferleit  das  uiserne  Krenz  2.  Kl.  verliehen.  Wag.
ner  i#tl  ein  weilltin  bekannter  Bienenzüchter.
Miesbach,  5.  Augul.  Bezitlsamt  u.  Kommunalverband
  haben  mit  Rüäsicht  auf  die  jeit
der  Feriente  verhältnismäfig  v#em  nde  te  Abiieserung
  von  Mlch  und  Butier  durch  oie  ZKutzhalter
  des  Ve;zirts  an  alle  Gemeinden  des  letzteren
  die  Mitteilung  ergehen  lassen,  daß  Bauern
mit  Sialloieh  keine  weiteren  Fremden  mehr
Wohnung  nehmen  dirsfen.  Wen  serner  di:
Müich-  und  Butierablieferung  weirer  zurügelil.
werden  auch  die  biel  erigen  Beherbergung:  genel
wigung  n  aufgehoben.
stein,  5.  Augut.  VBon  Montag,  den
’i  gan  on  wird  die  Persenenbeförderung  bei
(uireng  2237  schon  von  Mien  aus  iugelassen:
Prien  ab  1.23  nachm.,  Bernau  1.  35.  Uebersee
2.13.  Bergen  2  46,  Traunktein  an  3.10,  Traun
itein  al  2.58,  Fre  flassing  an  5.29.  Vom  gleichen
Tage  al  wierd  der  Nebenbahnzug  Maraquarkstein
llebersee  zum  Anschlusse  um  20  Minuten  ftüher
durchgeführ!:  Marquartstein  ab  1.35,  Uebersee
anu  um  2.05
Teisendorf.  6  Augun.  Wieder  int  ein  Angelôriger
  unierer  Gemeinde  ausgezeichnet  wor#
den.  Der  oppr.  Vader  Hans  Ullrich,  der  jett  seit
drei  Zahren  unmmierbrochen  an  der  Front  staht
wurde  um  Sanilätsfeldwelel  befördert.  nachdem
  er  sich  das  Eiserne  Kreuz  2.  Kl.  schon  1917
und  daur  Militärve  erdieniltreuz  1916  crworden
hatie.  Ec  iit  ein  Sohn  des  in  Rosenheim  lebenden
  Maschineul  ändler?  Joh.  Ulrich.  Mit  ihm
stehen  noch  zwei  Brüder  im  Felde.

3ayerliche  Ehroniajel.

Kr.  A.  Das  schwere  Artülerieieuer.  unter
dem  die  Stellung  der  3.  Baterie  eines  Reserve-uj
  arllerie  Rogis.  im  S.  Warde  am  Nachmitlage
  bes  31.  Juli  1916  lag  halte  durch
einen  Volittesier  die  himer  den  Geschünen  bereilgehaltene
  Munition  in  Brand  gellreckt.  Schon
bplanten  insolg:  der  Stze  mehrere“  Granaten.
als  Mizeseldwebe:  der  Landwmehr  (Prorg  Gatl
meier,  Zimmermann  von  Oochheim,  8B.
Milldorf.  und  Kriegefreiwil  iger  Unteroffi;  “
Keamad  HOinle,  (Gymnasialabsor#oent  aus  Herbertahnien,
  B.  A.  Werlingen.  unbekümmert  um
alle  einschlage  aden  Gesche  5sse  und  berumgeschleuerien
  Sprengiüle  eigner  Granaien,  hi  inzueillen
  und  die  auflodernde  Munition  auseinander
li#fsen.  Mit  Hilfe  einiger  beher#er  Leute  gelang
ecb  den  vereinten  Kräften  nach  angenrengtester
Arbeit  den  Brand  zu  loschen,  so  daß  gröherer
Schaden  verbület  blieb  und  die  Bedienung  ihr
Feuei  olene  Unterbrechung  fortsetzen  lonnte.
eire  Juhaber  des  Eisernen  Kreuzes.  wurden
Kallmeier  und  Hente  mit  der  Silbernen  Medaille
au#geseichut:  jener  besas  auch  bereits  des  Mililr-
  Verdienttrenz,  Henle  aber  erhiert  noch  vie
Besörderung  zum  Vizeseldwehe  und  späterbin
zum  Leuinam  der  Nrrserve.

 

 

 

 

 

 

 

Der  Opkerlag.

Rosenheim,  6.  Augurt.

Wie  überall,  so  fi  auch  in  Rosenheim  der
Tag  des  Beginnes  des  groseen  Weltlrieges  els
Tag  der  Opferwilligkeit  begangen  worden,

Lleichzeitig  alo  Tag  des  Dankes  für  die  großen
Taten,  mil  denen  unsere  DHrere  im  Felde  den
Feind  voen  unseren  heimischen  Fluren  sernhieilen.
  Und  die  Opferfreudigleir  ist  nach  drei  schwrren
  Kr  iegojuhren  nicht  gest  orben,  sie  lebt  heute
noch  ungesck  wächt  uriter;  sie  wird  auch  in  der
lemmenden  chweren  Jeit  unsere  stete  Begleterin
  se  n.  Den  der  Dam  der  Heimat  an  die
Tapferen  draußen  in  blutigem  Felde  darf  nicht
ersterren.  Der  Kampf  um  Sein  oder  Nichtsein
tobt  nich  immer  weiter  und  schwere  Prüfung.n
jind  der  Mehrzahl  unserer  Vollsgenossen  auferlegt.
  Ein  würd'ges  Danlfeit  bedeulete  doer
der  dritte  Opfertag.  der  zugleich  auch  Bitt  ig
in  Bayern  war.  In  den  Kirchen  überall  im
Lande  wurden  infolge  alerhöchster  Entschließung
Dam-  und  Bitrgottesdienste  abgehalren  und
in  den  Predigten  wurden  die  Gläubigen  auf
die  Bedeutung  des  Tages  hingewiesen.

Eingele  lei  wurde  der  Tag  durch  eine  Konzert-
  u.  Theaterveranstaltung,  die  am  Sametag
  im  Saale  zun  „Deurschen  Kaiser“  flult
fand.  der  Zeit  der  Ferien  und
Urlaubes  war  die  Zahl  der  Teilvehmer  nicht
gering;  aus  allen  Kreisen  der  Stadt  hatle  man
sich  zum  vat:rländ'schen  Abend  eingefunden.  Eine
  abwechslungsrei.  he  Vortragsfolge  sorgte  jür
angenehme  Unterhaliung.

Unter  den  musikalischen  Darbietungen  stand
das  Klavier  Trio  Op.  1  von  Beethoven  an  erster
  Stelle.  In  die  Aufführung  te  i#ten  sich  rl.
Klothilde  Wichmayr  (Flügel),  Hr.  L.  Koib
Geige)  und  Hr.  W.  Mertens  (Cello).  Der
Beorirag  umfaßte  alle  vier  Säßze  u.  zeigte  uus
das  Terzett  in  gewohnter  Meisterschaft.
Bichlmayrs  Klavierspie:  brachte  a#
wieder  in  jedem  Ton  und  in  jeder  Phrasierung
den  Ausdruck  einer  teefwurzelnden  mufikalischen

Natur.  f  der  Violine  vermittelte  Fr.  Kotb
—EH  die  Stimmungen  und  Absichten,  die  dem

 

Werse  i  VGrunolan:  det#n.,  wabrriuo  Or.  .
Merten#  im  Cellopart  lunnsinnik  zus
Voilen  schöpfle.

Auf  gltich  lunitler  sder  Hol  rewglen  ich
ii.  g  sangl  chen  Da  ertielungen  ————l*!–
naliflenwit#e  M.  Veui,  die  sich  Trums  „Kebe#“
Wolf«  „Verlborg:nhei.“  und  de  Arse  Kommt
ein  schlanter  Burich  g##blge  au.,  „Sreisgu
gewähll  Late.  Ale  drei  N.mern  iwaren  tr
iLsnr  gul  ausgeloben:  sie  lief.  hen  cine  iorgi
lig:  Pilcge  angede####en,  und  mure  nuch  den  ier
liüchen  (behalt  gu  hero  #zeler  vhre  bot—
lrat  vermi  relte  al  de  Stimmungen,  d.:  Tein
und  Ton  erfordern.  In  der  Begieilung  dii
harte  Frl.  Vichlmanr'  eine  seine  Sid  #un:  ###
Wcsentlichen.

Mit  lsonderer  Aufmertsamte  1  taushte  wan
den  luiligen  Vanuerngeschichtin“:,  wie  H.  Acchiteti
  Kornrerger  se  und  ven  Peter  oĩeant
vermittelle.  Derartige  Norleiungen  Laben  sich
Lier  nech  selten  vor  die  nhorerschaft  gewagt
ĩie  finden  aber  aufmerliam.n  Rerchin.  1.  9  5%—
ner  hat  in  On.  Kornverret  einen  Ulürlichen
und  liebev#Vorteser  ###funden:  sein  ledengelallenne:
  Ausdrudetermegen  nimmi  den  umnhorer
  g#fangn  und  ersch.ie  bhi  ir  flie  den

neirischen  Humor  Nosengers.  Seitin  war  man
8  P  beifalls,  rendig  wie  für  diese  umeer.

Zum  Schlurn  des  Abende  vermiltellen  mehhere
  Herren  unseres  (Onnisonsbatafllon=  ein’n
alermutigen  Schwantk  aus  dem  Zoldatenleben.

Die  bziden  OHerren  Leutenans'“".  Die  Herren
W  e#s  in.  Staudenme##n  zocharias  und  L
teilien  sich  mil  prack  tool  em  (Gelingen  in  die
Ausjülmung.  Ihr  schon  oft  bewiesener  heroder?
geudes  Können  haten  fi:  oeu  neuem  #ns  dinte
Lich  ##rüdtlô-Der  we  tere  Nerlauf  des

Mein

-

7  Abends
war  von  den  Darbilmungen  des  Orcheßters  umrahmi.

Der  Sonntag  brachte  leider  ausgiehigen  R.-arn.

  der  ollne  Unterbrechung  li=  in  oden  Rauami.
  lag  andauertt.  Ole  am  stag  ichon  be
gonnene  Hiussag  mmunng.  die  am  Saueteg  joc.
gesenzt  uünd  auch  auf  die  Strate  ausgedeini
wurde.  erlill  dadurch  eine  unliebsame  Beiinträchrigung
  indesien  legte  sie  der  Orferwil  i#=leit
  feinerlei  Schranten  auf.  Die  Andenken  .1
den  Tag  wurden  allseils  gern  gelauft,  vor  ##-Y
lem  die  Plalette,  die  Karren  und  cie  Krieg;-:eitungen
  aus  dem  Felde.  Als  *.  ch  m  Nach  ni—
tag  das  Wener  aufheile  und  Sonnenschein  en-.
trat,  waren  die  Vorräte  bald  abgesent.

Am  Vormittag  wurde  der  er#  Sonntag  im
vierten  Krigsjahr  in  den  Kirchen  mit  einem
feierlichen  Danl-  und  Dinngottestienn  cingelei
iei.  zu  dem  die  Güäuvdigen  in  groser  Zall  sich
einfanden.  Im  besonderen  gedachte  die  Predig"
des  Ernies  des  Lages  und  jeiner  Bedem  una.
In  den  prot:itanjischen  Ki  r*  wurde  eine  sielsorgerliche
  Aniprache  des  Oberiensi#oriums  #n
die  Gemeinde  verlesen.  Die  Ansprache  zebt  in
die  Ermahnung  aus,  das  die  Ge  meinden  di
Geii#t  de  glaubensarmen  Mutlosigkeit,  der  wider
  den  Natschluß  Goites  murrenden  Ungedulo,
den  Gein  der  norgeluden  Unzufriedenheit,  der
Lämischen  Tadeliuchkt  und  der  seigher:iigen  Muhigleit
  von  sich  abschulteln  und  sich  auf  alle
die  Kräfte  besinnen,  die  unse  noch  gelaisen  siad.

Ein  Stüd  des  Opsertages  waren  auch  die  beiden
  Wohllä#igleits-Konzerte,  welche  die  aus  dem
Felde  in  Urlaub  gekommene  Kape'le  des  13.
Res.-  Inf.-Regls.  hier  im  Pernlohnerlel  er  am
Sonntag  ötranttaltet:.  Die  Ungunft  de:  Witerung
  schien  die  Verannallung  in  Frage  in  ilellen.
  Als  aber  nachmitlags  die  Sonne  am  Himmel
  erschien.  Urömten  ganze  Scharen  dem  Kelier
zu,  sodatz  die  großen  Hallen  dicht  veient  waren.
als  das  Konzert  um  4  Uhr  seinen  Anjang
nahm.  Trotz  der  lühlen  Wineerung  stel  ##en  ich
auch  für  das  Abend-Konzert  sehr  vieie  Besuche
ein.  Was  die  Kapelle  unter  Musie#iter  Rin
ge  bot,  war  erüklassig  und  gut  gewähli.  Leichte
und  schwere  Muiit  wechselten  mileinander  ##.
Ihren  Dank  stalleten  die  Zuhörer  durch  überaus
  reichen  Beisall  ab,  der  manche  Eimage  zur
Folge  hatie.  Wir  freuten  uns,  auch  einen  Rosenheimer,
  Herrn  Berr  jun.  in  der  Kapelle  begruben
  zu  können.  Heute  und  in  den  nächsten  Tagen
veranstaltet  sie  zu  Guniten  von  Hinterbliebenen
des  Regiments  auch  in  Reiczenyall,  Aibling,
Tölz  und  München  Konzerte.  In  Rosenheim  hat
sie  damit  einen  sehr  guren  Anfang  gemacht.
ir  itehen  nun  im  vierten  Kriegsjahre.  Moge

der  Geist  der  Opferwilligkeit,  der  am  ersten  Tage
  des  neuen  Jabres  sich  so  schön  bewährte,  auch
für  die  tommende  Reit  wach  exhalten  bleiben!
2

Bad  Aibling,  6  .Augult.  Der  4.  und  5.
Augutt  stand  im  Zeichen  des  Opfertages,  um  der
wackeren  Soldaten  zu  gedenlen  für  all  das
Große,  welches  sie  dem  Vaterlande  in  den  drei
schweren  Jahren  geieisten  haben.  Auch  Aibling
rüstete  sch  auf  diesen  Tag,  um  sein  Scherflein
beutragen  zu  können.  Schon  der  Samstag-Abend
vereinigle  die  hiesige  Bevöllerung  im  prächtig
geschmückten  Saale  des  Kurhauses  zu  einer
Wchtätigkeitsvoritellung,  dem  „deutschen  Volksliede“,
  welche  sich  eines  guten  Besuches  erfreute.
Sonntags  suchten  bereitwillige  Mägdelein  ihre
Fäbuchen  „an  den  Mann  zu  bringen“  und  jeder
gab  gerne,  wie  es  ihm  eben  seine  Kasse  erlaubte,
sodaß  auch  Pier  ein  gutes  Endergebnis  zu  verzeichnen
  sein  wird.  Der  Nachmittag  brachte  noch
moie  das  Liederspiel  „Das  deutsche  Vokkslied“.

5  Spiel  fand  dankbare  Aufnahme.  au
öSurgesbel.c  Ruf  begann  mit  einem  nren

aolnt

 

 

t

Dienstag,  7.  August  1917
gen  Prolon  uber  Eniitehung  und  Werdegang
des  Vollsliedes  den  Reigen  der  Darbieungen.
In  0  Bildern  bog  es  dabin,  das  denische  Volls
lied  mu  all  seinen  fretlichen  Weisen,  bald  als
Allgeselle  uno  Handwerlölursche  vor  dem  Tore
und  auf  der  Wanderschafl,  baid  weiß  es  zu  singen
  von  der  allen  Zu  richenkerrrit  dieeinn  un  der
Siudenteiei:  darn  finden  wir  muich  in  der
frauten  Spinnauube  b.i  Grohvater,  Großmutter
und  Entelin.  Nicht  weniger  beliebt  ist  das  Volk2-lied
  beim  Militar  zuh  uns.  und  wmie  AUnno  1313
und  1370  wird  es  auch  in  diesem  Krirge  manch
einem  uber  schwere  SEinnden  gebolfen  Baben.
Das  deutsche  Vollslied.  uno  en  auch  immer  seine
Weisen  erschallen  läst,  sinde:  immer  und  immer
wieder  freudige  Aufnahme:  er  wi  aucch  in  Onlunft
  von  ieiner  Beliebiheil  nichte  einbußen.  Den

 
 

Schiuß  des  Lsederspiel:  beldele  ein  lebendes
Bild:  „Abeno#immung  auf  dem  Schlach'selde“
und  endele  mil  eineim  brauienden;  „Deul'schiand.

Deu!:ichlano,  uber  alles  Ten  Leire:  Ami:

 

gerichisrat  Ami  ad.  urn

büllri  bester  Da
besonderer  Dan

 

Lei.r:  Lermantt  geeuul
  fur  u1  re  bi-  rtrefliche  Lelltung.
dem  FSrauenberein  dom  Roten

  

 

 

  
 

Kreuz  mit  er  uermudlichen  Prokektorin.
Frau  rafin  von  Arco  nnneberg.  fur  all  die
Miube  und  Arbeit,  die  er  unseren  z8  dietan  zu.
liebe  unternommen  hat  und  deren  Dans  ium
wol!l!  unvergessen  bleihr.  «
Rosenheim,-s.«.Il.1-».1n-I.
.  Auszeichnun  6im  FeldeD  Unero2
v„ch  und  Öffi  iersaipfran:  Antkon  deiold.  K.

Bauammunn  in  Fmgoinadt  (rul  »rt  Bauamts
ussessor  beim  K.  -sasen  und  F.ußballamt  in
Nosenneim),  wurde  für  seine  Täü#crlei:  und  ln
#icht  mit  dem  Militär  VerdienültenzN#.
der  Krene  und  mit  Schwerternzz#a#chne  ##n
2um  Vileseidweh  börde.  Dem  Wisiten;  arʒ

 

2*

    

Dr.  Helmm  Mener  der  Reserve  „Note#nn,
wurde  der  Militärverdieustorden  J.  &  mi

—

Schmertern  verliehen.  Der
hert  in  riner  Maschit
mit  dem  Eisernen  Kren:

  

Same  Nescph  Ko
gewelertolnn  ewurde
2.  Kl.  und  mit  dem  Mir.
lilärverdienntrenz  ##.  Kl  mit  der  Kraue  und  mil.
Schwerlern  ausqerichnet;  er  il  em  Zohn  des
Vorarbester,  Josepl  Koder!  in  den  Industrie
werlen  Hamberger  in  Ziegelberg  und  shl  sein:
1!1  o#naim  Felde.  Dem  wackeren  Nale#
landsverleidiger,  der  sich  go  schwell  zwei  hohe
Auszeichnungen  erwarb,  unier  beit:  Olucwunn  ch
Dem  Ini.  Joachin  Lererer  wurde  ot
Kreuz  2.  Kl.  verlieben.  Er  war  #ang:  J
Krir:  ausbruch  telilse  in
Kunm  landlung  Vachinan  mund
nin  beim  K.  Poiflam  Naenl,eim.
ein  Stessoln  des  Amsassinzmen  Karl  LDaschber
  vom  Weklfahrtsami  Noienlleim.  Set  Zuli

r.  Irs.  im  Felde,  nahm  er  an  den  Cemusen  in
Prnaus  en.  Gal  HPen  und  jent  in  Flander#„

  

 

der

  
  

 

2
mule  5  „  u-Lederer

  im

Schuldien  it.  Neu  ernamm:  der  Vollsichu#tamtsbewerber
  Jos.  Vier#er  bn  Sterlnuyt,  zur—
ʒ  il  im  Hrete.  Oilflehrer  in  ic  Verietzt:
  der  Bollschulehrer  Merii  Heial  non
Holllirchen  nach  Erd#e#:  der  lleichn=  Ihrer
Wolfgana  Schreiner  von  Weick  entied,  BA.
Schiobenbausen,  nuc  Reit  i.  W.  Befordert:

Schulverweser  Kar.  Sator  von  Fsen  zum

der
Volleschul##ekrer  in  He##.
csannachrieten.

Tohß.

Diöz  Arwei#ung  cr  ·

bielten  der  Koadiutor  Priester  Dr.  Zofs.  Ber—
hoier  von  Endorf  als  Koadjutor  in  Jar##
und  der  Kondiuter  Triener  Nudoli  Kienie
von  Jar  als  Koadjulor  in  Endorf.

Die  Banerische  Handelbank.  hat

auch  Leuer  wieder  dem  Opfertag  eine  reiche
Spende  zugewiesen.  Wie  im  voriden  Jahere  lien
sie  für  ilrre  samilichen  meinanm'lien  der  Summ
lung  den  Betrag  von  5.0  1u.  M't  zumenden.
Ein  Luftballon
gere

V  it  heute  vormilag  län-Jeit
  über  der  näheren  Umgebung  von  Rosenheim

  beolachtet  werden.  Er  war  zu  einer
Uebungsfahrt  aufgestiegen.
estorben:  Postbotengaftin  Elisabeth

Kaffi  im  Rosenkeim.

Lehie  Nechniten

erneen  Männer.  “

 

Berlin.  6.  Augun.  Zu  den  Aemier  Naubesetzungen
  5  das  „Berliner  Tageblau““:
Die  jetzige.  fur  die  innere  Entwicklung  des

Reiches  gänzlich  belanglose  Umformung  des  Regierungspersonais
  deigt,  daß  Herr  Michactis  der
wirliichen  demokratisierung  od.  Parlamentarisie
rung,  der  unvermeidlichen  Neuteilung  von  Macht
und  Verantwortung  einitweilen  fremd  wic  einem
exotischen  Heerungehe  ner  gegenübersteht.  Welt
geschichte  ilt  bei  uns  das  alleinige  Vorrecht  der
rmee.

Die  „Vofssische  Jeitung“  erklärt:  Der  Charak.
ter  der  neuen  Regierung  wird  dadurch  nicht  verändert,
  daß  inzwischen  im  aller  Eile  noch  ein
paar  Portefeuilles  vergeben  worden  sind.
Will  die  Regierung,  wie  sie  selun  verkündet  hat.
der  neuen  Jeit  ihr-n  Iibut  zollen,  so  muß  sie
selbtt  beim  Amtsantritt  im  Reichstag  die  Vertrauensfrage
  stellen.  Tut  sie  es  Ticht.  dann  hat
der  Reichstag  die  Pflicht,  diese  Frage  aus  eigener
  Kraft  zu  beantworten.  In  jedem  Falle
trägt  der  Reichstag  für  die  Durchführung  jeines

Programms  die  volle  Veramworzung.