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die Erlaubnis nachgesucht, heimreiten zu dürfen. Am 3. Oktober
erhielten sie von Statthalter und Regiment den Bescheid,
sie sollten wenigstens noch acht Tage da bleiben,
sonst möchten die Gesandten der Fürsten und andern Stände
auf dem Wege wieder umkehren. So entschlossen sie sich
denn, mit Ausnahme von Strassburg!) und Hagenau, wie der
Frankfurter Gesandte Hamann von Holzhausen schreibt, noch
eine Woche zu warten. Dieser Gesandte, übrigens ein zuverlässiger
Berichterstatter, doch wie alle Städtegesandten
über die Ansichten und Absichten der Fürsten wenig unterrichtet,
meint an derselben Stelle?), der Reichstag würde
beginnen, wenn sich nicht die Händel zwischen dem Erzbischof
von Mainz und dem Landgrafen von Hessen und
vorher zwischen Trier und Sickingen zugetragen hätten; im
gleichen Sinne äussert sich auch Chieregati.?) Von allen
den kleinern oder grössern Zwistigkeiten, die den Beginn des
Reichstags noch immer weiter hinausschoben, ist auch natürlich
keine so wichtig, wie die Fehde Sickingens gegen Trier
und sodann gegen Pfalzgraf Ludwig und den jungen Landgrafen
Philipp von Hessen. Behauptete doch Sickingen, den
Kaiser auf seiner Seite zu haben und das wahre Recht zu
vertheidigen, sodass schliesslich zu fürchten war, er werde
noch den ganzen Adel, vielleicht auch noch die Städte zur
Empörung treiben. Können wir hier auch nicht näher?) auf
jene Ereignisse eingehen, so müssen wir doch konstatieren,
dass das Reich durch dieselben in die höchste Spannung versetzt
wurde. Dem tapfern Widerstande, den der kühne Ritter
1) Die Gesandten von Strassburg sind aber doch geblieben; erst
Ende Okt. reiste der eine derselben, Daniel Mieg, heim (vgl. Virck,
Polit. Korresp. der Stadt Strassburg. Bd. I. Strassb. 1882. S. 59.
Anm. 3.). — Vgl. damit Baumgarten S. 209 f.
2) Brief vom 4. Oktober. (Frankf. A. l. c. fol. 67.)
3) „La causa de la tarditä loro €, che sono tutti in arme et chi
per un rispecto et chi per un altro.“ — Brief v. 24. Okt. (Morsolin,
S. 102).
4) Wir verweisen auf Ulmann, Sickingen (Leipzig 1872) und auf
das schon genannte Buch von Bremer. Ranke darüber: D. G. II,
S. 71ER.