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tigkeit einen gleichwertigen Bundesgenossen in der
Unfähigkeit der Gegner. Der Obergencral Benedeck
war wie Steinmetz ein ausgezeichneter Feldsoldat und
Korpsführer, aber kein Feldherr. Wären die Österreicher,
deren Kavallerie und besonders deren
Artillerie ihren korrespondierenden preußischen
Truppengattungen überlegen waren, von einem nur
halbwegs guten Feldherrn geführt gewesen, so wurde
die erste Ärmee am 3. Juli geschlagen, bevor die
zweite Armee eintraf. Ja, eine der preußischen ebenbürtige
Bewaffnung der österreichischen Infanterie
hätte schon dasselbe Ergebnis gezeitigt. Der Prinz
Friedrich Karl hatte, hauptsächlich aus Unkenntnis
der Stärke des Feindes und ohne des Zeitpunktes
der Ankunft der zweiten Armee auf seinem linken
Flügel versichert zu sein, zu früh angegriffen und
seine Armee in eine höchst fatale Lage gebracht,
die von Rechtswegen zur Niederlage führen mußte.
Fast gelang es dem Prinzen, den strategischen Auf-:marsch
zu stören und die ın letzter Stunde getroffenen
einfachen und klaren Gencraldispositionen
Moltkes zu durchkreuzen. Nur Blumenthal griff ım
Sinne Moltkes ein. Auch die Elbarmee, deren Führer,
Ilerwath von Bittenfeld, seiner Stellung noch weniger
gewachsen war, wäre nıcht nur um ıhre mäßıgen
srfolge gekommen, sondern wahrscheinlich auch geschlagen
worden. Es kam gottlob anders. Die kopflose
österreichische Führung ließ den Kronprinzen,
ohne ihn im Anmarsche auch nur im Geringsten
aufzuhalten, was leicht war, ungehindert herankommen.
Hätte nun die Elbarmee ihre Pflicht getan
wie die zweite Armee, so wäre eine der größten Vernichtungsschlachten
aller Zeiten geschlagen. Bei
richtiger Verwendung und dem Einsatz aller ver-