In den Argonnen nahmen unsere Truppen einige feindliche Schützengräben, an
einer Srelle betrug unser Geländegewinn der letzten Tage wieder s00 Meter.
Im Walde nördlich Sennheim schritt unser Angriff gut fori, der Hirzstein wurde
genommen, 2 Offiziere, 40 Alpenjäger wurden gefangengenommen.
Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Tage im Osten ist unverändert.
Oberste Heeresleitung. (W. T. B.)
Deutscher Luftschiffangriff gegen die englische Ofkküste.
Berlin, 20. Jannaor. In der Nacht vom 19. zum 20. Jannar haben
Marineluftschiffe einen Angriff gegen einige befestigte Plähe an der englischen Ostküste
unternommen. Hierbei wurden bei nebligem Weiter und Regen mehrfach
Bomben mit Erfolg geworfen. Die Luftschiffe wurden beschossen, sind aber unversehrt
zurückgekehrt.
Der stellvertretende Chef des Admiralstabes.
gez. Behncke. (W. T. B.)
London, 20. Januar. Das Reutersche Bureau meldet über den Angriff der
uftschiffe auf England:
Dienstag abend um ½0 Uhr erschien ein feindliches Luftschiff über Jarmouth,
das zehn Minuten über der Stadt blieb und s ZBomben abwarf. 3 Dersonen wurden
getötet, mehrere Häuser wurden zerstört, viele Fenster sind zersprungen. Zwei der
abgeworfenen Zomben sielen am Strande nieder. Das Tuftschiff konnte wegen der
Dunkelheit nicht gesehen werden, aber seine Motoren waren deutlich zu hören. Auch
waren Flammen in der Luft sichtbar. Das Tuftschiff fuhr dann nach Sheringham
und warf dort 2 Bomben ab, die jedoch keinen Schaden anrichteten. Auch über
Cromer wurden Bomben geworfen. Um ½11 Uhr erschien das uftschiff über King's
Lonn, wo es 4 Bomben abwarf; in King's Lynn wurden 2 Hauser zerstört und
1 Haus beschädigt. In einem der Häuser wurde ein junger Mann getötet, während
sein Zater unter den Trümmern begraben wurde. Aus dem Geräusch der Motoren
erkannte man, daß das Tuftschiff in östlicher KRichtung fuhr. Auch aus Sandringham,
dem Tandsitz des Königs, wird berichtet, daß das Tufischiff dort erschienen sei.
Hierzu sei bemerkt, daß der König und die Königin am Montag aus Sandringham
in London eingetroffen sind, wenige Stunden bevor ein deutsches Tuftschiff über
Sandringham erschien.
Oesterreichisch-ungarische Erfolge in Galizien.
Wien, 20. Januar. Amtlich wird verlautbart: Die allgemeine Lage ist unverändert.
An der Front in Polen fanden, abgesehen von DPatrouillengefechten, nur
Artilleriekämpfe statt.
Am Dunajee beschoß unsere Artillerie mit Erfolg Abschnitte der feindlichen
Infanterielinien und erzwang die Käumung eines stark besetzten Meierhofes. Eine