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holt sich auch bei ihm derselbe morphologische Grundzug. Wir
sehen ihn mit seinem Monde ein höheres Theilsystem bilden,
und dieses Theilsystem ist wieder in die höhere Ordnung des
Sonnensystems gekettet, und so geht die Organisation des Kosmos
bis ins Unendliche weiter. So finden wir denn vom unendlich
Kleinen des materiellen Atoms bis zum unendlich Grossen des
Weltalls einen durchgehenden kosmisch-morphologischen Grundzug.
Diesem Bilde der mechanischen Welt, welche uns durch unsere
Sinne übermittelt wird, stellt nun Post die Erscheinung unserer
seelischen Welt gegenüber. „Sie ist für unsere innere Erfahrung nur
eine individuelle; sie besteht aus unserem Ich. Wir sind jedoch nicht
im Stande, wenn anders wir unsere Gesammtweltanschauung mit
unserer menschlichen Natur in Einklang bringen und den Menschen
nicht zum Theil einem ganz anderen Reiche zuweisen wollen, die
seelische Welt auf uns persönlich oder etwa auf die Menschheit zu
beschränken. Wir bedürfen vielmehr, falls uns die Welt unserer
Sinne als ein einheitliches System wechselwirkender Theile erscheint,
welches aus einer Unzahl von Theilsystemen zusammengesetzt
ist, zur Ergänzung dieser Welt eines einheitlichen Systems
wechselwirkender Monaden, welches aus einer Unzahl von Kollektivseelen
zusammengesetzt ist, mit anderen Worten einer Weltseele,
welche aus so viel individuellen Seelen besteht, als der
Kosmos Theilsysteme aufweist, und unsere individuelle Seele bedeutet
alsdann in der Weltseele soviel, wie unser Körper im
Kosmos“. (S. 2—5 der Grundlagen des Rechts.)
So erscheint denn Post die Welt, von der mechanischen
Seite aus betrachtet, als ein Kolossalbau, in welchem sich auf
der Basis des materiellen Atoms Theilsystem über Theilsystem
thürmt, bis sich unser Blick in der Unendlichkeit des gestirnten
Himmels verliert; von der psychischen Seite aus betrachtet, als
ein Seelenreich, in welchem sich auf der Basis der Monade Kollektivseele
über Kollektivseele erhebt, bis in der unendlichen
Weltseele Alles zusammenläuft, was im Universum empfunden
wird.
Sehen wir von dem ästhetischen Werth des im Vorstehenden
citirten Theils der einleitenden Grundbegriffe PosTt’s ab, so müssen
wir gestehen, dass uns der in ihm gegebene Ideeninhalt wenig
geeignet erscheint den Ausgangspunkt eines Systems zu bilden,
dem reale Natur zum vorstechenden Oharakterzuge werden soll,