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würdigen Nachfolger Benedikts. Auch dle erste Staats-Verhandlung
seiner Regierung mit Venedig war gar nicht
ränkevoll, sondern nachgiebig, mit Gefälligkeit zuvorkommend,
also glücklich. Die Republik kassirte das vorherige Dekret mit
der feierlichen Versicherung, daß es bloß geschehe, weil der
Mabst ihr gesetzgebendes Recht in geistlichen Sachen anerkannt
habe. Aber gleich die zweite Verhandlung mit Genug zeigte
den ganzen Charakter des Mannes, der leicht betrogen werden
kann, aber aus Stolz oder Eigensinn des schwachen
Kopfes von seinem Irrthum nicht zurücktreten will. — In
Corsika war durch lange Kriegsunruhen die Kirche in große
Verwirrung gerathen. Man wünschte, daß der Pabst durch
Anstellung eines katholisch-aposiolischen Visitators sich der
Sache selbst annehmen mochte. Aber wenn nun der Pabst
einen Visitator nach dem Sinne der Genueser schickre, so nahmen
ihn die Corsen nicht an, und war er nach dem Sinne
der Corsen, so protestirten die Genueser. Der vorige Pabst
ließ es deßwegen immer bei allgemeinen Ermahnungen bewenden,
aber Elemens ließ sich von den Rebellen, auf ihre Bitte,
einen ihnen angenehmen Visitator nach Corsika zu schicken,
täuschen. Die Republik war so erbittert, daß sie auf den
Kopf des apostolischen Visitators einen Preis aussetzte, eine
Galeere, wie gegen einen Seeräuber, gegen ihn ausrüstere. Auch
die Mediation von Neapel und anderen italienischen Staaten
konnte den Frieden nicht wieder herstellen.
Alles aber verschwindet in der Geschichte dieses Pabstes,
selbst sein Nepotismus verdient nur als allgemeine Pabst-Eigenschaft
bemerkt zu werden, gegen die große Jesuiten-Revolution,
zu der er wider seinen Willen die Veranlassung
gab. Clemens war für sich ganz Jesuiten-Freund, und
sein Staats= Sekretär Doreggiani, der mehr Pabst war, als
Seine Heiligkeit selbst, hatte sich noch viel unbediugter an die