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den müssen, gehbren solche bloß vor die administrativen
Stellen, und gegen die Erkenntnisse
dieser kaun nur zu Unserer allerhöchsten
Stelle ein Rekurs Statt finden.
3. Die Gerichrsbarkeit der obersten Justizstellen
hingegen ist für die Berufungen bey
solchen Gegenständen Unserer Landeshoheits-Gerechtsame
nur in jenen Fällen gegründer,
wo durch hinzugekommene Privat-Konerakte,
oder durch lästig erworbene Befreyungen und
dergleichen, wirkliche Hrivatrechte entstanden,
und diese sohin als Justiz= Gegenstände von
den untern Justigstellen abgeurtheilt worden
sind. München den ro. Ichuner 1807.
Max Josepp.
Graf Morawißky.
Auf königlichen allerhbcsten Befehl.
v. Rauffer.
(Die Wahlen der Rural= Kapitel betreffend.)
Wir Maximilian Joseyh,
von Gottes Gnaden König von Baiern.
Um den Anständen zu begegnen, welche
sich bey den Dechantwahlen der Rural-Kapitel
manchmal noch ergeben, haben Wir
über die Form derselben auf folgende Art
näher zu bestimmen beschlossen;
1. Bey Abgang eines Rural: Kapitel-Vorstandes,
es sey durch den Tod, Resignation
oder Promotion auf eine andere Kirchenpräbende,
hat der andere Kapitel: Vorstand,
und im Falle beyde zugleich mangelten,
der Senior Capituli, sich an die betreffende
Landesdirektion zu wenden, den Abgang
des Vorstandes anzuzeigen, und einen zur
Wahl schicklichen Tag in Vorschlag zu bringen.
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2. Die Erlaubniß, eine Wahl halten zu
dürfen, wird dem Rural-Kapitel durch das
einschlägige Landgericht, in dessen Bezirke
der Hauptort des Kapitels liege, und von
welchem es den Namen führe, kund gemacht
werden.
3. An dem zur Wahl bestimmeen, und
allen Kapitels-Mitgliedern vom Vorstande
schriftlich bekannt gewordenen Tage versammeln
sie sich nach eigenem Guebefinden an
einem Orte, der ihnen zu der vorhabenden
Handlung am geeignetsten scheint.
4. Der Landrichter erscheint bey der Wahl,
leitet selbe, ohne sich in die Wahlfreyheit
auch nur im Geringsten einzumischen, und
bezieht außer den bestimmten Tagesgebühren
nichts. — Wollten die bischöflichen Ordinariate
und Vikariate auch in ihrem Namen
einen geistlichen Kommissär zu solchen Verhandlungen
abschicken, so bleibt es ihnen
unbenommen; — er hat aber mehr nicht als
Unser Landrichter vom Kapitel zu fodern.
5. Der Vorstand mag nach der bisherigen
Observanz eines jeden Rural-Kapitels entweder
durch die Mehrzahl der versammelten
Setimmen, oder per majora absoluta respectu
totius Capituli gewaͤhlt werden.
Dieser Umstand ist jedesmal in dem über das
ganze Geschäft zu erstattenden Berichte anzumerken.
6. Das Protokoll über die Wahl wird vom
Landgerichte abgehalten, und von diesem,
vom geistlichen Kommissär, wenn er will,
luglelch aber auch vom Kapitel:Vorstande,
und den zwey Sentoren des Kapitels, oder