38 Der Vortrag des Verses.
Und am leichten Pilgerstabe
Bog ich fort mit Kindersinn.
Und so finden wir uns wieder
In den heitern, bunten Reih'n,
Und so soll der Kranz der Lieder
Frisch und grün geflochten sein.
Aber wem der Götter bringen
Wir des Liedes ersten Zoll?
Ihm vor allen laßt uns singen,
Der die Freude schaffen soll.
Wer lebt in unserm Kreise
Und lebt nicht selig d'rin?
Genießt die freie Weise
Und treuen Brudersinn.
So bleibt durch alle Zeiten
Herz Herzen zugekehrt;
Von keinen Kleinigkeiten
Wird unser Bund gestört.
Ich ging im Walde Ich wollt' es brechen,
So für mich hin, Da sagt' es fein:
Und nichts zu suchen Soll ich zum Welken
Das war mein Sinn. Geboren sein?
Im Schatten sah ich Ich grub's mit allen
Ein Blümchen stehn, Den Würzlein aus,
Wie Sterne leuchtend, Zum Garten trug ich’'s
Wie Kuglein schön, Am hübschen Haus.
Und pflanzt' es wieder
Am stillen Ort,
Nun zweigt es immer
Und blüht so fort.
Wie herrlich leuchtet Es drängen Blüten
Mir die Natur! Aus jedem Zweig
Wie glänzt die Sonne, Und tausend Stimmen
Wie lacht die Flur. Aus dem Gesträuch!
Und Freud' und Wonne
Aus jeder Brust,
O Erd', o Sonne,
O Glück, o Lust!
Tage der Wonne, Schenkt mir die Sonne
Kommt ihr so bald? Hügel und Wald?