Aummer 261
Mittwod, 11. Aovember 1514
Tlingtau.
Petersburg, 9. Nov. Die englischen und
japanischen Truppen sind in ingtau eingezogen.
Nach einer Meldung der „Central News“ in
London erlitten die ungeheuren Massen der
im letzten Sturm gegen Tsingtau vorgehenden
feindlichen Infanterie und Artillerie sehr schwere
Verluste, die die Kopfzahl der Verteidiger bedeutend
Überschreiten. (3Z.)
Der Kaiser sagt in seinem Antworttelegramm
an den Reichstagspräsidenten: „Die heldenabtige
Verteidigung der in langjähriger Arbeit
geschaffenen Musterstätte dulscher Kultur
bildet ein neues ** m 3 für den Geist
der Treue bis zum Tod, den das deutsche Volk
mit seinem Heer und seiner Flotte in dem gegenwärtigen
Verteidigungskampf gegen eine Welt
on Haß, Neid und SBecgehrlichleit schon so
mannigfach — will's Gott, nicht vergeblich —
betätigt hat.“ (5)
Die Vergeltungsmaßnahmen.
Berlin, 9. Nov. Die „Nordd. Allg. Ztg.“
bespricht die Vergeltungsmaßnahmen gegen das
feindliche Ausland, namentlich in wirtschaftlicher
Hinsicht. Mit Bezug auf die Jekhasiung
der Engländer in Deutschland sagt das Blatt
dann: Die französische ? egierung ist gleichfalls
zu einer Erklärung über die Behandlung der
wehrfähigen Deubhen aufgefordert worden.
Von dieser Antwort wird die weitere Behandlung
der wehrfähigen Franzosen in Deutschland
abhängen. Betreffs Rußland find Ermittelungen
im Gange. Nach zuverlässigen Nachrichten werden
die Deutschen im feindlichen Auslande, abesehen
von der Beschränkung ihrer persönlichen
*—— zum Teil einwandsfrei, zum Teil aber
mit Unnötiger Härte, ja geradezu unwürdig
behandelt. Auf Ansuchen der deutschen Regierung
sind die Vertreter der Vereinigten Staaten
mit der Untersuchung dieser Mißstaͤnde betraut
worden. Sollte dieser Weg nicht zum
Jiele führen, so würden auch die feindlichen
Ausländer in Deutschland strenger behandel!
werden müssen. Damit würde allerdings ein
Wettstreit in der Brutalität gegen Feindselig
keiten anderer Staaten nicht eröffnet werden
können, wohl aber würde Deutschland es sich
vorbehalten müssen, die feindlichen Regierungen
und Organe Für das, was diese gegen unsere
angehöckgen Lgesündigt haben, zur Verantwortung
zu ziehen.
Die Vereitelung des russischen
Angriffsplones.
Wien, Nov. Die vor etwa einem Monat
auf * galizischen Kriegsschauplatz eingeleitete
allgemeine Offensive der verbündeten
Armeen hatte den Zweck, den von den Russen
mit den großen Truppenmassen ihrer Hauptmacht-
vorbereiteten Angriff gegen die deutsche
Grenze zu verhindern. Die kühnen Vorstöße
gegen Warschau-Iwangorod zwangen die
Russen zur vorzeitigen Entwicklung ihrer Kräfte
und erreichten ihren Zweck vollkommen, den
russischen Vorstoß gegen Schlesien zu vereiteln.
Damit ist die zweite Phase der Feldzuges
zu Ende und die verbündeten Armeen nehmen
ungestört ihre Neugruppierung vor. (3.)
Rußlands Not.
Wien, 9. Nov. Der Kriegsberichterstatter
der „Reichspost“ erfährt aus zuverlässiger
Quelle, daß Rußland bereits Reichswehrformationen
ins Feuer führt. Im Zusammenhang
mit der Tatsache, daß vor Przem#ysl siebzehnjährige
russische Jünglinge getangen wurden,
ergibt sich der Beweis, daß Rußland
trotz seiner anscheinend gewaltigen Kräfte der
ersten und zweiten Linie schon nach zweimonatiger
Kriegsdauer auch Truppen dritter Linie
heranziehen mußte. (3.)
Ein russisch-japanischer
Kuhhandel.
Mailand, 9. Nov. Von einem russischjapanischen
Tauschgeschäft, das die Not der russischen
Heeresverwaltung bei der Ergänzung
des Kriegsmaterials kennzeichnet, berichtet der
italienische Kriegskorrespondent Margini aus
Moskau. Japan habe Rußland 200 schwere
Kruppsche Kanonen überlassen und Rußland
habe sich dafür zur Abtretung der ihm gehörenden
Hälfte der Insel Sachalin an Japan
bereiterklärt. (Z.) — Das muß man den Japanern
lassen: sie verstehen die Schwäche ihrer
hohen Bundesgenossen vortrefflich auszunühzen.
Ein solcher Kuhhandel war schon lange nicht
mehr da: 200 Kanonen für die halbe Insel
Sachalin!
Der Feldzug gegen Serbien.
Frankfurt a. M., 9. Nov. Der „Franlf.
Zeitung“ wird aus Budapest. berichtet: Unsere
in Serbien operierende Armee beabsichtigt noch
vor Eintritt des Winters einen entscheidenden
Schlag gegen Serbien zu führen. Hiervon gibt
auch ein von Feldzeugmeister Pettore. an die
ihm unterstehenden Truppen #9 erichteter Tagesbefehl
Kenntnis, in dem dis Truppen aufgefordert
werden, die letzte Kraft des Feindes
zu brechen und den Feldzug noch vor
Kintritt des Winters zu beendigen. (Z3. 1.
Neue Erfolge in Serbien.
AIB. Wien, 9. Nov. Amtlich wird gemelder
Unfere Szerätlone auf dem sadlichen
Kriegsschauplatz nehmen einen durchweg günstigen
Verlauf. Während jedoch unsere Vorrückung
über die Linie Sabac-Ujesnica an den
stark verschangten Bergfüßen auf den zähesten
Widerstand stieß, endeten die dreitägigen
Kämpfe in der Linie Loznica-Krupanj-Ljubovifa
bereits mit einem durchgreifenden Erfolge.
Der hier befindliche Gegner bestand aus der
serbischen 3J. Armee unter General Paul Sturm,
und der 1. Armee unter General Petar Bojovic
mit zusammen sechs Divisionen (120 000
Mann). Die beiden Armeen befinden sich nach
dem Verlust der tapfer verteidigten Stellungen
im Rückzuge gegen Valjevo. Unsere siegreichen
Korps erreichten Loznica, östlich die dominierenden
Höhen und den Hauptrücken der Sokokska
Planina, südöstlich von Krupanf. Zahlreiche
Gefangene wurden gemacht und viel
Kriegsmaterial erbeutet.
Russische Reinwaschungsversuche.
WIB. Petersburg, 9. Nov. Der Admiralstab
der Marine rotöffentlicht einen Bericht
über die Ereignisse im Schwarzen Meere.
Er soll die Behauptung, daß die Russen die
Feindseligkeiten eröffneten, widerlegen. —
wird aber nicht piel nützen.
Kaiser Franz Josef
und der Sultan.
9. Nov. Zwischen dem Ghieer **se
Wr und dem Sultan hat aus Anlaß d
Eingreifens der Türkei in den Weltkrieg ein
Depeschenwechsel stattgefunden. Der Kaiser richtete
an den Sultan ein in herzlichen Worten
gehaltenes Telegramm, das dieser in gleichem
Tone erwiderte.
Zwei deutsche Schiffe interniert.
WTB. Washington, 9. Nov. Da das in
Honolulu eingelaufene deutsche Kanonenboot
„Geyer“ den Hafen nach der von der ametilanischen
Behörde festgesetzten Zeit nicht verließ,
wurde es interniert, ebenso der Dampfer
„Rolochsun“ vom Norddeutchen Lloyd,
der für ein Transportschiff geholten wurde.
— Es handelt sich um den 1600 Tonnen großen,
alten, zu den Kanonenbooten übergeführten
Auslandskreuzer „Geyer“, der im
Jahre 1894 von Stapel lief und zuieht in der
Südsee Verwendung fand.
Meutereien in Portugal.
Köln, 9. Nov. Die „Köln. Ztg.“ erhält
Meldungen aus Oporto, wonach mehrere Eisenbahnstrecken
durch Bomben zerstört wurden. Auch
Telegraphendrähte wurden zerschnitten und eine
Eisenbahnbrücke teilweise gesprengt. Außerdem
fanden Militärmeutereien in Braganza statt,
über die jedoch Nachrichten von der Zenfur unterdrückt
werden. Eine Bombe platzte vor dem
deutschen Konsulat in Oporto, Zeitungsdrukkereien
sind verwüstet worden. — Kein Wunder,
daß das Eingreifen Portugals in den Weltkrieg
immer noch auf sich warten läßt.
Vol- und Persendlnachrichten.
Trier, 9. Nov. Reichsgräfin v. Wolff-Metternich,
die als Schwester Marie Mathilde im
Orden der Barromäerinnen wirkte, erkrankte
tödlich an Typhus. Die Beisetzung erfolgte mit
militärischen Ehren.
Berschieden Aethtiqlen.
Berlin, 9. Norv. Im Gefangenenlager in
Z9ossen machte sich ein Landsturmmam mit seinem
Gewehr zu schafsen. Ploötzlich krachte der
Schuß und das Geschoß traf einen in der Nähe
befindlichen Kameraden fso unglüslich, daß er
kurz darauf verstarb.
Berlin, 9. Nov. Der „Lot. Anz. leilt
mit: Nachdem es in den letzten Wochen gelungen
war, hier und da einen der verächtlichen
Menschen, die Liebesgaben raubten, fellzunehmen,
hat man jetzt auf einen Schlag eine
sechsköpfige Bande unschädlich gemacht, die in
der hiesigen Liebesgabenzentrale des Roten
Kreuzes dieses erbärmlichste aller Verbrechen
begingen.
Halleg. Nov. Die Staatsregierung
40 - ##r Erschliehung der seinerzeit
zur Elektrisierung der Bahnstrecken Bitterfeld
- Dessau-Berlin und Bitterfeld-Leipzig-Halle
angekauften umfangreichen Kohlenfelder
des Pisteites Gräfenheinichen zu beginnen.
Man will den Aufräumungsarbeiten mehrete
Tausend Kriegsgefangene verwenden.
Landrai von Oberbayern.
Mrünchen., 9. Noo.
Wie zcheep# v. Halder in der
Sôffungslitgung des Landraten pan Ober ·
bayern mitteilte, hat die Kgl. Reglerung dem
nsan die * Steuersumme von M.
25 136 609 zugrunde gelegt wie im #.
Mit Sicherheit ist abt enumnchmen, da
infolge dieses Krieges an diesem Steuerfoll namhafte
Ausfälle ergeben werden. Um unter allen
Umständen eine Erhöhung des Kreisumlagensatzes
von 40 Prozent zu vermelden, wurde
zum Ausgleich der voraussichtlichen Minder.
einnahmen eine tunlichste Kürzung der Bedarfssumme
unter Vermeidung jeglicher Schädigung
der Kreis= und der Arbeiterinteressen ins Auge
gefaßt. Demgemäß wurden sämtliche Ausgabeposten
abgesctzt, die zunächst nur zur Ansamm.
lung der Bedarfssummen für spätere Unternehmungen
und Ausführungen auf Grund früherer
Landratebeschlüsse bestimmt lind. Weiter
wird vorgeschlagen, mit der Schuldentilgung im
nächslen „Jabree inne uhauten. was keinen besonderen
da der Schuldentilgungsplan
bereits #rch autzerorvenllche Mehrtilgungen
überholt ist. Durch diese Mahnahnen ist es
gelungen, eine Reserve von 1677068 Mk. zu
lichern. Auch in den Ausgaben des Krals#
3 r Volksschulen sollen Einsparungen einrn
Voranschlag Jaheßt * einer Gesamtausgabe,
vorn 13 3196 b. Hiervon werden
3003 239 Mk. 7# uhhcnen des Siaates,
175 247 Mk. aus Erübrigungen früherer Jahre
und 86 547 Mk. aus sonstigen Sinahmen bestritten.
Der Fehlbetrag von 10 054 643.60
Mark ist durch Kreisumlagen, und zwar nach
einem Hundertsatze von 40 der Staatssteuersumme
aufzubringen.
Anträge betr. Verschiebung der Geneinde
wahlen, betr. Gewährung von 50 000 Mk. Zuschuß
zur Erhöhung der Unterstützungen von
Familien der zum Kriege eingezogenen Mannschaften
und 50 O00 Mk. Zuschuß für Gemeinden
für die Arbei
akssüsscn -Wbberwiesen. Die nächste Sitzung ist
am
uan “ Kreisregierungen werden als Kreisumlagen
für 13915 folgende Sätze Vorgeschlagen:
Oberbayern 40, Niederbayern 48.5, Oberpfalz
46, Oberfranken 38.5, Mittelfranken 35, Unterfranken
39 und Schwabe n 36 Prozent. In
der Pfalz ist die Beschlußfassung über den Hunatz
dem ständigen Landratsausschuß vorbehalten.
Die vorgeschlagenen Kreisumlagen
für 1915 sind in sämtlichen Regierungsbezirken,
mit Ausnahme von Niederbayern, die gleichen
wie für 1914; in Niederbayern wird eme Erhöhung
der Kreisumlage von 45 auf 48.5 Prozent
vorgeschlagen. „,
B#wersches Hberlend.
Reischenhart bei Raubling, 9. Nov. Am
Samstag, den 7. Nov., abends halb 5 Uhr,
brach aus bisher unbekannter Ursache im Gütleranwesen
des Joh. Peressine ein Feuer aus,
dem das Wohnhaus mit angebautem Stadel
zum Opfer fielen. Gerettet werden konnten nur
1 Kuh, 2 Ziegen und einige Mobiliarstücke. Der
Schaden beträgt zirka 6000 Mark, ist aber durch
Versicherung gedeckt.
Bruckmühl, 9. Nov. Der Konsumverein
für Bruckmühl und Umgebung hält am Sonntag,
den 15. Nov., seine Generalver, ammlung
ab. Der Umsatz ist um 16 800 Mark von
77500 Mark auf 94 300 Mark, die Mitgliederzahl
von 272 auf 341 gestiegen. Der Verein
blickt auf ein 10jähriges Bestehen zurück.
Hrien, 9. Nov. VBiel „Liebes und Gutes“
wird hier am Chiemsee unseren Soldaten
zuteil. Ganz bgsonders dürfte erwähnt werden
die Nachkirchweih im Hause Anner. Zu
einer feinen Fischpartie waren sie gekommen,
unsere wunden Krieger mit ihren Pflegern, und
wer nicht gut zu Fuß war, wurde im Auto
gebracht. Es war ein Vergnügen, zu sehen, mit
welcher Lust die Rarität des Chiemsees, nahezu
300 Stück knusperig becbasener Fische,
verzehrt wurden. Musik und Gesang würzten
das Mahl, bei dem auch guter Stiff nicht
fehlte. Die Spenderin, Besitzerin des schönen
Forstnerhauses, F#au Anner in Sto, erntete
allseits Lob und Dank.
Wasserburg, 9. Nov. Ein Dop velsubilkum
kann morgen ferr Peter Atzepböc, Schmied
dahier, begehen. Am 10. Nov. werden es 50
Jahre, daß 5 in leinen. Handwerk tätig ist
und zugleich 40 Jahre, er sich mit seiner
Frau Anna, geb. Gabrerdal verehelichte.
Grafing, 9. Nov. Ein beliêbter Bürger
von Grafing, Apothekenbesitzer Thom. Salliter,
nach kurzem Leiden im 63. Lebensjahre
gestorber.
Bolzkirchen, 9. Nov. Gestern Nacht ent.
stand in dem Dachraum des Zmmeermeister,
Seidl in der Bahnhofstrabe ein Brano.
konnte gelöscht werden, ehe noch !E—
Schaden angerichtet war.
Lee 9. 28 Die Bäermeister vor von
ernsee machen #et, daß nur mehr Ein
herp dne NJ“ werden darf mit
10 roz. Koggenmehizufah. Es dürften somit
ukunft Semmeln usw. nicht mehr gemacht
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tslosen werden den zuständigen zu
Ueber Sesheuun vom
Tagtäglich werden neue Gesuche um Zurück-16
vom Heeresdienst eingereicht, welsche häufig
der stichhaltigen Grund- entbcheen und somlt
abgewiesen werden mu
In dieser schweren HAuegsvelt braucht das
Vaterland alle waffentüchtigen Männer, um
unsere Feinde von den deutschen Grenzen fernlten
und die Entscheidung der Waffen im
indesland zu erringen. Niemand, der ein Gesuch
um Zurückstellung einbringen will, darf
denken: „Auf den einen wird es wohl gerade
nicht ankommen!“ Im Gegenteil! Jeder ist
hlötig, und zwar nötiger als daheim! Jeht
heißt es eben, so viel Verständnis und Ueberwindung
zeigen, daß man die eigenen Interessen
weit, weit hinter die des Vaterlandes setzt.
Nur im wirklichen äußersten Notfall lassen
die bestehenden Vorschriften eine gänzliche Befreiung
oder eine Fitweilige Zurückstellung vom
Heeresdienst zu. as aber unter dem äußersten
Notfall wirklich zu verstehen ist, darüber
vird derjenige, der die n Verobsnnnen des Krieges
kennt, wesentlich anders denken, als dergege,
der vom Kriege selbst fast nichts verspürt,
als daß er mit größeren Schwieri Keiten
in der Bestellung der Felder, oder in der
führung eines Fabrikbetriebes, oder im Be.
setzen von Kanzleistellen usw. gepenüber der
Zeit des Friedens zu kämpfen hat
In solchen Fällen muß eben vanach getrachtet
werden, Ersatz zu finden und einzuarbeiten.
Für letztere Zwecke dient die zeitveilige
Zurückstellung. Die Gesuchsteller
müssen während der Zurückstellung
sich nach einem Ersatz umsehen. Tun
sie das nicht, so laufen sie Gefahr, bei einer
Wiederholung des Gesuchs eine Abweisung
erfahren. Das Vorbringen, daß in den
Verhältnissen keine Aenderung eingetreten
66 kann als eine stichhaltige Begründung
nicht mehr angesehen werden.
Daß die Beschaffung eines Ersatzes in der
Jegel Opfer fordern wird, ist einleuchtend.
Solche Opfer aber müssen willig getragen werden,
im Hinblick auf die Tatsache, daß der Feind
von den Heimatgrenzen ferngehalten wurde!
Wie würde es jetzt bei uns aussehen, wenn Franz#en
und Engländer, Russen und Serben im
Lande hausen würden? Dagegen erscheinen die
gegenwärtigen Opfer des Einzelnen doch recht
ein«
Aus den gleichen Gründen können Beurlaubungen
von vor dem Feinde stehenden Unteroffimeren
und Mannschaften nicht genehmigt
werden. Die Truppenteile, die im Feindesland
stehen, brauchen jeden einzelnen Mann. Gesuche
um Beurkaubungen können daher niemals
bvertreten werden.
Hagen, Major 5. D., Bezirkskommandeur.
Kommnnales.
stfung des Kollegiums der Bemeinbes
Bevollmächtigten in RNosenhelm,
Mittwoch, den 11. November 1914,
vorm. halb 9 Uhr.
Tagesordnung:
1. Bekanntgabe magistratischer Zuschriften.
2. Forterhebung des Lokalmalzaufschlage.
3. Abänderung der Baulinien, hier Vereinbarung
mit der prot. Kirchenverwaltung.
4. Instandsetzung des Jsolierhauses im slädt.
Krankenhaus.
5. Straßen= und Wegunterhaltung.
b. Elektrische Siremabgabe an das Vereinslazarett
Kaiserba
7. Sammlung für Se Lothringen.
8. Notstandsarbeiten.
9. Errichtung einer Volksküche.
10. Bauliche Instandsetzung im Elmaierhaus,
hier Etatsvariant.
Geheime Sitzung:
1. Elektrische — im Rathaus.
E. Hausstättergütk. .
Rosenheim, 10. Novbr.
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
Aois Enders, Wagenwärter aus Nosenheim,
gesiorben insiolge eines Unfalles in Belgien;
Josef Geisberger im 1. Jägerbataillon esi
sing, zuletzt Hausmeister in der Bahnhofrestauratton
Rosenheim; Anton Leichtl, Unteroffiner
im 15. Res.-Inf.-Agt., Neffe des Wagner-W
! in Rosenheim, gefallen in
pfen; Frater Maurus mas
—*- Klostergertner pon Reisach,
rmam im 1. Iuf.-Rat.; Hans Ellteinmetz
aus Kiefersfelden, Unteroffi-*
n im 1. B Rgt.; Leutnant
a Artur Kunltler, — Fer Wollbecen
ebait Bruckmühl; chuher,
vwn — eid
im Kranlenhaus
St. Georg in HSambur Miller,
heufsber soi in aheaie , Wehrmann in
3. Res.- Michael yr, Bergmann
aus Mies Hih im 2. N Igt., ge-
9
s
3
lorben im Lazarett in Stratburg; Jakoh