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ersteren gewesen; es entstand nach und nach, wie neue Verhaͤltnisse
sich ausschlossen, eine ganz andere Schätzung der
Dinge, als jene erste unverkennbarste Sensation war, da
man noch den Namen von Rosenfeld auf dem Epitaphium
verschwieg.
Man hat schwerlich je feierlich mit einander darüber
Alles in's Reine gesprochen; denn viele Dinge dieser Art entstehen
oft weit leichter durch stilles wechselweises Jusammentreffen
beider Parteien, als daß denn schwarz auf weiß gesetzt
werden sollte, Markgraf Karl, ob er schon nur ein
Sohn der Ursula von Rosenfeld sey, sollte doch als vollguͤltiger
Fuͤrstensohn ein regierender Nachfolger seines Vaters seyn.
Dieß Letztere, wenn es je geschah, geschah gewiß so im Geheimen,
daß ein Verträg solchen Inhalts schwerlich jemals
in's Publikum kommen kann.
Vergessen hat man aber doch nie, wie glücklich eine
Ursula von Rosenfeld gewesen, sey. In Pforzheim nie ver—
gessen, welcher Punkt bei den Streitigkeiten mit dem Baden-Baden'schen
Hause, da die Eikische Geschichte ausbrach, nicht
zu berühren seyn möchte, und auch in Baden nicht vergessen,
welchen Punkt die regierenden Verterm in Pforzheim um eigenen
Interesses willen nie berühren dürften.
Als Markgraf Eduard von Baden-Baden 4593 mit seiner
Eikischen Vermählung zum Vorschein kam, so war man
zwar in Pforzheim höchst aufgebracht über diese Vermählung,
aber den Punkt der Mißheirath hat man sorgfaltig vermieden,
oder höchstens nur vorübergehend berührt. Man zweifelte
weit lauter an der Rechtmäßigkeit dieser Ehe, als an der
Gleichheit derselben..) Man wollte nach dem Tode des von
—
*) Dieser Bemerkung widerspricht folgende Stelle aus Pfanners
bist. pacis Westphal. p. 588: