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tes, kriegerisches Nomadenvolk, und hoͤchst furchtbar, wie Nomaden
zu seyn pflegen, wenn sie die Kriegslust anweht.
2. Was man vor den Zeiten der Araber von ihrer Geschichte
weiß, sind nur wenige Bruchsiücke. In der sogenannten
alten Geschichte erschienen sie im Südwesten Asiens wahrscheinlich
nur einmal, und diese Erscheinung war schnell
vorübergehend. Die Revolution aber, die ungefähr ein paar
55% Menschenalter vor Muhammed unter ihnen ausbrach, und
580 im Nordosten von Asien große Reiche entstehen machte, wurde
zwar auch im Byzantinischen Reich und an der Ostgränze
von Deutschland mächtig empfunden, weil nicht leicht in jenen
Zeiten ein Völker= oder Horden-Gedränge am Altar entstund,
ohne daß sich die Bewegungen bis nach der Donau hin
forttrieben. Doch traf auch diese Revolution die südlicheren
Länder, auf denen um diese Zeit das Haupt- Augenmerk der
Geschichte ruht, nicht unmittelbar. Gesandtschaften giengen
zwar von Constantinopel nach der Horde des Türkischen Großchans,
und Gesandtschaften kamen von Großchan an den Byzantinischen
Kaiser, auch wurden Allianzen beider hohen Mächte
geschlossen; doch galt's nur dem gemeinschaftlichen Interesse
gegen das Persische Reich.
Die ältere Geschichte der Türken vor der Entstehung der Osmanie
schen Dynastie und zum Dheil noch die Entstehung der Osmanischen
Dynastie selbst, hat Deguignes in seinem bekannten
Werk listoire des Uuns sedd. trefflich aufgeklärt. Auch kann
bei manchen Theilen dieser Geschichte Herbelots bibliothedue
orientale mit großem Nutzen verglichen werden.
3. Allein seit den Zeiten des Arabischen Califats ist ihr
Name bald auch am Tiger, Euphrat und Nil oft mit Schrekken
genannt worden. Die Kalifen recrutirten ihre Garde und
ihre Armee, die in den ösilichen Provinzen garnisonirte, mit
aufgckauften oder auch gemietheten jungen Türken, und ver—
gaßen