Metadata : Gesetzsammlung für das Fürstenthum Reuss Jüngerer Linie. Sechsundwanzigster Band. 1907-1909. (26)

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Staatsbehörden  mit  Militäranwärtern  und  Inhabern  des  Anstellungsscheins
anzulegen,  in  welche  die  Stellenanwärter  nach  dem  Tage  des  Einganges  der
ersten  Meldung  eingetragen  werden.  War  die  Befähigung  noch  durch  eine
Prüfung  (Vorprüfung)  nachzuweisen,  so  kann  die  Eintragung  auch  nach  dem
Tage  des  Bestehens  der  Prüfung  erfolgen.

(2.)  Bei  der  Besetzung  erledigter  Stellen  sind  unter  sonst  gleichen  Verhältnissen
  Unteroffiziere,  die  mindestens  acht  Jahre  im  Heere  oder  in  der  Marine
aktiv  gedient  haben,  in  erster  Linie  zu  berücksichtigen.

(3.)  Bewerbungen  um  noch  nicht  freigewordene  Stellen  sind  alljährlich
zum  1.  Dezember  zu  erneuern,  widrigenfalls  sic  als  erloschen  gelten.

(I.)  Die  als  Stellenanwärter  für  den  Unterbeamtendienst  vorgemerkten
Inhaber  des  Anstellungsscheins  bilden  eine  besondere  Anwärterklasse.  Sie  dürfen
nur  dann  einberufen  werden,  wenn  keine  Militäramwärter  vorgemerkt  sind  oder
wenn  sich  keiner  der  vorgemerkten  zivilversorgungsberechtigten  Stellenanwärter
zur  Annahme  der  zu  besetzenden  Stelle  (Unterbeamtenstelle)  bereit  findet.

(5.)  Stellenanwärter,  die  an  Stelle  des  Zivilversorgungsscheins  nachträglich
  die  Zivilversorgungsentschädigung  oder  die  einmalige  Geldabfindung
wählen,  haben  hiervon  die  Anstellungsbehörden,  bei  denen  sie  vorgemerkt  sind,
in  Kenntnis  zu  setzen  und  sind  in  den  Bewerberverzeichnissen  zu  streichen.  Im
Falle  der  Wiederwahl  des  Zivilversorgungsscheins  oder  der  Wiedererstattung
der  einmaligen  Geldabfindung  werden  sie  auf  Antrag  mit  dem  Tage  des  Einganges
  der  neuen  Meldung  wieder  in  das  Bewerberwerzeichnis  eingetragen,
vorausgesetzt,  daß  sie  dann  noch  die  nötige  Befähigung  besitzen.

8  12.

(1.)  Wenn  für  Stellen,  die  mit  Militäranwärtern  usw.  zu  besetzen  sind,
keine  Bewerbungen  von  Militäramvärtern  usw.  vorliegen,  so  müssen  sie  im  Falle
der  Erledigung  von  der  Anstellungsbehörde  der  zuständigen  Vermittelungsbehörde
(Anlage  lI  zu  den  Grundsätzen  für  die  Besetzung  der  mittleren,  Kanzlei=  und
Unterbeamtenstellen  bei  den  Reichs=  und  Staatsbehörden  mit  Militäranwärtern
und  Inhabern  des  Anstellungsscheins)  durch  eine  Nachweisung  (Anlage  J  daselbst)
behufs  der  Bekanntmachung  bezeichnet  werden.

(2.)  Erledigte  Unterbeamtenstellen,  für  die  zwar  keine  Bewerbungen  von
Militäramwärtern,  wohl  aber  von  Inhabern  des  Anstellungsscheins  vorliegen,
brauchen  der  Vermittlungsbehörde  nicht  mitgeteilt  und  nicht  bekannt  gemacht  zu

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