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Die jetzt zu erzaͤhlenden Ursachen, wodurch diese Veraͤnderung
bewirkt worden, duͤrfen also nie einzeln betrachtet
werden, sie haben alle in der schoͤnsten Harmonie gewirkt;
die eine hier, die andere dort stärker; das zu zeigen, würde
allzu individuelle Erzählungen erfordern.
g. 8.
Von einem Apostel selbst gestistet worden seyn, einen
Apostel lange Zeit zum Lehrer gehabt haben, war kein geringer
Vorzug für eine Gemeine. Man betrachtete solche
Kirchen, die ohnedieß meistens in den ansehnlichsten Städten
waren, weil die Apostel ihr Licht nicht unter einen Scheffel
versteckten, als die sichersten Zeugen von der apostolischen
Lehre und den apostolischen Anstalten. Eine lange, bis an
diese erste Zeiten hin erweislich ununterbrochene Reihe von
Bischfen schien dieselbe zu Entscheidung der Ortho= oder Heterodoric
gleichsam zu berechtigen. Bei ihnen geschahen also
die häufigsten Anfragen; um ihren Beifall war es bei Entscheidung
einer Streitigkeit am meisten zu thun, und da
ohnedieß die damaligen christlichen Kirchen immer in Korrespondenz
und wechselsweiser Verbindung stunden, so mußte das
Ansehen einer solchen Gemeine, besonders wenn noch andere
äußere Umstände hinzukamen, in kurzer Zeit sehr hoch steigen.
Sie waren auch, wie leicht zu crachten, größtentheils
die Mutterkirchen der übrigen umliegenden Bißthümer, und
es blieb beständig eine Art vorzüglicher Achtung gegen die
Kirche übrig, von welcher man sich erinnerte, das Eoangelium
empfangen zu haben. Wie man von dort her den
nern Bemerkungen nicht vergessen haben, welche sich besonders
aus den Subseriptionen der Concilien, und aus andern kleinen
Nachrichten, die sich oft gleichsam bloß zu uns verloren zu haben
scheinen, ableiten lassen.