Begriff der Versorgung im Sinne der Dienstespragmatik. 211
Subjekt mit mehreren Prädikaten verknüpft ist, das Subjekt
in Bezug auf alle Prädikate die nämliche Bedeutung
haben muß, ist eine logische Nothwendigkeit, welcher
man sich nicht, wie versucht wurde, deshalb entziehen
kann, weil im Drucke die Prädikate durch Strichpunkte
und nicht durch einfache Beistriche von einander getrennt
sind. Wenn einem für mehrere Prädikate gemeinschaftlichen
Subjekte in Bezug auf die einzelnen Prädikate
verschiedene Bedeutungen unterlegt werden, so enthält
dies eine sogenannte nerckc## 5c chulo voc, die fruchtbare
Quelle der Trugschlüsse. Nun können das erste
Prädikat, welches der Art. XXIV § 1 von der Pension
aussagt und wonach dieselbe ihre Bestimmung allein aus
der Größe des genossenen Gehaltes schöpft, und das
dritte Prädikat, wonach die Pension nur die beiden Fälle
der Aktivität oder der Quiescenz in sich schließt, nur von
der Pensions größe, nicht aber vom Pensionsrecht
verstanden werden. Denn nur die Pensionsgröße wird
durch die Größe des vom Erblasser genossenen Gehaltes
bestimmt und schließt die beiden Fälle der Aktivität oder
der Quiescenz als weitere Bestimmungsgründe in sich,
während die Pensionsberechtigung sowohl von der
Größe des Gehaltes, als von dem Unterschiede zwischen
Aktivität und Quiescenz vollständig unabhängig ist und
nur voraussetzt, daß der Staatsdiener zur Zeit seines
Todes überhaupt einen Gehalt bezogen hat. Daher ist
es logisch schlechterdings nothwendig, auch das zweite
Prädikat, wonach die Pension alle Rücksicht auf das
Privatverhältniß des Reichthums oder der Armuth ausschließt,
zunächst als von der Pensionsgröße und nicht
vom Pensionsrecht ausgesagt, d. h. dahin zu verstehen,
daß bei Bemessung der Pension keine Rücksicht auf
das bezeichnete Privatverhältniß genommen werden solle.
Daß schon in einer der Pragmatik verhältnißmäßig noch
nahe liegenden Zeit der Art. XXIV § 1 in dem Sinne
verstanden wurde, daß er den Pensionsmaßstab regle,
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