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Angelegenheiten der Monarchie internalionalen
Charakter erhielten, sodaß die Monarchie gewisgermaßen
unter die Vormundschaft eines internationalen
Gerichtshofes gestellt werde. Der
Redner erklärte, er richte keine Frage an den Minister
des AMeußern; er würde schon die bbloße
cnraussecun beleidigend finden, daß der Minister
des Aeußern etwas anderes tun omne als
eine solche Zumutung entschieden zurückzüweisen.
Er wolle nur versichern, daß die ganze öffentliche
Meinung, jeder Staatsfaktor und selbstverständlich
auch die ungarische Delegation auf das
entschiedenste fordere, daß jeder Versuch, unsere
inneren Fragen zum Gegenstand einer Besprechung
zu machen, von vorneherein zurückgewiesen
werde. (Zustimmung.)
Graf Julius Andrassy schloß sich als Redner
der Regierungspartei den Bemerkungen des Grafen
Tisza an, mit dessen Ausführungen er sich
in vollkommener Uebereinstimmung befinde.
Hierauf ergriff Graf Czernin das Wort.
Er verwies auf die Stelle der Thronrede, wo#“
gesagt wird, daß wir das Schwert nicht aus der
Hand legen werden, solange nicht unsere Feinde,
ihren wahnwitzigen Aufteilungs- und Vergea###
Lü sene — ainzweideutig entsagt und
ihre Einmischung in die Geschide der Monarchie
aufgegeben haben. Der Minister stellte dann
noch fest, daß die große Mehrheit der österreichischen
Delegation den gleichen Standpunkt einnehme.
König Konstautin von Griechenland.
*Bern, 4. Dez. (Schweizerische Depeschenagentur)
König Konstanlin von Griechenland
hat am Montag die Klinik nach glattem Wundverlauf
vollständig geheilt verlassen.
Ein weiteres „Geschäf!“ Amerilas.
*Amsterdam, 4. Dez. Die Blätter verfeichnen
das Gerücht, die Vereinigten Staaten
ätten angeboten, Niederländisch-Westindien für
fünf Milliarden Gulden zu kaufen; die Vereinigten
Staaten würden den Niederlanden dann den
ungestörten Besitz von Niederländisch-Ostindien
gewährleisten.
Sotluce S#dsschen.
Der Rucktritt deswürttembergischen
Justizminislers.
*Stuttgart, 4. De# Der König hat, wie
der Staatsanzeiger meldet, den Justizminister
Dr. von Schmidlin seiner Bitte entsprechend unter
Anerkennung seiner langjährigen, treuen und
ausgezeichneten Dienste in den bleibenden
Ruhestand verseßt und den Wirkichen
Staatsrat Mandry zum Justizminister ernannt.
!r Adog. Stadthagen f.
Berlin, 5. Dez. Der sozialdemokratische
Neichstagsabgeorduete für Niederharnim, Arthur
Stadthagen, iit ##em schweren Lurgenleiden
erlegen.
Bowerischer Laudiag.
Die gegenwärtigen Verkehrsschwierigkeiten.
haben güfolge der schon gemeldeten Anregung des
g. Held am 3. Dez. den Finanzausschuß beschund.
Die Redner der verschiedenen nen
schilderten eingehend die Lage, namentlich im
Hinblick auf die Versorgung der Städie mit
den notwendigen Lebensmitteln und brachten
eine Reihe von Maßnahmen in Vorschlag, wie
die mißlichen Verhältnisse gebessert werden könnten.
Verkehrsminister v. Seidlein gab ein über-S
Das Stammbuch.
« Eine Plauderei von Waldblum.
Sonntag Nachmittag. Und welch ein Wetter!
Es regnet und [chneit durcheinander, wohl nicht
einladend zum Spazierengehen; wie gerne bleibt
man da zu Hause im behaglichen Stübchen und
gibt sich still er Beschoanth eit hin. Was tun?
Si nun, ich fange mal an, in der Schublade zu
stöbern.
mal gerne zur Hand nimmt und woran sich liebe
Erinnerungen tnũpfen. Sieh, schon fällt mein
Blick auf das Album. Ja wohl, das nehme
ich mal heraus und setz mich mit ihm an den
Tisch, das kann mir etliche Stündchen guter
Unterhaltung bieten, denn Blatt für Blatt enthält
ein liebes Gedenken an diese und jene
Freundin, mit der ich auf einer Schulbank geses.
sen. Bald trägt mich die Erinnerung über Tal
und Hügel, in ferne Orte, selbst übers Meer,
weßin das Schicksal diese und jene Kameradin
verschlagen. Darum ist mir das Album ein köstlicher
Schatz, dessen Wert man wohl erst in spä-#46#ren
Jahren zu schätzen vermag. Es versetzt uns
im Geiste in die Jugendjahre zurück und läßt
* [Uwandeln im Paradiese der Kindheit,
rchenwalde der Jugendzeit, wo die Bäuan
mit goldenen Blättern behangen sind, auf
deren Swäigen lich buntgefiederte Vögel wiegen
und wo blaue Blumen winken und locken u.
anfte Glödchen mit lilberhellem Klang uns
rufen. Und wir dringen weiter hinein ins Dillicht,
bis hin zum grünen Sce, auf dessen Flut
Da liegt so Vieles, was man wieder
lichtliches Bild von der jetzigen Verkehrslage:
Das Militär hat in der letzten Zeit die Transportmittel
derart in Anspruch genommen, daß
alle anderen Interessen Mruchen mußten. Der
Minister bekundete das größte Entgegenkommen
und versicherte, daß besonders für die Kohlenversorgung
getan wurde, was nach Lage der
Sache überhaupt geschehen konnte. Auch Sreger
minister v. Hellingrath gab die Zusicherung,
daß von seiten der Heeresverwaltung, soweit
nur möglich, die erforderlichen Maßnahmen zur
*Ninderung der Transportschwierigkeiten getroffen
werden sollen und stellte die Abkommandierung
von Mannschaften zn in Aussicht. Als Ergebnis
der vertraulichen Aussprache ist eine
Besserung der Verhältnisse zu erwaren.
des, und Bersenslsschnchen.
München. 5. % Auch am Mittwoch Vormittag
fand sich S der König im Militärpaketamt
im neuen Holzkirchener Bahnhof ein
ind machte einen längeren Rundgang durch alle
Räume, in denen die Senrungen für das Feldheer
aufgestapelt sind, die als Weihnachtsliebesgaben
in den nächsten Tagen zum Versand kommen.
Es befinden sich darunter auch Weihnachtsgaben
des Königs, die an jene Regimenter
gehen; deren Inhaber der König ist.
Seine Majestät der König hat dem Deutschen
Museum den Betrag von 30 000 Mart aus
Stiftungemitteln überwiesen.
HKänch#ser Neuigfellsn.
ünchen. den 6. Sczember.
Ertavpter Postdieb. Ein Postoberpackmeister,
der schon seit 26 „JIohren im Dienste
steht, brachte am 3. ds. das Muster einer
Tapetenrolle in ein Tpetengeictaft an der Hakkenstraße,
um von diesem Muster noch mehrere
Nollen zu bestellen. Dem Geschäftsinhaber fiel
§* auf, daß diese Tapete das gleiche Muster
Hiicbie, von dem ihm ein größeres Paket vor
einigen Wochen abhanden gekommen war. Bei
der sofort vorgenommenen Haussuchung in
der Wohnung des Postoberpachneisters fanden
sich eine große Menge von geslohlenen Sachen,
darunter 26 Scheren, 9 neue Taschenmesser,
große Mengen Anzug- und Mestenftoffe. Lebenomittel
und eine Schachtel, die von einem
geslollenen Nachnahmepaket herrührt, vor. Der
ungetreue Beamte wurde festgenommen.
Folgenschwere Verwechslung. In
einer Münchner Apotb eke wurde im vergangenen
Sommer infolge eines Versehens einer Angestellten
ein Atropin- und Kolainpraparat als Hu
stensaft verkauft. Dieses Versehen hatle gesund-Leitliche
Schädigungen bei Kindern zur Folge.
Gegen eine Laborantin der Apothele wurde nun
Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung
erhoben.
Ein unaufgeklärtes Verbrechen. Zu
dem Mord an dem Holzbildhauer Mario Vianello
melden die Abendblätter: Nach den bisherigen
Feststellungen ist Vianello das Opfer
eines Verbrechens geworden. In der Theresienstraße
besaß der Ermordete ein gut gehendes
Geschäft. Er wurde am Montag Abend das
letztemal gesehen, als er mit einem Herrn in
seine im ersten Stocke des Gartengebäudes gelegene
Wohnung ging. Am Dienstag öffnete
man gewaltsam die Wohnung und fand Vianello
tot in seinem Bette. Rock u. Weste hingen über
emer Stubllehne. Der Polizeiarzt stellte am
linken Schulterblatt eine kleine Einschußöffnung
fest; auch Rock und Weste wiesen eine Durchlöcherung
auf. Die behördlichen Erhebungen haben
bisher zu keinem Ergebnis geführt.
sich schimmernde Nosen schaukeln; wir warten begierig,
es möchte ein Elflein aus tiefem, nassem
Grunde steigen und uns ein goldeneo Krönlein
bringen! Suchende, irrende Kinder im
Märchenland der Phantasie, wie schnell hat des
Lebens Prosa euch herausgeführt aus diesem
Zauberreich, der rauhe Sturm hat die Bäume
der goldenen Blätter entlaubt und statt des erlofften
goldenen Krönleins Hlocht euch das
Schicksal ein Dornenkränzlein!
Bevor ich Dir, lieber Leser, das Album aufschlage,
muß ich Dir noch sagen, daß der Name
Album vom latein. albus, (weiß) herstammt
und im allgemeinen jede weiße Fläche oder
Tafel bedeutet, mit dem besonderen Zwecke, Bemerkungen,
Bekanntmachungen usw. aufzunehmen.
don die Römer bedienten sich eines
Akbbumspräctorie; sie bezeichneten so eine gewöhnlich
mit Gips überzogene Tafel, die bei der
Rednerbühne aufgehängt wurde, und eines Albums
Pontificunt zur Aufzeichnung von
Staatsdenkwürdigkeiten. Das späle Mittelalter
und die Neuzeit kennen geschriebene und gedruckte
Albums. Die ersteren, die bis vor lurzem
die Alleinherrschaft besaßen, zerfallen wieder
in die beiden Gattungen der Fremden- und
Stammbücher. Daß sich die Besucher von Klöslern,
Gasthäusern, Muscen und Orten, wo Merkwürdigkeiten
gezeigt werden, in ein Album einschreiben,
sollecp dle Mönche der Grand Chartreuse
des hl. Bruno zuerst eingeführt haben.
Die Stammbucher sind fünger, aber immer
noch alt genug, um eine lange Geschichte zu hasonderer
Betonuno der Unkoiten.
Baserische Canbesprütungsstelle
Am Freitag, den 30. November 1917 tagte
auf Einladung des Vorsitzenden der Bayerischen
Landespreisprüfungsslelle, Präsident Dr. Jahn
m. Münchner Rathause die Bollversammlung
des Beirats, verstärkt durch die Abordnungen
einer Anzahl roͤßerer reißprkfungesteiten, im
Beisein von Hertretern des Staatsministediums
des Innern und *ne Leriatemone
um über die Reform der Kriegswuchergesetzgebung
zu beraten. Den Vrbandlungen lagen die
Ergebnisse des am 25. Oktober Augsburg
stattgefundenen 4. u e 3 Preisprusertages,
über die seinerzeit in der Prefse berichlet
wurde, zu Grunde. Die Besprechungen, an
denen sich die Vertreter aller Interessentenkreise,
namentlich des Handels und des Verbrauches
beteiligten und die den ganzen Tag in Anspruch
nahmen, zeigten Einverständnis darüber, daß
eine straffere Erfassung des Kriegewuchers not.
wendig ist und zwar nicht nur binsichtlich des
Strafausmahes, sondern namentlich auch hinsichtlich
der unter die Bestrafung zu stellenden
Vorgänge.
Die Zweckmäßrgkeit, auch einen Teil der Leistungen
zur Deckung des täglichen Bedarfe im
Preise zu binden, wurde anerkannt. Eingehende
Erörterungen ergaben sich über die Frage, was
unler dem Begriff „Bedarfsgegenstand“ zu ersehen
sei, ob und inwieweit bei der Preiswürdigung
der Marktlage und dem Marktpreife Rechnung
zu tragen sei, ferner ob und inwieweit Erwägungen
der Nahrungspolitik oder den wechselseitigen
Wertbeziehungen der einzelnen Bedarfsgegenitände
unter einander ein Einfluß
eingeräumt werden dürfe. Die weitere Frage,
welche Preise bei der Berechnung der Selbstkosten
anzuerlennen seien oder nicht, wurde unter bevon
Zinsen.
Anortisationskosten, Risikoprämien, Rabatten,
Ugentenprorisionen, Reklamekosten und der
Kriegsunterstützungen, einer sorgfälligen Prilsung
unterzogen. Endlich war die Frage, wie
der Reingewinn zu berechnen und in welchen Beziehungen
er zu cem Friedensgewinn gebracht
werden soll, sowie die Frage der Zulässigkeit
von Durchschnikkspreisen. Gegenstand der Ausspra
Eienig wurde der Wunsch geäußert, daß
die vorgeschlagenen Grundsatze der Preisbildung
sich allgemein, also auch bei den mit dem Erlaß
von Höchstpreisen betrauten Stellen und den
kriegswirtschaftlichen Organisationen durchsehzen
möchten. Endlich wurde die immer dringlicher
werdende Notwendigkeit der Einführung eines
Buchführungs- und Buchverwahrungszwanges
anerkannt und eine Reihe von preislechnischen
Fragen der ebllergangswirtschaft bPrrührt.
Wen auch bei den naturgemäßen Gegensätzen
der Auffassung der verschiedenen Interelsenten
in manchen Punkten keine Einhelligkeit
der Beschlußfassung erzielt werden konnte, so
ergaben die Verhandlungen doch eine erfreuliche
Klärung aller einschlägigen Fragen und eine
Fülle verwertbaren Materials, welches den mit
der Reform der Krieg gswuchergesetzgebung zurzeit
befaßten Reichs seellen alsbald zugeleiter
wird.
BHayerische Nachrichten.
Erkraukungen in Ingolstadt. Bei
einigen Truppenteilen des Standorts Ingolstadt
traten in den letzten Wochen gehäufte Fälle von
sieberhaften Darmkatarrhen auf, die alle einen
leichten Verlauf nahmen. Die Kranken sind größtenteils
wieder fieberfrei. Eine bestimmte Ursache
der Erkrankung ist nicht sicher festgestellt
worden, doch ist angunehmen, daß eine Nalben.
Schon vor dem 15. Jahrhundert war es
in Deutschland bei Adeligen, Gelehrten und Studenten
Gewohnheit geworden, sich eine Sammlung
weiszer Blätter anzulegen, die Verwandten,
Bekannten, Gönnern und Freunden vorgelegt
wurden, um sich zum Andenken einzuschreiben
und einzuzeichnen. Ein solches Stammbuch war
ein Archiv über den ganzen gesellschaftlichen
Kreis und der Inhalt modelte sich ganz nach
damaligem Zeitgeschmack in Poesie und Kuntt,
sodaß auch die Stammbücher ein erwünschter
Tummelplatz für Wappen und Sinnbilder mit
linzugefügten Wahlsprüchen oder anderen Denkversen
wurden. Die zweite Hälfte des 16. Jahr--hunderts
brachte, um dem Mangel an eigener
Erfindung zu Hilse zu kommen, gedruckte
Stammbücher in Holzsnitt und Kupferstich,
die jent zu den größten bibliothekarischen Seltenheiten
gehören. Die älteren Stammbücher
wurden von feher teils wegen der Autogramme
namhafter und berühmter Personen, teils wegen
der Zeichnungen und Malereien, womit sie
Ufters geschmückt wurden, von Kunst- und Anliquitätenhändlern
eifrigst gelemmet. Eine der
bedeutendsten Sammlungen solcher
Urkunden besiten
das Nürnberger und das Frankfurter
Museum, auch die Bchriotheken in Wien, Berlin
und München besitzen Vortrefflich-s.
Als die Schranken wischen dem Adel und den
übrigen Ständen fielen, und die Heraldik ihre
Wichtigkeit und ihren Wert n entsprachen
auch die Stammbücher ihrem Mamen nicht mehr,
erhielten sich aber noch so lange die Perückenzeit
rungsmittelinfeltion vorliegt. Alle gebotenen
Nori#l rungen sind getrofsen worden.
Leichenfsund. Am 2. Dezember wurde am
östlichen Teil der Station Siegelsdorf (Obfr.,
nach Auefal, Bt des sahrplanmäßig um 7,51 Uhr
abends nach Wurzdarg abgehenden essen,
zuges der 17 jährige Taglöhnerssohn Mi
Grillenberger von Langenzaun mit abgefa u
nem Kopfe und weiteren tödlichen Verletzungen
zwischen den Schienensträngen dis ersten Gleiseliegend
aufgefunden. Der Hergang des Unsalles
iit noch unbekaͤnnt.
aueruches Oberlons
Inzell, 4. Dez. Der 16jährige Sägewerl-Cesitzeresoln
Anton Dießbacher von hier war
heute vormittag mit seinem Bruder beschäftigt,
das vereiste Mülllrad sreizumachen, trat
unvorsichtiger Weise auf eine, Schaufel des Nades,
als dieses plötlich in 2 Bewequng kam und
il,n mit hineinzog. Der Tod in augenblicklich
eingetreien.
Bad ZReichenhall, 5. DTez. Am Freitag
wurden zwei vermummt gehende Wilderer auf
den Spechtlöpfen am Hod schlegel von einem Jäger,
der sich in der Gegend auf der Spitze befand,
wolrgenommen. Zwei hiesige Jäger lamen
von unten herauf. so daß die beiden Burschen
in der Klemme saßen. Sie versteckten sich
unter einer Fichte und es gelang ihnen zu entkommen,
wobei der eine einen 60 Meter tiesen
Abl ang Dinabstürzie, aber anscheinend nur unbedeutende
Verletzungen erlit: denn bei den
Nachforsckungen war er bereits verschwunden.
Ein Abschraut gewelr nebit Rudsack und einer
geschossenen Gemse mußte bei der Flucht im
Stich gelassen werden.
—
Sobald am Morgen d's 10. April 1917 nach
shehustündigem „Trommelfeuer der französische
Ifanteriennarif gegen die Stellung eines Reserve-
Juf.H Neg. bei C. einĩetzte, sprang als einer
der ersten Unteroffizier Franz Vodermeier der
12. Kompagnie von Amerang. B. A. Wasserburg,
Bauernsohn zu Obing, B. A. Traunstein
und Inlaber des Militär-Verdienstlreuzes wie
des Eisernen Kreure est aus dem Untertretraum:
der Mannschaft und' beriente im stärkiten Artil
lerieteuen mit seltener Todesverachtung und
großem Geschic ein Maschinengewehr so erfolgreich.
daß die anstürmenden Haufen länge
des L#aiedammes liegen blieben. womit der
Angriff gegen den Kompagnieabschnitt vollfländig
zusammenbrack. Auch als die Kompagnie
wegen der andauernden Sleigerung des Gesch
üzseners wieder Deckung nehmen mußte. be
lies Vodermeier aus freien Stüden sein Geweler
in Stellung und schoß ohne jede Aufforderung
und unbetummert um die allenthalben
einschlagenden schweren Granaten den ganzen
Vormittag auf den in einen Nachbarabschmitt
eingedrungenen Feind. der infolgedessen weitere
Fortschritte nickt mehr machen lonnte. (/(Silberne
Medaille.
"oslsachrihten.
Rosenheim, den . Dezember.
Auszeichnungen im Felde. Pionier
Hermann Gaßner hat sich in Flandern das Eil.
Kreuz 2. Kl. erworben. Sein Bruder Aloi-Gaßner
hat die aleiche Auszeichmung im vorigen
Jahre an der Somme erhalten. Beid- sind
Söhne des Schmieds Josef Gaßner in der Firma
Bernrieder. Der Vater selbst üeh:t seit Be-
dauerte. Am langsten brieben Siudemten und
Schüler bei der alten Gewohnheit und die
Stammbuchlieb aberei mag in Deutschland in
Hochschulen. in Erxziehungsinstituten oder als
Unterhaltung für Knaben und Mädchen wobl
nicht ganz erloschen sein, wurde aber doch immerl
in im Laufe der Zeit geschwächt, und es
wäre nur freudig zu begrußen. wenn, wie so
viel Allüväterliches, auch diese Sache erneuerte
Gunst fände und das Album wieder seinen
Rundlauf begänne zur gegenwärtigen und frateren
Freude seines Besitzers.
Zetzt hab ich aber, lieber Leser. Deine Geduld
auf eine lange Probe gestellt, denn ich
denke mir. Du möchtest von den Albums, die
vor mir liegen, zu hören bekommen. Ich beginne
mit dem Aeltesten. das mir ein gütiger
Zufall in die Hand vielte. Es ist ein Schächtelden,
dessen Spruch am Deckel schon besagt, welchen
Inhalt ve birgt:
Jedem Freunde, jedem edlen Mädchen
Sedem. der uns Fehler gern verzeiht,
Jedem Guten, der uns seinc Rechte beu.
Jedem Edlen sei ein Bläftchen
In des Freundes Sammlung hier geweiht.
Oefjsnen wir: Hier das oberste Blätichen, ein
reizendes Aquarellbildchen mit der Unterschrift:
Von der Jungser Agues Killerin 1814. Und
bier eine Jeichnung, eine agellamscha au#
einem der Hügel ein Häu wöhrend vom
Walde herauskommend ein M#am im Sonntagsrock
schreitet und auf das Häuschen zeigt.
Dabei der Soruch: