Metadata : Geographie für Volksschulen.

VII

Stempelung  die  Benutzung  des  zu  dem  niedrigsten  Flüssigkeitsstandrohre  gehörigen
Abflußrohres  so  ausgeschlossen  wird,  daß  sie  nach  der  Aichung  ohne  Verletzung
der  Stempel  nicht  mehr  thunlich  ist.

Artikel  3.

Bis  auf  Weiteres  sind  die  nachfolgend  aufgeführten  Abweichungen  der  Maaße
und  Meßwerkzeuge,  Gewichte  und  Waagen  von  den  geltenden  Vorschriften  nicht
als  solche  Vorschriftswidrigkeiten  zu  erachten,  welche  die  betreffenden  Gegenstände
im  öffentlichen  Verkehr  unzulässig  machen:

I.  Abweichungen  von  den  Vorschriften,  betreffend  die  Stempelung.

a.  Alle  Stempelungen  mit  einem  derjenigen  älteren  Stempelzeichen,  welche
in  der  Form  und  sonstigen  Anordnung  der  Stempelzeichen  den  Vorschriften  im
§.  79  der  Aichordnung  vom  27.  Dezember  1884  genügen,  jedoch  statt  der  Buchstaben
  D  R  (Deutsches  Reich)  eine  der  Buchstabengruppen  N D  B,  GHB,  G H
(Norddeutscher  Bund,  Großherzogthum  Baden,  Großherzogthum  Hessen)  enthalten.

b.  Unvollständige  Stempelungen  der  Eintheilungsflächen  von  Längenmaaßen,
sobald  nur  die  Stempelungen  an  den  Enden  der  Maaße  in  genügender  Deutlichkeit
vorhanden  sind,  und  Stempelungen  von  Präzisionsmaaßen,  welche  durch  Aufschlagen
  der  Stempel  statt  durch  Aufätzen,  wie  es  nach  §.  5  der  Aichordnung
vom  27.  Dezember  1884  vorgeschrieben  ist,  erfolgt  sind.

c.  Unvollständigkeiten  der  Stempelungen  auf  den  Löthfugen  der  Blechmaaße,
sofern  an  den  bezüglichen  Maaßen  Mängel  nicht  ersichtlich  geworden  sind,  die  mit
der  Art  ihrer  Stempelung  zusammenhängen.

d.  Stempelungen  von  Meßwerkzeugen  für  Flüssigkeiten  auf  Siegellack,
sofern  dieselben  noch  deutlich  erkennbar  sind,  ferner  Stempelungen  dieser  Meßwerkzeuge
  auf  Zinnloth,  sowie  überhaupt  unvollständige  Stempelungen  derselben
statt  der  im  §.  15  der  Aichordnung  vom  27.  Dezember  1884  vorgeschriebenen,
sobald  nur  die  vorhandenen  Stempelungen  hinreichend  sind,  um  die  Angaben  der
Meßwerkzeuge  vor  nachträglichen  Abänderungen  zu  sichern,  und  sobald  die  auf  den
Meßwerkzeugen  enthaltenen  Angaben  der  einzelnen  Maaßgrößen  als  hinreichend
unveränderlich  und  untrennbar  von  dem  Meßgefäße  zu  erachten  sind.

e.  Stempelungen  von  Waagen,  welche  an  anderen  Stellen  oder  auf  anderen
  Materialien  oder  nach  einem  anderen  Verfahren  ausgeführt  sind,  als  im
§.  67  der  Aichordnung  vom  27.  Dezember  1884  vorgeschrieben  ist,  sofern  die
Stempelzeichen  deutlich  genug  erkennbar  sind.

f.  Stempelungen  von  Thermo-Alkoholometern,  welche  auf  den  in  den
Glasumhüllungen  eingeschlossenen  Papierskalen  ausgeführt  sind.