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5) die auf ihn gefallene Stimmenzahl;
6) die Beurkundung, daß den Ausstellern der Wahlurkunde kein Grund bekannt ist,
aus welchem der Gewählte für unfähig zu halten wäre, die Wahl anzunehmen,
oder die Erklärung ihrer Zweifel gegen seine Wahlfähigkeit.
Gleichzeitig mit der Ausfolge der Wahlurkunde an den Gewählten hat der Wahlkommissär
ein Duplikat derselben an das Ministerium des Innern einzusenden.
Der Gewählte kann die Wahl ablehnen. Ist er mehrfach gewählt, so steht ihm
die Entscheidung zu, welche der auf ihn gefallenen Wahlen er annehmen will.
Im Falle der Annahme hat er die ihm ausgefolgte Wahlurkunde sofort behufs
seiner Legitimation an den ständischen Ausschuß, bei versammeltem Landtage aber an
die Abgeordnetenkammer einzusenden.
Ari. 21.
Die Wahl ist ungültig, wenn wesentliche Vorschriften für das Wahlverfahren
unbeachtet geblieben sind, und weder eine nachträgliche Ergänzung möglich, noch nachgewiesen
ist, daß durch die Nichtbeachtung der betreffenden Wahlvorschrift das Ergebniß
der Wahl materiell nicht beeinflußt werden konnte.
Außerdem ist die Wahl ungültig, wenn der Gewählte zur Zeit der Wahl wahlunfähig
war, oder sich, um bei der betreffenden Wahl Stimmen zu erhalten, einer Bestechung,
einer Erpressung oder eines Betrugs schuldig gemacht hat.
Art. 22.
Der ständische Ausschuß, beziehungsweise die Abgeordnetenkammer, hat die Legitimation
der Gewählten zu prüfen.
Letzterer steht in allen Streitigkeiten über die Legitimation und über die Gültigkeit
einer Wahl die Entscheidung zu. Wegen Nichtbeachtung der Vorschriften für das Wahlverfahren
kann eine Wahl nach Ablauf von 15 Tagen vom Eintritte des Gewählten in
die Abgeordnetenkammer an nicht mehr beanstandet werden.
Anfechtungen einer Wahl von Seiten Dritter sind vor Eröffnung des Landtags bei
dem ständischen Ausschusse, bei versammeltem Landtage dagegen bei der Abgeordnetenkammer
anzubringen.