Nicht berechtigte Jagdausübung. 3
ten in den umschlossenen Raum verhindert und demselben
dadurch zu erkennen gibt, daß der betreffende
Besitzer das Betreten dieses seines Besitzthumes
durch andere, hiezu nicht berechtigte Personen zu
dulden nicht Willens sel. Die bezügliche Vorrichtung
braucht nur relativ zur Verhinderung des
Eintretens geeignet zu sein, nicht aber ein unüberwindliches
Hinderniß darzubieten; sie muß unbeweglich,
d. i. mit dem Boden fest verbunden
sein, gleichgiltig, ob sie ganz oder theilweise von
Menschenhand oder durch die Natur allein
hergestellt worden ist; es genügt aber bei Ziffer 2
des Art. 2 cit. keine bloße „Umfriedung“ des
Raumes, wie bei Ziffer 1, weil dieser Begriff sich
schon mit der durch äußere Merkmale kennbar gemachten
Vorbehaltung eines Raumes zu besonderen
Zwecken, die bei Ziffer 1 außreichend erscheint, begnügt,
ohne zugleich auch die vollständige Umschließung
desselben, wie solche eine Verhinderung
seines freien Betretens voraussetzt, zu verlangen,
onach mit dem Begriffe eines umschlossenen Raumes
keineswegs identisch ist, sondern weniger als dieser
verlangt, welcher aber der Bestimmung des Art. 2
Z. 2 cit. zu Grunde liegt.
Es genügt daher bezüglich der Einschließung
eines Grundstückes durch eine Hecke, und ebenso
auch für eine solche durch eine anderweitige Einjäunung,
wenn sie im Ganzen dergestalt zusammenhängend
ist, daß sie hiedurch das freie Eintreten
eines Menschen verhindert, ohne daß das Gesetz für
dieselbe eine derartige absolute Dichtigkeit erfordert,
welche gar keine, auch nur zum Durchschlüpfen
eines Wildes, wie eines Hasen, genügende
Lücke aufzuweisen hat. Dieses ist namentlich auch
daraus zu entnehmen, daß es der Gesetzgeber für
nöthig erachtete, im cit. Art. 2 Z. 2 die zunächst
nur die Abwehr oder den Einschluß des Weideviehes
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