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ist die wirtschaftliche eng verbunden, nur
auf der gesicherten Grundlage wirtschaftlicher
Freiheit ist die materielle Wohlfahrt
der Nation dauernd verbürgt. Nur unter
Wahrung der konstitutionellen Rechte, unter
Abweisungaller unnötigen Belastungen
des Volks und solcher indirekten Abgaben
und Zölle, welchedie Steuerlast vorwiegend
um Nachteil der ärmern Klassen verschieten!
darf die Reform der Reichssteuern
erfolgen. Mehr als für jedes andre Land
ist für Deutschland die kirchliche und religiöse
Freiheit die Grundbedingung des
innern Friedens. Dieselbe muß aber durch
eine sel faändige Staatsgesetzgebung verbürgt
und geordnet sein. Ihre Durchführung
darf nicht von politischen Nebenzwecken
abhängig gemacht werden. Die
unveräußerlichen Staatsrechte müssen gewahrt
und die Schule darf nicht der kirchlichen
Autorität untergeordnet werden.=In
der Reichstagssessiom von 1881 traten
zu den 17 Unterzeichnern jener Erklärung
außer dem Abgeordneten Lasker
noch drei andre (früher nationalliberale)
Abgeordnete hinzu, und so erhöhte
sich die Zahl der Sezessionisten auf 21,
darunter namentlich: Bamberger (geb.
22. Juli 1823 zu Mainz, Rentier und
Schriftsteller in Berlin), Braun eb.
4. März 1822 zu Kadamor in Nassau,
Rechtsanwalt beim Reichsgericht in Leiprl7
Max v. Forckenbeck (geb. 21. Okt.
1 zu Münster, Oberbürgermeister von
Berlin), Lasker (geb. 14. Okt. 1829 zu
Jarotschin in Posen, Rechtsanwalt in
Berlin), Rickert (geb. 27. Dez. 1833,
früher unbesoldeter Stadtrat in Danzig,
dann Landesdirektor der Provinz Preußen,
Gutsbesitzer in Zoppot bei Danzig)
und der Freiherr Schenk v. Stauffenberg
(geb. 3. Aug. 1834 zu Würzburg,
früher Staatsanwalt, jetzt Gutsbesitzer
auf Rißtissen bei Ulm). Anfangs
vielfach bespöttelt, gewann die S.
bald eine größere Bedeutung, als man
erwartet hatte. Doch werden erst die nächsten
Wahlen über das Resultat der Bewegung
eine Entscheidung und vielleicht
eine neue Parteibildung bringen. Inzwischen
haben aber die Sezessionisten im
Reichstag ein wichtiges Bindeglied zwi-Sheriff
— Siam.
schen Nationalliberalen und Fortschrittspartei
hergestellt, und wenn die Nationalliberalen
eine entschiedenere Haltung anzenommen
haben, sofind die Sezessionisten
urch ihr Vorgehen hier sicherlich nicht
ohne Einfluß gewesen. Das Parteiorgan
der Gruppe ist die in Berlin erscheinende
Tribüne . Außerdem werden von dem
Büreau der Sezessionisten die -Liberale
Korrespondenze und die -Deutsche Reichskorrespondenze
herausgegeben. Ein wöchentlich
erscheinendes = Deutsches Reichsblatte
soll die Ideen der Entschieden-Liberalen
in den weitesten Kreisen des Volks
verbreiten. Außerdem ist ein -Liberaler
Wahlverein für Deutschlande gegründet,
welcher bereits Shtreiche Mitglieder hat.
1 Bamberger, Die S. (4. Aufl.
Sheriff (engl., spr. scherrif, vom angelsächs.
sciregerefa, . Hüter oder Richter
der Grafs 8 in England der erste Beamte
der Grafschaft. Jede Grasschaft hat
einen S. (High S.); nur Mühleser hat
deren hel. von denen der eine für die
Stadt London bestimmt ist. Der S. verwaltet
die Polizei, leitet die Parlamentswahlen,
treibt die königlichen Auflagen,
Strafgefälle und Konfiskationsgelder ein
und bringt die Strafurteile zur Vollzichung.
¾l schlägt er die Geschwornen
vor und ruft sie, nachdem er den Prozeß
instruiert, zur richterlichen Entscheidung
zusammen. Da das Amt des Sheriffskeine
Bes oldungträgt und mit bedeutendem Aufwand
verknüpft ist, 42 ist niemand verbunden,
es in vier Jahren zweimal zu
übernehmen. Die Under-Sheriffs oder
Bailiffs, seine Amtsgehilfen, werden vom
S. ernannt, der für deren Handlungen
verantwortlich ist. Auf der Weigerung,
das Amt des Sheriffs zu übernehmen,
steht, mit Ausnahme der vom Gesetz vorbelschenen
Fälle, hohe Geldstrafe.
iam, Königreich in Hinterindien,
726,850 qkm mit etwa 5,750,000 Einw.,
darunter ca. 1 Mill. Malaien und 1 Mill.
Ginsen, Hauptstade. Bangkokmit 4—
600,000 Einw. Die berrschend- Religion
ist der Buddhismus. Die Staatsform ist
die einer absoluten Monarchie, und zwar
steht dem König eine Art Nebenkönig oder