nummer 173
OPFERFAG IN RUSBNHEIN
Lroßne, 26. Dun. Die csterenenstae
Wieder in Frauenneuharting erhielt die Trau
botschaft, daß ihre beim gleichen Regiment und
in derselben Kompagnie stehenden Zwilligsköhne
Alois und Franz Kaver den Heldentod gejunden
haben. Alois Wieser war im Klerilalsenilnar
in Freising.
Mühlêorf, 26. Juli. Obergeometer a. D.
Max Fortner, bis zu seiner Pensionicrung 1909
zirka 25 Jahre im Bezirke Mühldorf tätig, ist im
Alter von 71 Jahren in München geitorben. Nach
seinen Studien hat er als Leutnant am Feiozug
1870-71 leilgenommen. Hierauf in den Staatsdienst
getreten, wirtte er als Geometer und
Obergeometer 38 Jahre lang. Zwei Süöhee sleben
als Offiziere im Felde.
Kühldorf, 26. Juli. Das K. Bezirlsamt
teilt mit: Einzelne Geschäftsleute sind in ganz
ungerechtferligter Weise mit dem Salzpreis in
die Höhe gegangen. Der Preis für 1 Pfiuno“ Salz
beträgt 13 Psg., jede Mehrforderung ist ungerechtfertigt
und zurückzumeisen. Geschäftsleute,
wesche die Abgabe von Salj zu obigem Preise
vermeigern, jind dem Bezirksamte zur Anzeige
zu bringen.
Frankenholz, 26. Juli. Die Sprache wieder
erlangt hat ein im hieligen Vereinslazarett
befindlicher Soldat. der im Trommelfeuer stumm
geworden war. Der Soldat machte am letzten
Freitag einen Spaziergang. nach dem Höcherberglurm,
wobei plönlich ein von zwei Raubvögeln
verfolgteo Eichhörnchen vor dem Soldaten
von einem Baum heruntersprang. Der
Stmmme erschrank, fand aber dadurch die
Spracke wieder.
Kronach, 26. Juli. Im nahen Küps wurde
in einem Gerstenacker der ljähr. Landwirt
Kleimein erschotsen aufgefunden. Im Nucdiack
und in den Taschen hatte der Getötete vermutlich
pon einem fremden Acker gesichlene Gerste.
Er ist wahrscheinlich von einem anderen auf
ven Tlde wachenden Einwohner erschoisen worden.
Der Täter ist noch unbekannt.
Bmerisches Hberland
Oberaudorf, 26. Juli. Zum Heldentod des
Herru Lehrers Kelnberger, der nach seiner Genesung
von schwerer Verwundung zum zweiten
Male ins Feld zog und fiel, schreibt die „Allg.
Ztg.“ in Kempten noch: Nach seiner Genelung
machte er einen Offiziersaspirantenkurs
mit, wurde am 1. Dezember 1915 Leulnant und
marschierte am 15. Juni ds. Js. zum zweiten
Male gegen den Feind, wo er nun in kurzer
Zeit im Aller von 25 Jahren ein frühes Grab
finden sollte. Mit ihm wurden die schönsten
Ho#fnungen begraben, die man mit Recht auf
ihn setz: e. da er neben Mlichteifer für seinen
Beruf ein großes musitalisches Talent besaß und
als Tichter und Komponist hervortrat. Ein äußerst
liebenswürdiges Wesen zeichnete ihn aus
und machte ihn beliebt bei allen, die ihn kannten.
Prien, 26. Juli. Hier fand zu Gunsten des
Roten Kreuzes und der Kriegsfürf orge in der
Pfarrkirche ein Konzert stalt, um das sich besonders
verdient gemacht hatten: Frau Kammersängerin
A. Erler-Schnaudt, Frau Julie
oetz (Sopran), die Geigenlünstlerin Herma
Studeny, Konzertsanger Udo Hußla und der
Pfarrcälilienverein Prien, der von Chorregent
Merrmüller trefflich geschult ist. Dse Prinzessinnen
Klara und Pilar sowie eine zahlreiche Zuhorerschaft
wohnten dem Konzert bei, das für den
guten Zweck rund 500 Mark ergab.
Prien, 25. Juli. Das Gemischtwarenge IShhäit
mit Mineralwas e sabril des Herrn Ignaz Leimbruckner
dahier bat nebst dem dam gehörigen
Anwesen Herr Georg- Pfilterer von Haar käuflich
erworben. Die Vermitllung betätigte das
bekannte Immobflienbüro Eduard Bachberger
in München, Tal 1
Bad Aibling, 26.
steriubiläum feierte, wie bereils berichtet, in
diesen Tagen duch umer ehem. Pfarrherr, Geistl.
Rat Prälat C. W. Kaiser, der kürglich freire#igniert
hat und am 1. August vom Amte als
Pfarrherr in Hl. Kreuz-Forstenried zurücktritt.
Zuerst war er 18 Jahre in der Diözese Augs-Später
war der Jubilar Strafburg
tätig.
anstallspfarrer in Kaisheim. dann 6 Zahre
Pfarrer und Distriktsschulinspektor in Bad Aibling,
wo er die Erziehungsanstalt Leoheim und
die damit verbundene LHaushaltungsschuie und
das dortige landwirtschaftliche Getreidelagerhaus
gründete. Seit 412 Jahren sst er als
Stadtpfarrer von Münch-n orstenried tätig.
Geistl. Rat Kaiser hat sich auch als Schriftsieller
hervorgetan; seit 25 Jahren gibt er
den Bayer. Genossenschaftslalender heraus. Bekannt
lind seine Leislungen im Genossenschaftswesen
und auf chari em biet. Für seine
Verdienste wurden ihm der Verdienjtorden vom
Kl. Mickael J. Klasse mit der Krone, die Prinz-NRegent-Luitpoldmedaille
in Silber, öslerreicht-Juli.
Das 40jähr. Prie-
Rosenheimer Angelger
SPENDET GABEN
2UGCE. MANCHER VERWULINDEIEMW
DURCH SIE DEM LEBEN ERHALTE
Freitag, 23. JuLli 161
0—.———
FUR
LAZAREIT
sche Onden, der rumäniscke V.l rdiensterden bene
meremi 1. Klasse, landwirtschaftliche Denimünh#en
und andeile Auszeichnungen verilichen; er ist
auch Threnbürger der Gemeinden Aibling, Bubeoheim,
Ellmosen und Berg bei Donauwörky.
Bas Aibling, 26. Juli. Ein sellener Genuß
steht uns für kommenden Samstag in Ausiicht.
Frau Hanna Scheroll, Konzertsängerin, zurzeit
Krankenschwester im Vereinslazarett Kolbermoor,
wird mit dam K. Hofopernjänger Frz.
Gruber vom Loftheater Miincken, den gesanglichen
Teil übernehmen, am Flügel begleitet von
Prosessor Dr. Alsieri. während der Solo. Cellit
unserer Kurkapelle Herr W. Mertens Einzelvorträge
zu Gehör bringt. Die Vortragsfolge
enthall u. a. Lieder aus „Aida“, „Lohengrin“,
„Meistersinger". Der Reinertrag fließt dem allgemeinen
Opsertag zu.
Großhöhenrain, 26. Juli. Ein ichwerer
Verlun traf die Gütlers und Krämerswilwe
Bauer im nahen Unterlaus, indem ihr allester
5Zjähr. Sohn Vilus, anscheinend gesund von
seiner Garnison in Urlaub beimgelehrt,. ganz unerwartet
verschied. Von zwei jüngeren im Felde
slehenden Brüdern des Verlebten wurde bereits
einer schwer verwundet.
Der Kön'g von Wüärttemberg
preußischer Generalleidmarschall.
Leidinucrichten.
Rosenheim, 27. Juli.
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
Joham Mayr, Sohn des Schmiedmeisters Gg.
Mayr zum Unterschmied in Vogtarenih, Soldat
im Train-Ersatzbataillon; Simon Niedermeier,
aus Hörmaling (Tuntenhaulen). Dienfstknecht in
Rott, Soldat im 12. Jus. Reg., Georg Leineder,
Rothersohn und Baumwärter in Nacherting,
Gefreiter im Inf.-Leibregiment, Inhaber des
Militärverdienükreuzes; Joseph Bachmann aus
Au. am Inn, Infanterist im 6. Juf.-Regiment;
Josexh Brunnhuber, Gütlerszohn von Schür en
dei St. Chrifph (Wasserbura), Soldat im 16.
Inf.-Neg.; Oberstleutnant a. D. Edmund Daser
aus Traunstein, Bataillonsführer in den Gefangenenlagern
Puchheim--Lechseld: Gustav Engel
aus Miesbach, Leutnant d. N. im 23. Ersan-Inf.-Reg.;
Inhaber des Ritier-Kreuzes 2. Kl.
mit Schwertern des Sächs. Albrechts-Ordens u.
des EKiternen Kreuzes 2. Klaise.
Vier Brüderals tapfere Mitkämper.
Gestern meldeten wir, daß der Bäcker Joh.
Leimböck, Soldat im 12. Inf. Reg., den Heldenlod
für das Vaterland erlitten hat. Mit ihm
sind seinerzeit vier Brüder Leimböck ins Feld
gezogen, von denen einer früher schon gesellen
ist. Es ist der Frifeur Otto Leimböck, der als
Kriegofreiwi#liger im 231. Res.-Inf. Reg. stand
und schon im Juli 1915 in Rußland den Heidentod
erlirt. Der dritte Bruder Gg. Leimböck
steht seit Kriegsbeginn als Umeroffizier im
Schweren Reiterregiment und wurde für seine
Tapterleit mit dem Militäwerdienstlreuz mit
der Krone und mit Schwertern, mit dem Eisernen
Kreuz und mit der Braunschw. Verdienstmedaille
Kusgezeichnet. Der vierte Bruder Fritz
Leimböck hat sich ebenfalls schon das Militärverdienstkreuz
mit der Krone und mit Schwertern
erworben, liegt aber zurzeit insolge eire
schweren Nervenichodes in einem Laarett.
der Teilnahme für das Ableben der beiden *
sallenen verbinden wir den Wunsch, daß die
beiden anderen Brüder glücklich in die Heimat
zurückkehren möchten. Die Brüder Leimböck sind
Söhne des verstorbenen Oberlokomotivsährers
Georg Leimböck in Rosenheim.
Bahndienst. Berufen wurden in etatsmäbiger
Weise der Lokomotivführer Moritz Bär
von Wasserburg-Stadt und die —2
. Franz Belkofer von Münche Ot (kaa
senheim) und Silvester — von (eeuhee
nach Ingolstadt und der Welchensteller August
Tarnowsky von Neumarkt a. d. R. nach Freilassing.
Dr. Adolf Schillinger. Zu der Veerdigung
des langjährigen vormaligen pralt. Arztes
Adolf Schillinger, der Suletzt in München als
Rentuer lebte, fand sich auch eine Deputation
des Mademisch= n Gesangverines aus München
ein. Sch hillinger war der Vorbesihzer dec Wasserlräfte
am Seehamer See, deren Verkauf zu der
Gründung der Leitzachwerke führen konnte. Mit
Schillinger ging ein liebenswürdiger und opsecwiüliger
Mann von umfassender Vildung dahin,
welcher chedem grohe wissenschaftliche Reisen nach
dem Balkan, England usw. unternahm. Erit vor
Wochenfriftt von einer Badekur in Mergentheim
zurückgelehrt, mußie sich Schillinger in München
ganz plöllich einer O peralion infolg: Leberentzündung
unterziehen, der er leider unterlug.
Wie wir eifahren, hat Dr. Schillinger auck seine
Vaterstadt Rojenheim letztwillig mit cinem ansehnlichen
Vermächinis bedach Thre seinem
Andenken.
Das Erntewetter. Die „Aoff. 53,“
schreibt: Die Getreideernte hat vielfack bex##-nen
und gewinnt läglich immer größeren Unfang
und es lommt nun alles darauf an, dan
in den ächsten Wochen die iang anhartener
Regengüsse des Juni und Anfang Juli sick icht
wiederholen, um den reichen Himmelsegen, der
uns auf den Feldern heranwächĩt und unieren
wirtichafllicen Sieg verheißt, trocken in oie
Scheunen zu bergen. Hierzu sind aber die Aussichten
zur Zeit die beften; in gam Eus###
steigt der Lufldruc und da ohnehin die Lufr#
druckverteilung sehr günfeig isl, scheint regueri
sches oder gar stürmisckes Wetter von längerer
Dauer guf geraume Zeil hin ausgeschiolsen zu
sein, wenn auch hie und da lurze Gewitterstörnnhen
natürlich nicht ganz jehien werden.
Salatölersoatz. Die meisten der im Hundel
erhaltlichen Salatölersatzmittel sind 1t
überteuert und stellen nichts weiter dar, als
einen Absud von dem in jeder Apothele gegen
billiges Geld erhöältlichen irländischem Mo#-(nich!
isländischem Moos, welches bitter iist'.
Will man sich zur Selbstzubereitung diees
Salatölersatzes nicht versichen, so lann man
sich eines der vicelen Fabrilate aus dem Handel
bedienen, di: alle auf das gleiche hinausgehen.
Es wird aber darauf aufmerktam gemacht, dahß
einschliehlich Flasche (11 Liter) der Preis eines
solchen Salatölersatzmittels 50 Pfg. in leinem
Falle überschreiten darf. Preise, wie sie in den
letzten Zeiten für Salatölersag, die Flasche
seüher zu 3 Ml. zuletzt zu 1.50 Mk. und dergl.
im Handel gefordert wurden, sind unter leinen
Umständen gerechtfertigt und werde: slrafrechtlich
versolgt werden.
In der Schwammerlzeit. In der ge—
geuwärligen Jahreszeit des Bäufigeren Genufseso
von Schwammerln, Pilzen und dergleichen
jind solgende Verhaltungs-Mahregeln angebracht:
Sc#lechte und alte Schwaämme joll man
nicht sammeln und nicht genießen. Die gesammelten
Schwämme soilen baldigst zubereitet werden.
Treten nach dem Genuß von Schwämmen
Krankheitserscheinungen auf, wie Schmerten im
Magen, Erbrechen, Vlahnugen des Leibes,
Durchfall, Schwindel usw., so nehme man uli.
verzüglich ärztliche Hilse in Anspruch. Die Vergiftungscrscheinungen
eifolgen meistens sehr
schnell. Nach dem (benuß von Knollbläterpilzen,
die mit dem Champignon leich verwech'ell werden,
können jedoch 20 bis 30 Stunden bi5 zum
ersten Vergiftungsan. eichen vergehen. Personen,
die durch den Verkauf giftiger Schwämme den
Tod von Mensch en verursachen, machen sich unter
Umständen eines Vergehen fahrlässiger Tölung
schuldig. In leichteren Fällen, d. h. wenn nur
eine Erkrankung infolge des Genusfes giftiger
Schwämme cintritt, haben die Verkäufer, abgesehen
von zivilrechtlicher Hastbarmachung für den
entslandenen Schaden, Strafeinschreitung zu gewärtigen.
*22
Freigabe von Petroleum
zu Leuchtzwecken.
V.TB. Berlin, 26. Juli. (Amtlich.) Nach
einer im Reichsgesetzblatt und im amtlichen Teil
des „Reichsanzeigers“ veröffentlichten Belanntmochung
betreffend eine Aenderung der Austührungsbestimmungen
zu den Bekanntmachungen
über Höchstpreise für Petroleum und die
Verleilung der Petroleumbestände vom 1.
1916 (Reichsgesetzblatt S. 350) und vom 27.
Juli 1916 wird der Verkauf von Petroleum
zu Leuchtzwecken vom 21. August an wieder gestattet.
Im übrigen bleibt es bei der Anmeldeund
Abgabeverpflichtung für Petroleum an die
Zentralstelle für Petroleumverteilung G. m.
gropen
im „Neid
beihlosten:
August in Kragst.
wir eine Zuiammenstellung, aus der sich leie
eriehen latzt, welche Zuschlüäge im einzelne
Fall zu den bieberigen Borto und Gebühre
1 fäßen erforderlich werden
dem l.
Pofl- und Lelegrophengebühre
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Erwäh ntleinoch, den Sendungen. die an An
gehörige des Heeres oder der Marine gerichtet
lind oder von knnen herrunren,
nach den bisherigen
Bestimmungen meitervehondelt werden.
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Durch die Marie
werden, die bioher gülugen:
und die Vosttarten uuizubrauchen.
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Um die neuen Portoijatze bezahlen zu
können, werden einige neue Marke !u eingeführt,
Pf. (grau), zu
igelbbraunk.
soll ermoglich:
Marken zu 5 Ml.
Man kann
und bei Polkl
Nzeichen vorwenden
zu 2 . Tif. 9.
der 21-Ml.,
werden Freimartenheft.
Nerkanispreis 75
wenn
f.) aus-Bestände
der
sebigen Hefichen mi Marken zu 5 und 10 Pl.
ausgebraug.:
heiichen u.##. n
zur Aurlwerden
5.Pr.= Marte
ii
iii
rabe. Die
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RBi.
d zu u
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. gelaugen uch Frriumnezu.
Pi.
Lartenberdie 55
nus gur ’ 1 zunt einer
ent ebt. so daß auch hier die vor,
handenen nande ausgebraucht werden können.
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