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Schwerlich war irgend auch ein Zeitpunct nach dem ganzen
politischen Synchronismus so geschickt, als die Mitte des
dreizehnten Jahrhunderts. In Italien genoß der Pabst in
Beziehung auf weltliche Herrschaft alle Vortheile des Anfangs,
welchen Innocenz III., gemacht hatte, einen Kirchenstaat
zu bilden, und gegen die Versuche Friedrichs II. wenn
diesem überhaupt nicht allgemeiner Haß der Italiaͤner entgegen
gewesen wäre, fand er immer in dem Bunde der Lombardischen
Städte einen bereitwilligen Allürten, dessen damalige
Macht Kaiser Friedrich nicht einmal so weit schwächen
konnte, als ehedem sein Großvater gethan hatte. Ohnedieß
hatte auch mit Eriedrichs Tode die ganze, den Pöbsten
oft so furchtbar gewordene Macht des. Staufischen Hauses
ein Ende; denn achtzehn Jahre nach Friedrichs II. Tode starb
sein Enkel, der einzig übrige des ganzen Hauses, nach dem
Gutachten des Pabsts zu Neapel durch die Hand des Henkers.
In Teutschland war nach dem Zerfall des Staufischen
Hauses, besonders bei den entstandenen zwistigen Koͤ-nigswahlen,
auf lauge Zeit hin keine Macht da, deren Furcht
oder Unter#ehmungen zum Schutze der Teutschen Kirche
hätten dienen können. Die Wittelsbacher, welchen die
letzten Ueberreste der Staufischen Güter zugefallen, schwäch,
ten sich wie die Welfen und Ascanier, durch Theilungen
und innerliche Fehden. Die Habsburger traten erst fünf
Jahre nach jenem traurigen Ende des letzten Staufens in
ihre glänzende Periode ein, und Frömmigkeit war immer der
Charakter ihres Hauses gewesen, dessen gleichförmig fortgehendes
Emporkommen ohnedieß wie bei allen übrigen Fürstenhäusern
schon. bei ben Enkeln Rudolfs von Habsburg
zwei Jahrhunderte lang durch Theilungen gehindert wurde.
In England und Frankreich fanden sich ein paar
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