Full text : Sonderabdruck Vorträge aus dem 2. Lehrgang des stellvertretenden Generalkommandos XI. AK

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Aus  der  Besprechung  zu  Vortrag  7:

Frage  1:  Was  ist  zu  tun,  um  gegen  die  sittlichen  Verfehlungen  in
der  Frauenwelt  Besserung  eintreten  zu  lassen?

Antwort  des  Vorsitzenden:
Diese  Frage  ist  keine  Kriegsfrage,  bei  ihr  handelt  es  sich  auch  mehr  um
die  Männerwelt  als  um  die  Frauenwelt.

Frage  2:  Wie  ist  es  möglich,  daß  trotz  der  strengen  Brief=  und
Depeschenzensur  die  Spione  den  feindlichen  Ländern  ihre  Nachrichten  zugehen
lassen  können?

Antwort  des  Vorsitzenden:

Das  ist  ein  großer  Schaden  für  uns.  Die  Schwatzbasen,  namentlich  die
männlichen,  die  möchten  den  Mund  halten!  Bitte  ermahnen  Sie  zur  Vorsicht
  und  zur  Schweigsamkeit!  Der  Schaden  kann  unabsehbar  sein,  der
entsteht  durch  Schwatzhaftigkeit  und  Albernheit.

Die  Vortragende:

Es  wird  mir  hier  mitgeteilt,  daß  es  Verwunderung  hervorgerufen
hat,  daß  unter  den  arbeitenden  Frauen  die  Hilfsschwestern  nicht
besonders  aufgeführt  wurden.  Das  ist  unterblieben,  um  Sie  nicht  mit
Aufzählungen  zu  ermüden.  Mir  scheint,  die  große  Arbeit  der  Vollschwestern
wie  der  Hilfsschwestern  ist  so  offenkundig,  daß  sie  nicht  besonders  erwähnt
zu  werden  brauchten.

Ferner  ist  angeregt  worden,  einmal  darauf  hinzuweisen,  daß  die
Mädchen  in  großer  Gefahr  durch  die  Rüpelei  der  männlichen  Jugend
ständen.  Das  ist  ganz  klar;  denn  die  jungen  Männer  entbehren  der  väterlichen
  Prügel  und  der  Püffe  der  älteren  Arbeitsgenossen,  wenn  sie  ein  zu
erhebliches  Interesse  für  ein  Mädchen  bekunden.  Aber  mein  Vortrag  war  nicht
dazu  bestimmt,  an  männlichen  Fehlern  Kritik  zu  üben.  Daß  die  arbeitende
Frau  in  Gefahren  kommt,  ist  selbstverständlich,  daß  Gefahren  ihr  oft
auch  von  männlicher  Seite  drohen,  wissen  wir  alle.