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am Rhein wegen feiner Verbindung mit Heffen und feiner
Lage an der Mündung des Maind. Die Stärfe der Stadt
beftand mehr in der Zahl ihrer Einwohner, ald in der Eitabelle,
deren Befeftigungswerfe fehr vernadjläjfigt waren.
Der Ehurfürft, fih Ddafelbft nidt in Ctiherheit glaubend,
hatte fih nad ©ermersheim zurücdgezogen, und das Dom:
capttel führte während feiner Abwefenheit die Regierung.
Türenne marfhirte ohne Bagage Tag und Nadt, um der
Unterftüßung zuvorzufommen, iweldye die Bayern nad Mainz,
wo fi nur einige vom Domcapitel unterhaltene Soldaten
befanden, hätten werfen fünnen. Als er fih der Etadt nd
herte, erfuhr er, daß fih auf der andern Eelte des Rheine
1000 bayerifhe Dragoner unter dem Obriften Wolff befänden,
iwelhe Hahrzeuge verlangten, um in die Stadt zu rüden.
Türenne drohte, die Stadt von allen Eeiten anzugreifen,
wenn man den bayeriihen Truppen nidıt fofort beföhle, fid
zurüdzugiehen. Das Domcapitel gehorhte auf der Stelle,
ließ die Bayern zurüdgehen und fchidte eine Deputation ind
Lager, um zu capituliren. Iürenne madıte fofort dem ‘Prinzen
Conde Meldung, welcher mit einer Esforte von 400 Pferden
von PBhilippsburg aufbrah, nah 1% Tagen vor Mainz
anfam und die Bapitulation unterzeihnete. Das Domcapitel
verpflichtete fi) noch überdieß, Die Befagung, welde es in
Bingen hielt, herauszuziehen und dafür franzgöfifhe Truppen
aufzunehmen. Gonde ließ eine Befagung von 400 Mann
in Mainz mit Allem, was nöthig war, um bie alten Zeftungswerfe
auszubeffern, oder neue zu erbauen. Da er fih vor
Ende ded Feldzugd der ganzen Pfalz vieffeitd des Rheins
bemädtigen wollte, fo detadirte er den Oenerallieutenant
Aumont, um Landau mit 1200 Mann zu Fuß und 1500 Pferden
einzufchließen.
Diefe in einer Ebene gelegene Stadt war damald nur
dur eine mit Thürmen und KHalbmonden verfehene Mauer,
einen guten Graben und einen bevedten Weg befeftig. Sie
wurde von 400 Mann lothringifher Truppen vertheidigt.
Während Aumont fein Lager bezog und bie Arbeiten vor