Inhaltsverzeichnis : Kriegsgeschichte von Bayern unter König Maximilian Joseph I. - Zeitraum vom Jahre 1810 bis zum Schluße der Belagerung von Thorn ( April 1813 ). (3)

—  82  —

Der  öte  Heertheil  (Poniatowskyy  ließ  in  Mohilew
die  Division  Dombrowöky  zurück,  und  zog  über  Romanowo
  gegen  Krasnoi  (15.  August).  Oer  bei  Orsza
aufgestellte  Zte  Heertheil  (Junot)  mußte  jener  Bewegung
  folgen.  Das  Reitercorps  Grouschy,  mit  ihm
der  Bayern  iIstes  und  2tes  Chevaurlegers-Regiment,  zog
nach  Rasasna  (12.  August),  wo  General  Eblé  Brücken
schlagen  ließ  (15.  August).  Der  König  von  Neapel
ging  mit  Nansouty's,  Montbrun's  und  Latour-Maubourg's
  Reiterei  von  Rudnia  nach  Liubowiczi  und
von  da  an  den  Dnieper  gerade  über  von  Chomino,  wo
er  über  den  Strom  setzte  (in  der  Nacht  vom  13.  zum
13.  August).  Somit  war.  Napoleons  Volk  vorgeruckt,
  als  er  selbst  von  Witepök  aufbrach  und  in
Rasasha,  dem  Sammelplatz  seiner  Garden,  ankam
(13.  August).

Barclai  de  Tolli,  der  russische  Oberbefehlshaber,
  hatte  auf  die  Nachricht,  daß  der  Feind  am  linken
Dnieper-Ufer  stehe,  dem  Fürsten  Bagration  befohlen,
  die  Abtheilung.  Newerosky  bei  Krasnoi,  den  übrigen
  Theil  seines  Corps  Raiewsky  gegen  Korituya  stehen
  zu  lassen,  mit  dem  übrigen  des  Tten  West=  Heeres
aber  nach  Smolensk  zurückzuziehen.  Er  selbst  eilte  mit
der  isten  West-Armee  hieher.  Demnn  er  war  eutschlossen,
  das  in  der  ältern  Kriegsgeschichte  Rußlands  berhmt
  gewordene  Smolenêk,  diese  Vormauer  des  Reichs
tUud  der  Hauptstädte,  um  jeden  Preis  zu  vertheidigen.
Hier  wollte  er  den  langen  Rückzug  enden  und  selbst  zum
Angriff  übergehen.  Doch  verbarg  er  es  sich  nicht,  daß
er  Großes  wage,  iudem  zer  die  Schlacht,  wit  einem  durch
immetwährende  Siegeigekrönten  Feldherrn  und  sie  in  einer
Stellung  aunehme,  welche  nicht  die  Folge  freier  Wahl,