410 Goetlingen, Universitäts-Bibliothek
Darnach ist die im Oentralblatt für Bibliothekswesen (Jahrg. VI 114)
gegebene Beschreibung der Handschrift zu berichtigen.
1888 von Prof. Kielhorn geschenkt.
Pers. 30 (orient. 134) europäisches Papier; 2 Bl. + 368. mit
den nach Bl.1 eingeschobenen Blättern zusammen 44 8.; 23% cm hoch,
15 cm breit; 15 Zeilen 17 Jahrh.
Deutliche Abschrift von europäischer Hand, etwas vocalisirt. Interpunctionszeichen
und Überschriften roth. 17 Jahrh.
Auf Bl.1 finden wir als Titel ‘Abdallae Beidavi Historia Chataiae
sermone Persico’ und auf Bl. 2 lesen wir folgende Bemerkung: 'Lectori
Henricus Sike. Emi hunc librum ex auctione librorum Golianorum
Lugduni Batavorum A. 1696 d. 4 Octobris st. nov., quaeque in
co annotata reperi, puto a Clarissimo Golio fuisse adscripta Ego
deinde scriptum hoc contuli cum iis quae edidit Andreas Müller ac
comperi eum in multis sane infeliciter fuisse versatum. Quibuscungque
ergo notulis subjectam in fine videbis literam S, eas scito a me esse
profectas. Relando Sikius memoriam sui commendat’.
Wir haben also hier den Abriss der Geschichte Ohina’s ((sx> zul)
vor uns, den Andreas Müller 1677 (Zenker 857) persisch und lateinisch
herausgegeben hat. Müller hielt das von ihm herausgegebene Stück
für einen Theil des za „lb; des "Abd-alläh Baidäwi, aber Quatremöre
hat in seiner Ausgabe des Raßid-al-din S. LXXXV und 425
nachgewiesen, dass es aus dem sl; „u,5 des Abü Sulaimän Däwud
ibn Abu’l-fadl Muhammad al-Banäkiti (schrieb 717 d.H.) stammt
(Elliot Index 70 ff., Rieu, Cat. Brit. Mus. I 79), und zwar ist es der
S Theil. Das hätten übrigens die früheren Besitzer dieser Handschrift
auch wissen können, denn sie hat die Schlussbemerkung : z,6 co
5Slis. Der Schreiber der Vorlage dieser Handschrift hiess Mustafä
ibn Abd-al-latif al-Halabi. Am Rande und auf eingeschobenen Blättern,
befinden sich die oben erwähnten Noten von Golius und Sike, am
wichtigsten sind die einer anderen Handschrift entnommenen Varianten,
dazu kommen noch Bleistiftbemerkungen von einer dritten Hand
(Thomas Tychsen?). Beginnt: „843 Age 5) (sü> a I AI md
‚ll wis „STE lat as!
Pers. 31 (orient. 133) 558.; 19% cm hoch, 154 cm breit;
12 Zeilen 17 Jahrh.
Von derselben Hand geschrieben und gleichen Inhalts wie die
vorige Handschrift, jedoch vollständig vocalisirt, wie die Ausgabe
Müllers. Auch der Text ist von einigen Kleinigkeiten abgesehen der
nämliche. Auf der Vorderseite von Bl.1 steht: ‘Possidet Andreas
Müller Greiffenhagius, qui hanc historiam Persice et Latine cumque
notis et commentario ex hoc ipso manuscripto edidit a. D. 1680".
Pers. 32 (orient. 136) orientalisches Papier; 142 Bl; 21cm
hoch, 11 cm breit; 17 Zeilen 16 ‚Jahrh.
Schönes deutliches Nasta‘lik, Überschriften roth. Die meisten
Blätter haben Wasserflecke. Orientalischer Lederband mit rothem
Kattunüberzug.