68 Naturgeschichte. III
c) Horngebilde. Die Uägel sind hornplatten, die den letzten Gliedern der
Hinger und Sehen aufliegen und diesen (beim Ergreifen von Gegenständen, beim Gehen,
Laufen u. dgl.) einen sicheren Widerhalt geben. Da sie stets weiter wachsen, müssen
sie von Jeit zu Seit beschnitten werden. — Die Dhaare (H.) stellen enge Hornröhren
dar, die mit den sog. haarwurzeln in die haut eingesenkt sind und von unten her
beständig fortwachsen. Sterben die haarwurzeln ab, dann können sie durch keins der
vielfach angepriesenen Mittel wieder belebt werden. Um das haupthaar gesund zu erhalten,
muß man durch fleißiges Kämmen und durch Waschen die Oberhautschuppen und
den fettigen Ichmutz beseitigen. Zuch darf man weder eine zu schwere, noch eine zu dichte
Kopfbedeckung tragen, weil dadurch die Tätigkeit der haut unterdrückt wird (Beweis!).
d) Kleidung. Unfre Lebenstätigkeiten (Derdauung, Blutumlauf usw.) gehen —
wie wir gesehen haben — nur bei einer Körperwärme von 370 C leicht vonstatten, eine
Eigenschaft, die wir mit den gleichwarmen Säugetieren und Dögeln teilen. Diese Tiere besitzen
in ihrem haar= oder Federkleide einen schlechten Wärmeleiter, der die Körperwärme
weder stark sinken, noch steigen läßt. Eine solche Hülle besitzt der „unbehaarte“ Mensch
nicht. In der Kleidung hat er sich aber ein solches Schutzmittel geschaffen. Wie und
womit sich ein Mensch zu bekleiden hat, hängt ab von der Jahreszeit und den Witterungsverhältnissen
seiner Heimat, sowie von der Beschäftigungsart, dem Klter und dem Gesundheitszustande
des einzelnen (Beweisl). Stets ist aber zu fordern, daß die benutzten Gewebe locker
und luftdurchlässig seien; denn nur so lassen sie das wichtigste Abhärtungsmittel, die
bewegte Luft, leicht an die haut treten und die hautausdünstungen wegführen. Sie
saugen sich auch nicht so schnell und stark voll Schweiß wie dichte Stoffe. Diese unterbrechen
daher, sobald sie feucht geworden sind, den Luftwechsel an der Haut und bewirken,
weil sie sich meist dem Körper eng anlegen, eine starke Kbkühlung (Erkältung)).
Da besonders die Unterkleider die Hautausdünstungen aufsaugen und schmutzig werden,
verlieren sie auch nach und nach ihre Luftdurchlässigkeit. Diese Eigenschaft muß ihnen
durch gründliches Waschen wieder gegeben werden.
—W.
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Pflanzenkunde.
1. hauptabteilung. Blüten= oder damenpflanzen.
1. Gruppe. Bedecktsamige Dflanzen.
1. Klasse. sweikeimblättrige Ppflanzen.
1. Hamilie. Hahnenfußgewächse.
Das Scharbockskraut.
1. Blütezeit und Standort. Sobald der Winterschnee geschmolzen ist, ergrünt
unter Büschen und auf nassen Wiesen das Scharbockskraut. Es kommt aus kleinen
Knollen hervor, die wohlgefüllten Dorratskammern gleichen (ogl. mit den Kartoffelknollen!).
Ihnen entnimmt es die Stoffe, aus denen es sich aufbaut. Da das pflänzchen
diese Stoffe also nicht erst zu erwerben braucht, vermag es so früh im Jahre zu
erscheinen. In dieser Seit stehen die Büsche noch kahl da, und das Gras auf der