Contents : Spittler’s sämmtliche Werke. Fünfter Band. (5)

174
Ordnung  der  Dinge  zufrieden  zu  seyn,  ob  gleich  keine  eigene
Urkunde  ihnen  zu  Theil  geworden  seyn  mochte  *).

Je  reicher  der  Koͤnig  durch  seine  neue  Domainen-Erwerbung
  wurde,  je  weniger  durften  sie  steuern.  Je  schneller
die  Veränderung  durchgieng,  daß  die  Lehne  aufgehoben  und
die  neuen  Selbsiadministrationen  eingerichtet  wurden,  desto
schneller  milderte  sich  ihr  Schicksal.  Sie  konnten  nicht  mit
einemmal  frei  werden,  weil  sie  zur  Freiheit  nicht  reif  waren;
  aber  doch  schien  sich's  die  neue  Regierung  recht  zum
eigentlichen  Geschäfte  ausgezeichnet  zu  haben,  auch  dieses
Genusses  sie  fähig  zu  machen.

·  So  hatte  man  also  offenbar  jeder  Parthie  genug  gegeben,
  um  jede  viel  fuͤrchten  zu  machen,  wenn  irgend  eine
Contrerevolution  kommen  sollte.  Man  hatte  viel  gegeben,
und  doch  keiner  alles  gegeben,  was  sie  sich  in  einzelnen  Ta-)

  I..  co.  pag.  295.

Rustici  olim  in  Dania  distincti  in  liberos  et  glebae  addiclos.
Nunc  ssta  serrilus  sublala  est.  Nam  Fridericus  III.  b.  m.  dum
factus  est  hacredilarjus  rex  et  absolulus  Daniae  Dominus,  abslulit
  illam  distinctionem,  omnibusquc  rusticis  dedit  licentiam
gerendi  sclopetos,  el  lepores,  vulpes  aliaquc  ejusmodi  animalia
  occidendi  unicuique  in  praedio  suo,  ut  sic  nobilium  poteslas
  reprimeretur.  Et  quod  adhuc  mojus  est,  concessit  ipsis,
  ut  habeant  sessionem  et  votum  una  cum  aliis  in  generalibus
  regni  Comilis.  «

Eine  urkundliche  Nachricht  von  allem  diesem  habe  ich  ulcht
entdecken  können.  Bekanntlich  hat  Oldenburger  bei  seinem
Werk  Conringische  Hefte  gewaltig  gepluͤndert,  und  Conring
konnte  auch  deßwegen  von  den  Veränderungen,  die  durch  die
Revolution  in  Daͤnmark  vorgegangen  sind,  leicht  wohl  unterrichtet
  seon,  weil  damals  zwischen  dem  Braunschweig-inedurgischen
  Hofe  in  Zelle  und  Hannover  und  dem  königlichen  dänischen
  Hofe  eine  sehr  traute  Verbindung  war.  Doch  aber  hat
sich  noch  bis  jetzt  von  allen  diesen  Nachrichten  nicht  eine  urkundliche
  Spur  gefunden.