HLahnen des Rönigs gesammelt haben. Ob zu guß oder zu
Pferd, darüber bin ich noch nicht entschieden; das kommt einzig
auf die Summe Geldes an, die ich zusammenbringe.
Toni [Körners Brautl] hat mir auch bei dieser Gelegenheit
ihre große, edle Seele bewiesen. Sie weint wohl, aber der
geendigte Feldzug wird ihre Tränen schon trocknen. — Die
Mutter soll mir ihren Schmerz vergeben; wer mich liebt,
soll mich nicht verkennen, und Du wirst mich Deiner würdig
finden. Dein Theodor.
Der Aufruf König Sriedrich Wilhelms III. vom
17. März 1818:
An mein Dolk.
So wenig für Mein treues Volk als für Deutsche, be—
darf es einer Rechenschaft über die Ursachen des Kriegs,
welcher jetzt beginnt. Klar liegen sie dem unverblendeten
Europa vor Augen. — Wir erlagen unter der Übermacht
Frankreichs. Der Frieden, der die Hälfte meiner Untertanen
mir entriß, gab uns seine Segnungen nicht; denn er schlug
uns tiefere Wunden als selbst der Krieg. Das Mark des
Landes ward ausgesogen, die hauptfestungen blieben vom
Seinde besetzt, der Ackerbau ward gelähmt, sowie der sonst
so hoch gebrachte Kunstfleiß unserer Städte. Die Freiheit
des handels ward gehemmt, und dadurch die Quelle des Erwerbs
und des Wohlstands verstopft. Das Land ward ein
Raub der Derarmung. — Durch die strengste Erfüllung eingegangener
Derbindlichkeiten hoffte Ich Meinem Dolke Erleichterung
zu bereiten und den französischen Kaiser endlich
zu überzeugen, daß es sein eigener Dorteil sey, Dreußen seine
Unabhängigkeit zu lassen. ber Meine reinsten Kbsichten
wurden durch Übermut und Creulosigkeit vereitelt, und nur
zu deutlich sahen wir, daß des Kaisers Derträge mehr noch
wie seine Kriege uns langsam verderben mußten. Jetzt ist
der Kugenblick gekommen, wo alle Täuschung über unsern
Sustand aufhört. — Brandenburger, Dreußen, Schlesier,
Dommern, Lithauer! Ihr wißt, was Ihr seit fast sieben
Jahren erduldet habt, Ihr wißt, was Euer trauriges Loos
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