MRnchenet Leuiglellen.
München, 22. Okt. Infolge ungeschitier
Verladung von v#er Waggons mit billigen
Alesichtemzen, welche auf Veranlassuno einer diesegen
belannten Großwiehhandlung ron Swinetünd:
importiert worden waren, lam de Senlag
im Werte voh 10000 Mk. o rerdorben
liie an, daß sie sofort der Vernich-ur.3anon
Uubergeben werden mußte. Die Fleischleile waren
zum Verkaufe lur die ärmeren Bevölkerungollassen
bestimmt. .
Ein Kriegsvortrag in. Rosenheim.
Rosenheim, 23. Okt.
„Die (Grundlagen des Weltkrieges“ — nach
sast Enem halben Jahrhundert ist dieses Thema
leider mieder aktuell geworden. Wir stchen
mitlen im Weltlrieg, im Krieg nech drei Fronten,
umgeben von Feinden von auen Seiten.
Die Erundlagen des Weltkrieges, 5 Krieges,
der eben ietzt die ganze Welt so u rbitilh in
Milt- it enscroft zieht sie lind doch bekannt,
Var teunt koch den Ausgang-punkt all der
Käden, rche d#es Ergebnis zur Folge hatten.
Nen. mochten wir heute sagen, die Grundlagen
sind ganz andere, als man sie hich landlaufig
A#nemhalt und vorstellt. Bis in ihre Ein-Gihetten
wurden sie uns folgerichtig zergliedert
in #inem Vortrag, den der kath. IksP
Kerein. Nosenheim, am Donnerstawaben##in
einer Kicntlichen Versammlung veranstaltet:.
Er elfteulte sich eines Besuches, dei in dieser
Kriegseelt vielleicht nicht erwartet werden
donnic. Der Saal des kath. Gesellenhguses wa#
dicht bunen von Männern und Fr.uen heesiget
Stakt Redner war Herr Dr. Mehmer, stellvertreis#der
Landessekretär des as- Volksrereins
in Bayern, ein Redner, dessen ttefgrundiges
Wissen auf dem Gebiete der hohen Polilik
vom eislen bis zum letzten Wort alle fesselte.
Und bohe Politik war es, welche n diesem
ci!cea der Zuhörerschaft zergliedert wurde.
„Die Erundlagen des Wertlrieges“ setzte unz
Herr Dr. Meßmer anenonder, und er mußte
dozu n#it ausholcn, dun s#e liegen sehr weit
eurück. Er mußte beim Krieg von Anno 1870
leginnen und der daraus gebliebene#n Nache-Sder
Fruankreichs. Er machte unsd auch vertraut
mit der Bismarckschen Staatslunft, der Anlehnung
Deutschlands an Oesterreich um Zweibund.
der Entwicklung des Koloniatm'ens und
der Kalomasmächte Europas mit all den Ränlen
und Schlichen der Diplomat'e, die äberall
ctmins zurückließen, was wir heute zu 1em Be-L##sgn
„Grundlagen des Weltkrieges“ Gufammensassen
mössen. Wir sehen den Bau des Sue#stanels
mit französischem Geld, u ir ichen den
englischen Krämergeist darüber wachen, bis er
blit seinem Geld den Khediven jür sich zewonnen
und damit den neuen Verbindun 2zu:z nach
Indien sich gesichert hat. Wir erleben nochals
dos ganze Balkanproblem mit all. einen
Anhänaseln, wir sehen England als mißgünstigen
Rivalen Rußlands im Ostin, wir sind
cugen des Anschlusses Italiens an den Zweibune
zum Dreibund, wir sehen die behten Jahrzo
hute der ganzen europäischen Politik in großzügigen
Strichen an unseren Augen vorbeizlehen
und wir erleben es auch, wie die englischrusiiuischen
Drahtzieher ihr Werk weiterspinnen
bis zum ze9ten Balkankrieg, bis zur Fortsehzung
dieser Exode im ewigen Ballanprobleen zri
serbischen Großmannssucht, die sch auflehnt
gegen die nabsburgische Monarchie und damit
der Ausgangspunkt wird zum Wellkti's, iu
seiner neuesten Grundlage, deren säabe zulammenkaufen
in Rußland, England. Frankreich
und Belgien und hinüberreichen zum ebenso
rauosüchtigen Japan.
Eine“ böse, gewissenkose# Stiefmutter war
sie dem Kinde gewesen, und wenn es sie mit
den sanften, blauͤen Augen so traurig klagend
angesehen, war neben dem Schuldbewußtsein
stets sich steigernder, gegen das junge Geschört
n iht aufgeglü
hatte in a" und Braus dahingelels
se hatte und auch darum, ob ihr Gatte
darbte. Die guten Vorsätze, mit denen sie
damals in Eickes Haus zurückgelehrt, hatten
nicht vorgehalten. Sie schaltete na Bil lür.
und als ein freundliches Geschick die Stieftochter
aus Vefer Umgebung Gfh: und
Eicke nur noch als ein Schatten seiner selbst
erschien, hatte sie. Eugenie, noch obendrein
ctwas wie grausame Befriedigung c#pfunden:
denn die Stieftochter war ihr eigensten
Sinns bein Dorn im Auge gewesen
s hatte sich nicht geändert, als Gundula
zulecda von tiefer Trauer erfüllt, in ihr Haus
zurückgekehrt war. Se * Kein freundliches
Wort für das Mäd habt, 1#
Gegenteil, es . Uuchevohlen #en.¼2 lassen, wie
lästig übre enweseet der Stiefmutter war.
kala von Gewissenlosigkeit
und Heindselssreiren durchmaßen Eugenie
Gedanken nicht etwa im Stage, sondern
langsam, gleich Lammmerschlägen. drang die
wnncmn6 ihrer Schuld auf sie
Glühend heiß wurde ihr ! unter der
furchtbaren Last, und 2 Angst daß sie es
zu weit getrieben und , sich t
sie vghoben bobe- bena n 4 hr fas tem.
e schloß die Augen, urn die jedoch gogleich
— zu öffnen. Sie wandte sich zur
Die Vorhänge von Farpurger "r umwallten
ihr Lager. Es war die Tapete ihres Schlaf.
RAmmers. Drüben an der Wand bino eine
vwunbervolle Kopie der Sirtinischen Mahonna,
Es waren treffliche Schilderungen die uns
hier die wahren Grundlagen det Wertkrieges
vor Augen führten und uns hineinleiteten in
die Wirllichkeit mit der begeisternden Erhebun
des deutschen Volkes gegen die ruchlosen Frie-Warsbner,
gegen die sfrupellosen Feinde des
Deuischen Reiches. Und dann führten uns die
lebbaften. volkstümlichen Schilderunge? hinein
in die Kämpfe und Siege gegen die Russen.
gegen die vereinigten Franzosen Belgser und
Engländer, hinein in Las blutiag Hanywirk
des Kriedes, das nun Frankreich und Belgaien
im eigenen Lande so bitter durchko 121 mussen.
Wir lonnten teilnehmen an den großen Erfolgen
unseres tapseren Heeres und lärl“en uns in
der liegessreudigen Zuversicht #ür die kommenden
Tage. Konnte uns doch der Voragende
vor Angen führen, welch genialer Füb#ung sich
unsere Trurpen im Osten und im Westen erfreuen;
konnte er uns doch daran erinnern. wie
unser oberster Bundesfeldherr zeinen tapseren
Heere mit dem besten Beispiel der Gottesfurcht
vorangrht und des Himmels Se ien tür die gerechte
Sache, die wir jetzt vertreten, heradfleht
Wir mernen siegen, und sie werden siegceich
zurükkehren, der Sohn zu seinen “ Sgien Elun,
der Mann zu seiner besorgten Frau, der
Vajer zu seiner geängstigten Fumi, und si2
alle werden sich freuen der gemeiniamen friedlichen
Arbeit im geeiniglen, gelieblen deulschen
Vaterlane.
Das waren zuversichtliche Worte geschönft
aus den überwältigenden Ereignissen im bis.
herigen Verlaufe des Krieges, Zuver icire
Worie, welche auch das geängst'’te Gemüt
auffrischren und siegesfreudig weroen ließen,
dank belsen was Tatsache ist und u#Elerc Gegner
akerwindet. Aus gehobenem Herun kom
der reiche Beifall, welcher den Ausführungen
des Redners den Dank seiner Zuhör # brachte.
Der Gesckftsführer des Vereins kierdete diesen
Dank noch in kurze Worte ein und schloß
die Versammlung mit einem dreifschen, begeistert
rusgenommenen Hoch auf Kaiser und
Hcer.
H. H. Geistl. Rat Stadtpfarrer Geßl konnte
der Versammlung noch eine besondere Mitteilung
machen. Die abendlichen Krieosbetstunden
in diesem Monat sollen an den drei leyzten
Tagen vor Allerheiligen, also am kommenden
Donnerstag, Freitag und Samstag durch drei
Kriegstage, drei Kriegsandachten derart gekröni
werden, daß an diesen drei Tagen je
nach dem abendlichen Rosenkranz eine Kriegspredigt
stattfindet, gehalten von einem Kanzel.
redner, der allen nicht mehr fremd lein wird.
so balr sie ihn auf der Kanzel wieder lehen.
Am Mirheiligenkage selbst soll dann eine
graße, allgemeine Männerkommunion 1½ auschliepen,
wie eine Frauenkommunion schon in
der ersten Zeit des Weltkrieges slattnefunden
bat.
Die Aufnahme, welche diese Mitteilung in
der Versammiung fand, zeigte, daß mit diesen
Kriegsandachten einem Herzensbedürfn'e in weitesten
Kreisen entsprochen wird. In begeisterler
und zuversichtlicher Stimmung ichlof der
Abend mit Absingen der Wacht am Rhein.
Cotalnachrichlen.
ZSweiter Posthartentag in NRosfenheim.
Eine reiche Auswahl Rote-Kreuz-Karten ist
für den zweiten Verkaufstag eingetroffen. Vor
allem werden es wieder die Porträtkarten des
Deutschen Kaisers, unseres vielgeliebten Königs
und unseres siegreichen Kronprinzen sein,
die kein Patriot wissen möchte. Daneben wer-
den Moltke und auch die hübschen Chiemsec.
derunter Böcklins bekanntes Bild „Der Einiedler“.
Die Gewißheit, daß sie daheim war, ben
ruhigte die Frau ein wenig. Aber wa
ließ man sie allein? War kront.,
Je r Wan
schirm 1t micht e bemso obten bucand.
Gundula trat lelse ein. Ohne einen Blick
auf das Bett zu werfen, ließ sie sich auf dem
Stuhl neben dem Wandschirm nieder und
barg ihr blasses Gesicht in den Händen. Ein
lautloses Erschüttern ging durch die schlanke
G t. Sie weinte leise, unhörbar in sich
Wie oft in ihrem jungen Leben m
die Aermste so heimlich, sich letoft Ene Mse
mit item Leid erungen haben
tiefes Erbarmen, wi 16 es ule zuvor
1an EHersam die Frau.
s ehlt dir, Oundulas= fragte sie teilnahue
Das ee Mädchen erschrak beftig, sle
hatte r— beten gerechnet, daß die Kranke se
beobachten könne. Ihre Tränen verstegten sohat
Der eigene Kummer wurde zurückgedrängt.
n der nächsten Minute stand l em Befte
und beugte an über ihre Stlefmut
u nicht sprechen,“ sagte sie sanft,
lauuse 8 Mitn es soll dich nichts wieder
töre
re was ist denn mit mir?“
„Du bist krank gewesen, Mama, wirst aber
bald wieder gesund sein, wenn du alle Anorbnungen
des * tes genau befolgst. Er will,
daß du ganz liegst, dir keine Gedanken
machst Ain ln viel schläfst.“
und Verwundeten-Karten vertreten sein. Auber
diesen offiziellen Postkarten des Landeskomitees
kommen diesmal noch 7 Karten des
Bayer. Frauenvereins vom Roten Kreuz zum
Verkauf. Unter ihnen ist vor allem zu nennen
eine vorzüglich ausgeführte, sprechend ähnliche
Porträtkarte der Königin. als Protektorin
des Bayer. Frauenvereins vom Noten
Kreuz, sodann eine Gesamtansicht der Heilund
Pflegeanstalten vom Roten Kreuz in
München, Würzburg und Neustadt, sowie fünf
reizende Bilder aus unserem Alvenland und
Isartal. Diesen 14 Karten schließt sich noch
eine 15. an, eine besonders hübsch= Künstlerkarte
„Gute Kameraden“, welche der Zweigverein
Rosenheim zum kommissionsweisen Verkaufe
mit übernommen hat. Eline hochherzige
Dame ließ sie nach Künstlerentwurf herslellen
mit der Absicht, den Gesamterlös seinerzeit
dem Roten Kreuz des Inntals u. Chiemgaus
zuzuwenden. Gewiß finden auch diese
Karten viele Liebhaber, sodaß der Verein ein
hübsches Sümmchen für den gedachten Zweck
abliefern kann. Einem mehrfach geäußerten
Wunsche zufolge, wird diesmal auch Generaloberst
von Hindenburg vertreten sein und zwar
in Bildern, welche in Größe 300/40 Zentimeter
nach einem wohlgelungenen Porträt des Münchener
Kunstmalers Graf hergestellt wurden
und zum Preise von 50 Pfg. pro Stück verlauft
werden. So wird jedem Geschwack Rechnung
getragen sein. Auch unsere Marktbefucher
mögen nicht versäumen, sich mit dem Zeichen
edler Nächstenliebe, dem Roten Kreuz, zu
schmücken, oder eine der schönen Postkarten zu
erstehen und sich noch obendrein ein herzliches
„Vergelts Gott!“ unserer Vaterlandsverteidiger
zu sichern.
·r · *„*
Rosenheim, 23. Ok#
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
Infanterist Johann Spindler, Sohn des Bürgermeisters
Spindler aus Großdingharting.
Das Eiserne Kreuz. Mit dem Eisernen
Kreuz wurde ferner ausgezeichnet der k. u. k.
Leutnant Florian Mühlbauer des österreichischen
Festungsartilleriebataillons Nr. 8, eingeteilt
be, der Belagerungsarmee Ammwer rpen.
Leutnant Mühlbauer, ein Sohn des pensionierten
Briefträgers Mühlbauer in Kufstein, atie
sich bei der Bedienung der österreichischen
torbatterien vor Antwerpen ausgezeichnet. —
Weiter ist auch ein tapferer Mitkämpfer aus
Rosenheim wieder mit dem Eisernen Kreuz
ausgezeichnet worden. Es ist der Leutnant der
Reserve Herr Hans Senft, beim Bayerischen
Divisions-Brücken-Train Nr. 6, Sohn des Hru.
Kommerzienrates Senft in Nosenheim. Unser
Glũclwunsch!
Aus nichtbbayerischen B#erlustlästen.
Reserve-Inf.-Reg. Nr. 130 in Mehz Unteroffizier
Franz Adelhoch aus Kolbermoor, vermißt.
Die Teitung der Für ergen#elle
für die Angehörigen der Kriepgsteilnehmer
dankt gRiemit ganz besonders für
anige, in den letzten Tagen eingegangene, recht
wiltommene Spenden gn Sauolings-- und
Jährl'naswäsche; sogar zwei Stecktriien. ollerliebst
überzogen und hergerichtet, wurden uns
gebracht und damit zwei iunoen Müttern große
Freude bereitet. In den nächsten zwei Mo-Kinder:
mit den lleinen unschuldigen Geschöoken,
unter so #raurigen Umstönden das Aicht
Welt erblicken; wir fühlen mit den verlasse
Frauen, denen der Krieg so oiel Heroleid
bracht; wir lind uns aber auch der Pflicht
Danlbarkeil bewußt gegen die für umere
Deutschlands Zukunft kämpfenden Bäter dr
ben, denen mitlen im heißen Kampfe die ba
Sorge um Gattin und Kindlein sast die He#
und den Mut lähmen möchte. So maache gl
liche Mutter wird sich durch solche Gedan
angetrieben fühlen, von dem Uebeil# il
Kinderwäsche uns zu spenden oder mane
zange aufgehobene Erinnerungsstück von h
nunmehr groß gewordenen Kindern hier
#b fern. Mit gestrickten Sachen für gröb
Pulswärmer, Knabenmützen, KNin
sirumpfen und Mädchenhauben #at uns in
bankenswerter Weile der evangeliĩche Frau
verein versorgt und dazu unter anderem #
Partie gesammelter vielfarbiger Wollreite
schönste verwendet. Möge diese io gute J
viele Nachahmer finden!
Diözesannachrichten. Anweisung
hielten der Kooperator in Holzen-Aßüng,
Georg Eibl, als Kooperator in Blislern (
ter Enthebung des Pr. Lor. Oswald 3
Zwecke des Eintritts in den Benediktiner
den); der Kooperator in Einsbach, Johe
Nep. Braun als Kooperator in Holzen=Ung.
Bahndienst Der Oberwerkführer
Bruckenunterhaltungsdienst Jos. Schwarz
Vosenheim wurde ab 1. Oktober für ein I
bes Jahr in den Ruhestand versetzt. Erna)
wurde in etatsmäßiger Eigenschaft zunn Na
wächter der Lokomotivheizer Joh. Lanzend
fer in Rosenheim. Berufen wurde in e15
mäßiger Weise der Wagenwärter Joh. Ki
von Schweinfurt-Hauptbahnhof nach Kufste
Die Bahnhof-Gastwirtschaft
Kufsstein übernimmt diesen San. stag
frühere Südbahn-Restaurateur J. Niedl
Spittal a. D., welchem der beste Ruf vora
geht. Herr Jof. Muderlak verläßt Kufste
um in Bozen die Bahnhofwirtschaft der Si
bahn zu übernehmen. Die zuusft er sel
Herrn Muderlakl nur ungern o s
den. Seine Küche und sein Kli- deten 1
besten Ruf.
naten crwarten zahlreiche Kriegerfrauen ibre
Niederkunft. Wir alle haben gewiß Mitleid
Aus dem Bezirksamtsblatte.
Betreff: Anlichtskarlen.
Um der Ausstellung und Verbreitung
schmackloser und roher Kriegsansichts-Witzkarten
entgegenzuwirken, hat da: stellve
Generalkommando 1. A.-K. gemäß Art.
fer 2 des Kriegszustandsgesetzes folgendes i
fügt:
Alle Ansichtskarten, welche auf den K
oder auf Heeresangelegenheiten bezuliche:
bildungen enthalten, müssen, bevor sie zur 2
breitung kommen, von den Verlegern oder
Druckern dem stellv. Generallommando d
die Pressepolizeibehörden zur Prüfung vor
legt werden. Bereits erschienene Karten)
nachträglich zur Zensur vorzulegen.
Ferner sind die Auslagen der Geschäfte,
Ansichtskorten führen, daraufhin zu üben
chen, daß anstößige und geschmacklose Ansic
larten jeder Art nicht ausgestellt werden. 1#
gebenenfalls ist gegen die Ladeninhaber me
Verletzung des öffentlichen Anstandes mit Stt#
einschreitung wegen groben Unfugs vorzu
hen.
„Aufs dem s
„Und Pap
„Er ist * nem Herrenabend gegangen.
Er und Vera werden sich freuen, wet ich erzäble
odaß. du nach ihnen gefragt h
guntent * wanderten khalen von
einent egens aum anderen. Zwel rote
Flecke eegenle 5ä ihren bleichen, abgezehrten
Wangen. „Verzeihe, e, ich dir getan,
Gundula dlagte sie schwa rechne es mir
nicht daß ich dich woche e und lieblos.
behandelte.
„Rege dich nicht auf, Mama,“ bat Gundula,
habe dir nie etwas nachgetragen,“ setzte
7 weich hinzu, „wir waren zu verschieden
gLeartet, um auns verstehen u können. “
war nicht gut
„Schlafe I!“ Gundula in bestimmtem
Ton, und wirrklich schlossen sich die
Lider der Kranken wle in tiefster Erschöpfung,
und bald verrieten ihre regelmäßigen Atemzüge.
deß. sie sonst schlummerte.
Erschüttert betrachtete kone ju nge Mädchen
das 20ehr, bie zuruntenntlichtestveründerte
Gesicht. as schöne, dunkle Haar Eugenles war
auf dem — fast weiß geworden. Es
an n Strähnen um das bleiche, gealterte
e hart mußte dles die stolze, ellle FrauF
treffen, wenn " um ersten Male wieder ihr
Spiegelbild sa le hatte Fere Schönheit wie
einen köstlichen Schatz gehütet, und der war nun.
dahin, unwlderbringlich verloren. Wie würde
Eugenle es tragen ?
Auch 1#t4 sah blaß und leidend aus.
4½ Sauleitender usa. quälte sie. Hätte
aron doch etwas freund-Kostlaren
besasphen ehandeln können 7
in ihrem Leben war sie so t
*- gewesen wie jetzt. Ungewollt kar
hr oft die Tränen, sie hätte immer wel
b%uod
Eine leise Freude darüber, daß sie
genles Leben Zoll um Zoll dem Tode al
— lenkte sie tröstlich von ihrem Leid
ugenie bei vollem Bewußtselne#
mußbte“ als ein gutes Zeich
Nun aber kam die 5o der Genesi
wo doppelte Vorsicht geboten war. Vor
kleinsten Aufregung mußte die Stiefmutter s1
sam behütet werden. Ein kleiner Anlaß kor
das Bewußtsein von neuem trüben, und d
war dauerndes gelstiges Sechtum unabwe
bar, — hatte der Argt geäu
Jedenfalls sollte es nicht Mieder, vorkomn
daß Gundula sich hier ausweinte. Sie
nun gewarnt.
im nächsten Morgen, nach einer
Feichmsbigem Schlummer verbrachten N#
prach Eugenle nach Monaten zum ersten #
wieder mit klarer Ueberlegung zu ihrem Mai
hatte schon rurch Gundula von
Wendung gSsiur Besserung erfahren und h
nun elgentlich seeell erste, sein müssen.
avon war abern
edeig t, von ihr aber wurde
etzt #n 30 ersten Male bliter empfunden.
era war gekommen, hatte flüc
ein paar Lere, wor Vorte gesprochen
war dann wieder gegangen.
Grübelnd lag Cugenie mit weit geöffnt
dgden auf ihrem Lager. le hatte es
zetaleen. daß ihre Genesßt
mit Jubel begrüßt wurde