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1462 eine gemeine Buͤrgerstochter aus dem wirtembergischen
Städtchen Balingen, die, kundbar, mit Leibeigenschaft behaftet
war. Auch sollte wirklich sein Sohn 1496, da man dem
neuen Herzog Eberhard II. huldigte, dem neuen Regenten den
Leibeigenschafts-Eid' schwören. Es war vergeblich, daß er
bat, man möchte ihn nur. nach Ritterart Huld und Treue
schwören lassen; als ein Leibeigener sollte er huldigen. Er
leugnete zwar nicht, daß seine Mutter ehedem zur Zeit ihrer
Heirath leibeigen gewesen, aber er glaubte, schon der Vater
des neuen Regenten habe sie ehedem der Leibeigenschaft entlassen.
Er konnte zwar die Entlassung nicht beweisen, er fürchtete
aber auch nicht, daß man gerade auf dem strengsten Beweise,
auf Vorzeigung des Erlassungsbriefes, besiehen werde.
Doch sollte er wie ein Leibeigener schwören 12)
Die Rosenfelde waren zwar ein altes adeliches Geschlecht,
aber selbst auch noch in den Zeiten, da sie mehr noch
im Flore gewesen seyn mögen, nie ist doch ein Rosenfeld
auf Turnieren als turnierender Ritter erschienen.) Nie
Manuseripte die ganze dort befindliche Rosenfeldische Genealogie
vor mir. Allein ich weiß von der Familie Grimlich,
aus der doch die Großmutter der Markgräfin entsprossen seyn
soll, gar zu wenig, als daß ich mich auf den Punkt der eigentlichen
Genealogie einlassen könnte. Ohnedieß beruht auf dieser
Frage nicht so gar viel, denn aus dem niederen Adel war
sie gewiß. «
*) Diese ganze Erzählung ist aus zwei Urkunden genommen, die
sich 1. c. S. 22 befinden.
*“) Ich habe eine große Menge von Nachrichten besonders Schwäbischer
Turniere durchgegangen, und nie einen turnierenden
Nosenfeld entdecken können. Also wenigstens höchst selten müssen
sie sich in dieser Klasse finden. Was Schöpflin (T. IV, p. 29)
und Sachs (ar Thl. S. 65) aus Crusius erzählen, beweist nichts,
sebald man Crusius selbst vergleicht.
Spittkler's sämmtliche Werke. XI. Bd, 10