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von 1870 „Widerstand entgegengestellt“ — um sich hernach im stillen
die Hände zu reiben über die besseren Mittel des „Widerstandes“,
welche ihr diese Verfassung gegen den partikularen Verfassungszustand
bot. Sie hat dem Kompromiß zum Militärgesetze „Widerstand“ geleistet
und dabei ihr Schicksal gesegnet, daß das rechtzeitige Kompromiß
sie davor bewahrte, unter damaliger Volksstimmung aus einem
guten Drittel ihrer Wahlsitze fortgeschwemmt zu werden. Aber sie hat
ihren Widerstand niemals geleistet, wenn etwas darauf angekommen
wäre; sie hat ihn nicht entgegengestellt“" dem Preßgesetze, als die
nationalliberale Partei sich erbot, die Verantwortung der Ablehnung
zu teilen. Damals hat sie auch die „Rechte der Presse“ verraten.
nicht um den Preis der deutschen Rechtseinheit, sondern für Kautionsund
Stempelfreiheit. Das ist der einzige Titel, den sie auf den
Namen des Fortschritts hat, daß sie niemals einen Fortschritt der
deutschen Entwickelung gehemmt hat, den sie zu hemmen im stande gewesen
wäre, weil sie eben außer seltenen Ausnahmen nicht dazu im
stande war. Sie hat den Fortschritt über sich ergehen lassen, sie hat
den ohne ihre Stimmen gesicherten Vorteil eingestrichen und dabei mit
ihrem „Nein“ den Prinzen im Monde gespielt, der noch ganz etwas
anderes geschaffen hätte, wenn man ihn nur wollte machen lassen.
Den wirklichen erreichbaren segensreichen Fortschritt anzubahnen, zu
erarbeiten, zu festigen, dazu waren andere Männer erforderlich, und
doch haben diese jedesmal alle Schmach des Nichterreichten auf sich
häufen sehen — das ist der Welt Lauf, aber der Lauf der Geschichte
ist darin zu Glück und Heil der Völker nicht beschlossen.“
In Breslau hielt damals Professor Hänel eine Kandidatenrede,
in welcher er seine Partei allein als politisch-charaktervoll feierte.
„Wenn es ein Mangel an Charakterfestigkeit ist“, schrieb darauf die
„Schl. Presse“, „Kompromisse zu schließen, so ist die nationalliberale
Partei dieses Mangels schuldig. Sie hat vielfach Kompromisse abgeschlossen
und ist, wie Eugen Richter sagt, von Kompromiß zu Kompromiß
„gesunken.“ Sie ist so tief gesunken, daß, nachdem die liberale
Partei lange Zeit im Luftballon gesessen und in den Höhen dunstiger
Träume und Hoffnungen geschwebt hat, sie jetzt festen Boden unter
den Füßen hat. So tief ist sie gesunken und hat andere Parteien im
Nebel über sich. Hat denn nun die Fortschrittspartei niemals ein
Kompromiß geschlossen? Ach jal Zunächst beim Preßgesetz hat die
Fortschrittspartei die Presse „geopfert"“, hat die Fortschrittspartei die
Ueberweisung der Preßdelikte an Geschworene und die Aufhebung des
Zeugenzwanges „preisgegeben“, hat die Fortschrittspartei, was sie in