Full text: Reichs-Gesetzblatt. 1910. (44)

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nummer, unter der das Fahrzeug in die polzzeiliche Liste (§ 6 Abs. 2) eingetragen 
ist. Die Verteilung der Kennzeichen innerhalb des Reichsgebiets erfolgt nach 
dem beiliegenden "Plan für die Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge'“. Das Kenn- 
 zeichen ist an der Vorderseite und an der Rückseite des Fahrzeugs nach außen 
hin an leicht sichtbarer Stelle anzubringen. 
     Das vordere Kennzeichen ist in schwarzer Balkenschrift auf weißem, schwarz- 
gerandetem Grunde auf die Wandung des Fahrzeugs oder auf eine rechteckige 
Tafel aufzumalen, die mit dem Fahrzeug durch Schrauben, Nieten oder Nägel 
fest zu verbinden ist. Die Buchstaben (oder die römischen Ziffern) und die Num- 
mern müssen in eine Reihe gestellt und durch einen wagerechten Strich vonein- 
ander getrennt werden. Die Abmessungen betragen: Randbreite mindestens 10 Milli- 
meter, Schrifthöhe 75 Millimeter bei einer Strichstärke von 12 Millimeter, Ab- 
stand zwischen den einzelnen Zeichen und vom Rande 20 Millimeter, Stärke des 
Trenningsstrichs. 12 Millimeter, Länge des Trennungsstrichs 25 Millimeter, Höhe 
der Tafel ausschließlich des Randes 115 Millimeter (Muster 3). 
      Bei dem an der Rückseite des Fahrzeugs mittels Schrauben, Nieten oder 
Nägel fest anzubringenden Kennzeichen sind die Buchstaben römische Ziffern) 
und die Nummer auf einer viereckigen weißen, schwarzgerandeten Tafel in schwarzer 
Balkenschrift auszuführen. Die Tafel kann Bestandteil einer Laterne sein (vergleiche 
§ 11). Die Buchstaben (römischen Ziffern) müssen über der Nummer stehen. Die 
Abmessungen betragen: Randbreite mindestens 10 Millimeter, Schrifthöhe 100 Milli- 
meter bei einer Strichstärke von 15 Millimeter, Abstand zwischen den einzelnen 
Zeichen und vom Rande 20 Millimeter, Höhe der Tafel ausschließlich des Randes 
260 Millimeter (Muster 4). Das hintere Kennzeichen kann auch auf die Wan- 
dung des Fahrzeugs aufgemalt werden. 
         Kraftzweiräder sind von der Führung des hinteren Kennzeichens befreit. 
Bei ihnen  genügt ein beiderseitig beschriebenes Kennzeichen, das an der Vorder- 
seite in der Fahrtiichtung an   leicht sichtbarer Stelle anzubringen ist. Das Kenn- 
zeichen ist in schwarzer Balkenschrift auf weißem, schwarzgerandetem Grunde auf 
eine rechteckige, an den Vorderecken leicht abgerundete Tafel aufzumalen, die mit 
dem Fahrzeug durch Schrauben, Nieten oder Nägel fest zu verbinden ist. Die 
Buchstaben (er die römischen Ziffern) und die Nummer müssen in einer Reihe 
stehen und durch einen wagerechten Strich voneinander getrennt sein. Die Ab- 
messungen betragen: Randbreite mindestens 8 Millimeter, Schrifthöhe 60 Milli- 
meter bei einer Strichstärke von 10 Millimeter, Abstand zwischen den einzelnen 
Zeichen und vom Rande 12 Millimeter, Stärke des Trennungsstrichs 10 Milli- 
meter, Länge des Trennungsstrichs 18 Millimeter, Höhe der Tafel ausschließlich 
des Randes 80 Millimeter Muster 5). 
 
                                                    § 9. 
Die Kennzeichen müssen mit dem Dienststempel der Polizeibehörde (§ 6 
Abs. 2 Satz 2) versehen sein. Zum Zwecke der Abstempelung des Kennzeichens 
hat die Polizeibehörde die Vorführung des Kraftfahrzeugs anzuordnen. Bevor 
  
  
  
 
	        
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