15.
Fünfter Abschnitt: Verjährung. 37
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der Wundärzte, Geburtshelfer, regelmäßig wiederkehrenden Leist-Zahnärzte
und Thierärzte, so= ungen 1).
wie der Hebammen für ihre 198. Die Verjährung beginnt
Dienstleistungen, mit Einschluß »mit der Entstehung des
der Auslagen; Anspruchs ²). Geht der Anspruch auf
15. der Rechtsanwälte, Notare und ein Unterlassen, so beginnt die Ver-Gerichtsvollzieher,
sowie aller jährung mit der Zuwiderhandlung.
199.Kann der Berechtigte die
Personen, die zur Besorgung
gewisser Geschäfte öffentlich bestellt
oder zugelassen sind, wegen
ihrer Gebühren und Auslagen,
soweit nicht diese zur Staatskasse
fließen;
16. der Parteien wegen der ihren
Rechtsamwälten geleisteten Vorschüsse;
der Zeugen und Sachverständigen
wegen ihrer Gebühren und Auslagen.
Soweit die im Abs. 1 Nr. 1, 2, 5
bezeichneten Ansprüche nicht der Verfährung
von zwei Jahren unterliegen,
verjähren sie in vier Jahren.
197. In vier Jahren verjähren
stände von Zinsen, mit Einschluß
17. der als Zuschlag zu den Zinsen zum
Zwecke allmählicher Tilgung des
Kapitals zu entrichtenden Beträge,
die Ansprüche auf Rückdie
Ansprüche auf Rückstände von
Mieth= und Pachtzinsen, soweit sie
nicht unter die Vorschrift des § 196;
Abs. 1 Nr. 6 fallen, und die Ansprüche
auf Rückstände von Renten,
Auszugsleistungen, Besoldungen,
Wartegeldern, Ruhegehalten, Unter-Laltsbeiträgen
und allen anderen
199. Leistung erst verlangen,
wenn er dem Verpflichteten gekündigt
hat, so begiunt die Verjährung mit
dem Zeitpunkte, von welchem an die
Kündigung zulässig ist. Hat der
Verpflichtete die Leistung erst zu bewirken,
wenn seit der Kündigung
eine bestimmte Frist verstrichen. ist,
so wird der Beginn der Verjährung
um die Dauer der Frist hinausgeschoben.
200. Hängt die Entstehung
eines Anspruchs davon
ab, daß der Berechtigte von einem
ihm zustehenden Anfechtungsrechte
Gebrauch macht, so beginnt die Verjährung
mit dem Zeitpunkte, von
welchem an die Anfechtung zulässig
ist. Dies gilt jedoch nicht, wenn
die Anfechtung sich auf ein familienrechtliches
Verhältniß bezieht.
201. Die Verjährung der in den
§§ 196, 197 bezeichneten
Ansprüche beginnt mit dem Schlusse
des Jahres, in welchem der nach den
§§ 198 bis 200 maßgebende Zeitpunkt
eintritt. Kann die Leistung
erst nach dem Ablauf einer über
diesen Zeitpunkt hinausreichenden
1) Wegen dieser allgemein geltenden Bestimmung wird sowohl § 16 Abs. 2
des G. betr. die Fürsorge für die Wittwen u. Waisen d. Reichsbeamten der
Civilverwaltung, vom 20. April 1881, als auch § 18, Abs. 2 d. G. betr. die
Fürforge für die Wittwen und Waisen von Angehörigen des Reichsheeres und der
kaiserlichen Marine vom 17. Juni 1887 und § 8, Abs. 2 d. N. dess. Betr.
v. 13. Juni 1895 aufgehoben, s. E. 48,
49—51.
2) Actio nata, hiezu s. aber §§ 199—201.