Volltext : Spittler’s sämmtliche Werke. Sechster Band. (6)

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tion  er  auch  war,  gleich  anfangs  zu  thun  wagte.  Der
Hofrichter,  Dr.  Justinus  Gobler?),  dessen  Gelehrsamkeit
  und  Eifer  bei  Einrichtung  drr  neuen  Kirche  hätte  nützlich
  werden  können,  schien,  wie  so  mancher  der  übrigen
Räthe  und  Ritter,  in  der  künstlichen  Ruhe  und  Zweideutigkeit
  zu  bleiben,  die  ihnen  bei  jedem  möglichen  Ausgange
der  unternommenen  Veränderung  die  letzte  entscheidende
Wahl  zwisch  beiden  Parthien  frei  ließ,  denn  man  sah  wohl
gleich  anfangs,  daß  manche  neue  Revolution  und  besonders
die  Selbstregierung  des  jungen  Herzogs  noch  bevorstehe.
Ein  volles  Jahr  war  verflossen,  und  noch  war  nichts
weiter  geschehen,  als  daß  man  Landtage  gehalten,  auf  Landtagen
  die  Einwilligung  der  Stände  gesucht  hatte,  daß  man
hie  und  da  auf  die  vornehmsien  Landpfarren  evangelische
Prediger  gesetzt,  und  einem  der  geschiktesten  derselben  einige
Aufsicht  über  mehrere  benachbarte  aufgetragen,  endlich  erschien

„geschikt  from  Mensch,  dergleichen  man  nicht  viel  sindet.“
S.  Quentin  a.  a.  O.  S.  8.  1541  war  er  noch  bloß  Rath
der  Herzoginn  Elisabeth  (Gött.  Cbr.  II  Th.  835.).  Das  bestimmre
  Jahr  wenn  er  Canzler  wurde,  habe  ich  noch  nicht
entdecken  können;  später  wurde  er  in  Adelstand  erhoben.  Er
starb  zwar  erst  1502  den  8.  Apr.  in  seinem  8  sten  Jahre;  aber
schon  1573  erscheint  D.  Jo.  Reich  als  Canzler  und  1582  D.
Jo.  Fischer,  er  war  nämlich  wegen  seines  Eigennutzes  in  Ungnade
  gefallen.  .
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geb.1503.EkstSvndilnsinLübet,hieraufRathundenw
lich  Hosrichter  bei  Herzog  Erich  I.  (S.  die  Vorrede  zu  seiner
Braunschw.  Reimchronik)  und  in  dieser  Stelle  wahrscheinlich
ein  Nachfolger  von  Nuland  Rulandi,  der  1529  dieselbe  bekleidete.
  Bald  nach  dem  Antritt  der  Selbstregierung  Erichs  II.
ging  er  aus  Diensten,  und  hielt  sich  als  Nassauischer  Rath
meist  zu  Frankfurt  auf,  bis  er  zulebt  als  Canzler  in  Dienste
des  B.  von  Münster  trat.  Starb  1567.