Fol. 86b.
140 Art. 265.
sich daruff gen uns mit urkünden und briefen, die krafft und macht
händ, verschribet und verpindet, das er sich mit gemdchten und allen
sachen näch unser statt gesetzten halten sülle und wölle, und die güte
wider unser statt gesetzte, gewonhait und herkomen nicht vermachen
oder verdnndern wölle, den allen und ieglichen günnen wir der selben 5
güte ze besitzen und ze haben nach ains räts erkanindsse und äne
alle gevdrde. Welcher priester aber des nicht und sich alxo gen uns
nicht verschriben und verpinden wölte, gen den ullen und ieglichen
mainen wir unsere vordre gesetzte alle und segliche gantz und gar
in allen iren mainungen, stuken und begrifungen ze hılten mit ver- 10
fallen, mit pene und allen dingen, in dem allem und ir ieglichem,
arglist und gevdrde gantz ussgeschaiden. Geben und geschehen uf
sant Jörgen tage anno domini etc. M’CCCC" vigesimo secundo.!)
255. — Wir” der burgermaister und der räie grosser und
Steuerpflicht kleiner der stat ze Ulm haben für uns genomen sölich frihait und 15
städtischen
Grund und
Bodens.
Urkunde
Albrechts.
gnade, die der allerdurchlüchtigost fürst und herre künig Albrecht
sdlig der stat ze Ulme ob hundert jaren gegeben und getan hat und
der selb briefe von wort ze wort also geschriben stat:
Wir Albrecht von Gots gnaden Römischer küng, zü allen
ziten merer dez richs, enbieten allen dez hailigen Römischen richs %0
getruwen, di diesen briefe ansehen werdent, unser gnade und allez
gät. Wir wöllen, ordnen und künden mit lutung ditz briefs, daz
alliu güter, die gelegen sind in dem zechenden und gericht der stat'
ze Ulme, die von alter her gewonlich dienst und stiure geben hand,
das och die nü fürbaz hin dienst und stiure geben und gebunden 25
sien ze geben, si fallen gaistlich lüt an oder ander, wer die sint.
Were also, daz etwer in ainen gaistlichen orden füre oder sin
erben oder friund und siniu güter also verschüf oder zü fügte
ainem semlichen orden durch dez willen, daz er also in den orden
gefarn were oder durch Gots willen, so süllen dieselben güt in 30
jars frist darnach den burgern ze Ulme faile gebotten werden also,
daz wir und das rich der stiure von den selben güten icht berobt
werden; sunder were, daz dehain burger oder burgerin, wer der oder
die weren, von den vorbenempten güten gaistlichen lüten oder fleken
durch ir sele hails und gelüks willen ichtzit verschüfen, die selben 35
a) Hand von 1896,
) 1422 April 28.