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Hauptgedanke: Der greise König Wilhelm, der am Vorabend
des großen Völkerkrieges zwischen den Franzosen und den
Deutschen, am 60jährigen Todestage seiner selig entschlafenen Mutter,
der unsterblichen Königin Luise, tiefbekümmert und sorgenvoll die
Königsgruft zu Charlottenburg besucht, wird durch das liebevolle
Angedenken an die teuren Entschlafenen und im gläubigen Hinblicke
und Gebete zu Gott wunderbar gestärkt, getröstet, aufgerichtet und
siegesgewiß.
(Im Schloßpark zu Charlottenburg befindet sich eines der herrlichsten
Bauwerke der Neuzeit, das Mausoleum, in dessen unterem
Gewölbe die edle Königin Luise und ihr Gemahl, König Friedrich
Wilhelm III., ruhen, während der obere Raum, magisch erleuchtet
durch das von oben durch die Kuppel hereinfallende Licht, die auf
Sarkophagen ruhenden Marmorbilder beider enthält. Zu den Füßen
der Verewigten ist in einer Marmorkapsel das Herz Friedrich
Wilhelms IV. beigesetzt. Nach dem später erfolgten Umbau des
Mausoleums birgt es jetzt auch die Gebeine von Kaiser Wilhelm J.
und fier Gemahlin, der Kaiserin Augusta, deren Marmorbilder
gleichfalls in dem oberen Raume aufgestellt sind.)
Rückblick.
Die weitaus größte Anzahl von Schriftstücken ist im erzählenden
(oder diesem verwandten) Stil abzufassen; es geht daraus hervor,
wie wichtig es ist, sich eine gute Erzählungsweise anzueignen. Wie
das zu geschehen hat, haben wir in dem Biszherigen hinlänglich
gezeigt; wir bemerken nur noch zum Schlusse:
Vor der Niederschrift des betreffenden Aufsatzes entwerfe man
sich einen festen, dem Verlaufe der Begebenheit entsprechenden Plan
und trage demgemäß die Sache in gewählter, fließender Sprache
vor. Welche Punkte bei Aufstellung des Manes besonders zu berücksichtigen
sind, das haben wir an den Musterbeispielen gezeigt,
indem wir am Schlusse derselben mit Bezug auf das Vorausgegangene
die Dispofition entwickelten; wir verweisen daher nochmals auf diebezüglichen
Darstellungen und die aufgefundenen Grundsätze.
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