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um sich wichtig zu machen und zu erhalten, Geheimnisse getrieben,
werden, wo keinc sind und keine seyn sollten; denn
fürwahr desto schlimmer, wenn sie wirklich da wären.
Wir sind es müde, von unsern Mandatarien, die dem
Gesammtkorps der Municipaliräten und unter diesem also
auch uns responsabel sind, wie Unmündige behandelt zu werden.
Wir wollen fernerhin diese Behandlung so gewiß nicht
dulden, so ernstlich wir gewillet sind, auch unsererseits einer
wahren Kenntniß der Landesverfassung und aller der Kultur
uns zu befleißigen, die jeder gebildete Mann haben muß, und
ohne die freilich auch der Greis nie volljährig wird.
Es mag in allwege seyn, daß die bisherige Beschaffenbeit
mancher so tief gesunkenen Municipalitären, verbunden
mit der Seltenheit der Landtage, bisher dem Ausschusse Veranlassung
gab, eines vornehmen Tones sich anzumaßen, oder
vollends gar ohne pflichtmäßige Einbolung unseres Konseuses,
vielleicht gar ohne uns je nur selbst in der Folge Nachricht
davon zu geben — in wichtige, selbst jährlich wiederkehrende
Verwilligungen einzugehen, wie unter Anderem auch ein auf
die zweite Vermählung Herzog Karls sich beziehender, höchst
wichtiger Vorfall der Sage nach gewesen ist.
Allein im lebhaftesten Gesühl, daß wer sich nicht selbst
ebrt, auch nicht Ehre verdiene, und wer seine Rechte nicht zu
gebrauchen oder zu schätzen weiß, sie zu verlieren verdiene,
sind wir von nun an fest entschlossen, nie mehr etwas dieser
Ar# zuzugeben. Wir lassen unsere Rechte selbst von unserem
angestammten Landesherrn nicht kräuken, noch weniger sollen
uns die, die uns nicht Gott gesetzt har, sondern die wir
uns selbst setzen, mit Dünkel behandeln oder verunrechten
wollen.
Ssiti#ers (ämmtliche Werte. XIII. Bo. 15