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Architekt mebr geachtet wurde, als ich vielleicht verdiente,
so fühlte ich doch die Nothwendigkeit, für meine
Fortbildung andere Hülfsmittel aufzusuchen, und ich
nahm mir desbalb vor, nach Paris zu reisen, mich aber
noch zuerst etwas in der französischen Schweiz aufzubalten,
um der französischen Sprache mächtiger zu werden,
worin ich noch sehr zurück war. Da ich nun außer den
interessanten Schweizergebirgen, Thälern und Seen auch
die vorzüglichsten Schweizerstädte kennen zu lernen
wünschte, nahm ich von Zürich den Weg zu Fuß über
Aarau, Bern, Biel, Neuchatel, Moudon, Lausanne
bis Genf, und da mir Lausanne wegen seiner vorzüglichen
Lage am besßten gesiel, so kehrte ich von Genf wieder
dahin zurück, um mich daselbst mit Ernst auf die
französische Sprache zu legen. Obgleich dies in Lausanne
meine Hauptbeschäftigung war, zeichnete ich doch auch
sehr fleißig Landschaften nach der Natur, und compontrte
zu Hause Gebäude.
Außerdem übernahm ich auch aus Oekonomie und
zur Erleichterung der Ausgaben einige Musikstunden auf
der Flöte, und aus Mangel eines bessern Meisters und
weil mir, da sich dazumal sehr viele junge Engländer in
Lausanne aufbielten, dieser Unterricht sehr gut bezablt
wurde, auch überhaupt die Musik von jeher ein leidenschaftlicher
Gegenstand für mich war, so stand ich desbalb
oft mit mir selbt im Widerspruch, ob ich die Baukunst
verlassen und mich dem weitern Studium der Musik
widmen sollte, da ich ohnebin außer der Flöte auch noch
das Fagot und die Violine zu spielen verstand; allein
der Zufall fuͤhrte mich zu meiner ersten Bestimmung