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Der Beisall, den Sie ihm gezolll haben, zeigl ja, wie richlig er
Sie eingeschählt hal
(sehr gut! bei der Sozialdemokraklischen Arbeilsgemeinschaft),
und das wird ihn ermuligen, künflig den Kampf gegen uns in der
gleichen gehässigen, persönlichen Weise weilerzuführen. Ich überlasse
damil den Abgeordnelen David Ihrer hollegialen Werlschähung.“
(Bravo! bei der Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschast.)
Dabei mußle David wissen, daß der Abgeordnete Graf Weslarp zuvor
den Sinn, den die Konservaliven mit der Resolulion verbinden, ausdrüchlich
so ausgelegt halte, wie es auch von Ledebour geschehen ist.
Für unser Verhallen zur U-Bool-Frage war selbstverständlich weder
der Wunsch maßgebend, „die Treibereien gegen den Kanzler mitzumachen“,
wie in dem Bericht der großen Fraktion sinnig angedeulek wird, — noch
uns „in Uebereinstimmung mil den Pressionsmaßnahmen einer wenig
deutschfreundlich gesinnken neukralen Regierung" zu besinden. Für uns
handelte es sich um eine grundsähliche Slellung, die zugleich auch der
polilischen Klugheit enlsprach.
Darauf kam es an, ob die Grundsätze des Völkerrechls für den
U--Bookl-Krieg gelten sollten oder nichl. Die Mehrheit der Frabtion setzte
sich mit Westarp, Bassermann, Spahn, von Gamp, von Payer über sie
hinweg. Aber nur die Anerkennung dieser Grundsäße konnle den angedrohten
Abbruch der diplomakischen Beziehungen, mil den schwerwiegenden
miliktärischen, finanziellen und wirkschaftlichen Folgen für das deulsche
Volk, verhindern. Das sah die Regierung selbst ein und stellle sich deshalb
in dieser Frage auf den Boden des Völkerrechls. Schon die Aussichl
aus diesen allein möglichen Ausweg aus dem Konflikl mit Amerika
hälle die gesamte Sozialdemokratie abhalten müssen, sich dem Ankrag der
bürgerlichen Parteien, dem offenen oder verkappten Draufgängertum der
U--Boot-Leute anzuschließen. So mußte sie, als die Regierung die amerikanische
Forderung annahm, mit unseren Gegnern die Abweisung erfahren.
vor der die gesamte Sozialdemobratie sich hätte hüten müssen. Die seil
Monaten wieder einsetzenden Bestrebungen gewisser Kreise, die Heeresleitung
von neuem zur Anwendung des verschärsten U--Bool-Krieges zu
drängen, zeigen vollends, daß diese Kreise die Kompromiß-Resolution
ganz anders aufgefaßt haben, wie es dem Vorstande der alten Fraklion
beliebt. Jeder sucht das in jene Resolulion hineinzudeuten, was ihm
zusagt. Ein unwürdiges und unmögliches Verfahren „höherer Staatsmannshunst“.
Die Abänderung des Vereinsgesehes.
Am 20. März 1915 hatte der Reichstag dem Reichsbanzler einen
Antrag zur Berücksichtigung überwiesen, der verlangte, daß die beruflichen
Vereine ferner nicht mehr als „polilische Bereine“ im Sinne des
Vereinsgesehes betrachlek werden. Ferner wurde einer Kommission ein
Gesetzeniwurf überwiesen, aus dem heraus die Kommission zu dem An-