Volltext : Bismarck´s Glaube.

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daß  Gott  mir  den  Derstand  dazu  gibt,  ist  Seine  Sache.
Und  wiederum  muß  und  darf  er  der  ungeduldigen  Gattin
schreiben  10):  „Wir  sind  nicht  in  diesem  Leben  zur  Behaglichkeit,
  sondern  schulden  uns  und  unsere  Kräfte  dem  Dienste
Gottes,  des  Königs  und  des  Landes."“

Bedeutender  als  diese  gelegentlichen  Feugnisse  ist,
was  er  in  den  „Gedanken  und  Erinnerungen“  11)  ausführt:
„Ich  habe  natürlich  während  der  bewegten  und  gelegentlich
stürmischen  Entwicklung  unserer  Holitik  nicht  immer  mit
Sicherheit  voraussehen  können,  ob  der  Weg,  den  ich  einschlug,
  der  richtige  war,  und  doch  war  ich  gezwungen,  so
zu  handeln,  als  ob  ich  die  kommenden  Ereignisse  und  die
Wirkung  der  eigenen  Entschließungen  auf  dieselben  mit
voller  Nlarheit  voraussehe.  Die  Srage,  ob  das  eigene
lugenmaß,  der  politische  Instinkt,  ihn  richtig  leitet,  ist  ziemlich
  gleichgültig  für  einen  Minister,  dem  alle  Jweifel  gelöst
sind,  sobald  er  durch  die  RKönigliche  Unterschrift  oder  durch
eine  parlamentarische  Mehrheit  sich  gedeckt  fühlt,  man  könnte
sagen,  einen  Minister  katholischer  Holitik,  der  im  Besitz  der
bsolution  ist  und  den  die  mehr  protestantische  Srage,  ob
er  seine  eigene  Hbsolution  hat,  nicht  kümmert.  Jür  einen
Minister  aber,  der  seine  Ehre  mit  der  des  Landes  vollständig
identifiziert,  ist  die  Ungewißheit  des  Erfolges  einer  jeden
politischen  Entschließung  von  aufreibender  Wirkung."

Es  kam  dem  Derfasser  der  „Gedanken’  und  Erinnerungen“
  offenbar  sehr  viel  darauf  an,  seinem  Dolke  das  Bild
des  „für  die  Schlußergebnisse  verantwortlichen  Reichskanzlers“
  12)  tief  einzuprägen.  Uicht  genug  warnen  kann
er  vor  den  unverantwortlichen  Ratgebern,  die  er  schon  in