Full text : Haupt-Sachverzeichnis zum Bundes- und Reichs-Gesetzblatte von 1867 bis 1916. (50a)

und  sagte  folgendes:  „Herr  General,  es  gibt
nichts  Schöneres,  als  vor  Gott  und  den  Kameraden
  zu  erllären,  ich  bin  bereit,  für  me#mn  Vaterland
  zu  sterben.  Ich  teile  voltommen  jenen
Teil  Ihrer  Rede,  in  dem  Sie  mit  wunderbar
schönen  Worten  die  Bedeutung  des  Eides  darlegten.
  Ich  schwöre  daher  vor  Ihnen  und  vor
meinen  Gefährten,  daß  ich  meinem  Zar  und  meinem
  Vaterlande  treu  und  ehrenhaft  dienem
merde.  Unser  aller  Zar,  die  wir  von  Ihnen  hierher
  geführt  wurden,  ist  Zar  Ferdinand.  Wir
sind  echte  Bulgaren  und  unser  Vaterland  ist  das
schöne  Bulgarien.  Unehrenhaft  wäre  es,  wen
ich  einem  andern  Jaren  Treue  schmören  würde,
noch  mehr,  wenn  ich  einem  andern  fremden
Staate  Treue  schmören  würde,  der  mein  Vaterland,
  meine  Heimat  knechtet  und  quält.“  Auf
den  Hinweis  des  Generals,  daß  man  ihn  erschieben
  werde,  antwortete  er:  „Ich  bin  bereit  dazu."

Mit  verbissenem  Zorn  fragte  der  serbische  General

  jetzt,  ob  es  noch  mehr  Gesinnungsgenossen
dieses  Mannes  im  Regiment  gäbe.  Es  meldeten
sich  sofort  noch  elf  junge  Menschen.  Auf  die
abermalige  Frage  des  Generals  antwortete  das
ganze  Regimem  dieser  4000  Bulgaren  wie  ein
Mann:  „Wir  alle  baben  dem  bulgarischen  Zaren
  den  Eid  der  Treue  geleistet.“  Als
schreckungsmittel  wurden  die  ersten  zwölf,  die  sich
gemeldet  hatten,  sofort  vor  den  Augen  ihrer  Kameraden
  erschossen.

Am  nachsten  Tage,  so  schließt  der  Bericht,
glückte  es  mehr  als  2500  Mann  des  Negiments,
unter  ihnen  dem  Erzähler,  nach  Ablegung  des
Eides  aus  Kragujewatz  zu  entweichen  und  nach
mancherlei  Irrfahrten  glücklich  auf  bulgarischen
Boden  zu  gelangen,  wo  sie  jetzt  dem  bulgarischen

Heere  eingereihtl  sind.
"  s

Griecheuland.

Griechenlano  im  Epirus.

Athen,  23.  März.  Die  der  Regierung  nahestehenden
  Blätter  melden:  Griechische  Streitträfte
  sind  im  nördlichen  Epirus  lonzentriert,
um  ein  etwaiges  Eindringen  der  Italiener  abzuwehren.
  Griechenland  wisse  zwar,  daß  es  gegen
  die  Entente  mit  Waffengewalt  nicht  aufkommen
  könnc,  es  sei  aber  trotzdem  leineswegs
verpflichtet,  italienische  Eroderungegelüste  im
Epirus  zu  dulden.  (ZI.).  Durch  die  neuerliche
Regierungserllärung,  daß  der  Nordepirus  nun
endgültig  als  zu  Griechenland  gehörig  angesehen
werden  muß,  ist  das  Verhältnis  zu  Italien  noch
empfindlicher  geworden,  da  die  Grenze  des
Nordepirus  unweit  südlich  von  Valona  verläuft,
wo  die  Italiener  siehen.  Würden  diese  aber
gezwungen,  Valona  zu  verlassen  und  überhaupt
zu  weichen,  so  bliebe  ihnen,  da  im  Osten  die
Bulgaren  stehen,  als  einzige  Richtung  nur  der
Süden  übrig,  wo  sie  in  griechisches  Gebiet
kämen.

Griechenlands  Geldnot.

Bern,  22.  März.  Der  „Corriere  della  Sera“
meldet  aus  Athen:  MWährend  der  gestrigen
Kammersigung  verlangte  Finanzminister  Dragumis,
  daß  die  finanziellen  Pläne  in  der  Tagesordnung
  als  dringend  erklärt  würden,  da
die  dringenden  Bedürsnisse  des  Slaatshaushaltes
  keine  weitere  Verzögerung  zuließen.  Dragumis
  erllärte:  „Wir  tönnen  Hilfsquellen  weder
  im  Inlande  noch  im  Auslande  finden.  Man
muß  wissen,  daß  wir  von  der  Hand  in  den  Mund
leben.  Eine  Abstimmung  über  die  finanziellen
Mahnahmen,  die  beweisen,  daß  Griechenland
Fehlbeträge,  die  .  erdrücken,  allein  decken  kann,
ist  notmendig.“  Diese  Erllärungen  bestätigen,
bemerkt  das  Blatt,  die  seit  einigen  Tagen  in
diplomatischen  und  finan  ziellen  Kreisen  Athens
umgehenden  Gerüchte,  daß  die  Unterhandlungen
  mit  den  NRegierungen  Frantkreichs  und  Englands
  über  eine  Anleihe  von  150  Millionen  schei- 


  
   
 

  
 
 
  
  

   
  
    
 
  

.  .  W  u
s—  2  .  51  A  p  v
##  2  «
)  —  —  ð  nense  Ptd
za  #nzorhore3  r
—  9.  -
ciskao
-  -«-  s--t;(«-«
#  öu#  5  »  c-»F«-«z«
E—  -r—.—  %  ——  V
—  4%4%%  #.  C
——  *  *  6  arebien
5  .  7.-  c-»  F,
wälmw  2.  *  .u  #.  5  e  35  «  NEWng-,«-«y-pss
  *2
61  ——  siesen  *
7  5  6  "  **
—  t  B  IJ-  -  "
EG**  u.  “  5n  +  7  .  *—ue
Stioeige  II
4  1—.

*  r#—

  
    

 

 

terten  und  daß  die  griechische  Regierung  nicht
beabsichtige,  sich  an  die  Mittelmächte  oder  die
Vereinigten  Staaten  zu  wenden.  In  ministeriellen
  Kreisen  glaubt  man,  daß  die  Regierung
die  Ermächtigung  zu  neuen  Steuern  erhalken
werde,  während  die  venizelistische  Partei  annimmt,
  daß  die  Regierung  die  Finanzlrise  nicht
1  berstehen  könne,  wenn  die  Entente  das  Anleihegesuch
  abschlägt.

·  4
Sie  Tüici  im  Neilteg
Eine  türkische  Gegenoffensive  vor
Erzerum.

Die  Berichte  des  russischen  Gencralstab=  über
das  „Vordringen“  der  russischen  Truppen  westlich
  von  Erzerum  werden  von  Tag  zu  Tag  dünner
  und  erschöpfen  sich  in  der  breiten  Ausmalung
belangloser  und  völlig  nebensächlicher  Kleinigkeiten.
  Man  kann  daraus  erlkennen,  daß  die
Kraft  zu  weiteren  großzügigen  Vorstößen  fehlt,
und  daß  der  jüngste  türkische  Generalstabsberichi
über  die  gesamten  Vorgänge  bei  erum  das
Richtige  mitteilt,  wenn  er  erklärt,  daß  die  Russen
  seit  der  Näumung.  von  Erzerum  seitens  der
Türken  seinerlei  Bewegung  von  Belang  und
irgendwelcher  Tragweile  haben  ausführen  können.
  Nach  der  Aufgabe  von  Erzerum  sind  die
Türken  in  vorher  vorbereitete  Stellungen  zurückgegangen,
  die  der  Weiterführung  des  Krieges
  günstig  sind.  Hierher  folgten  ihnen  die
Russen,  zum  größten  Teil  ohne  einen  einzigen
Schuß  abgeben  zu  müssen.  Dieser  Vorgang  gab
nun  bisher  Veraniassung  zu  den  gewaltigen  Siegesmeldungen
  der  Russen,  die  ja  in  derartigen
Leistungen  auch  schon  zur  Zeit  unferer  großen
Ossensive  im  Sommer  vorigen  Jahres  sich  ganz
ungewöhnlich  ausgezeichnet  haben.

Der  türlische  Bericht  erklärt  zugleich,  daß  sich
die  Lage  des  türlischen  Heeres  von  Tag  zu  Tag
bessere,  und  daß  demgemäß  Aussicht  auf  die
Aufnahme  einer  Gegenoffensive  gegen  Erzerum
vorhanden  ist.  In  Kleinasien  reisen  die  Dinge
langsamer  als  in  Mitteleuropa,  da  die  Eisen-Vahnen
  und  guten  Heerstraßen,  die  Vorbedingungen
  schneller  Kriegsuntemehmungen,  sehlen.
So  war  es  auch  nicht  möglich,  rechtzeitig  gegen
die  qgroße  russische  Uebermacht  die  notwendigen
Verstärlungen  heranzuholen.  Es  war  aber  von
vornherein  Uar,  daß  die  türkische  Heeresleitung
den  Verlust  von  Erzerum  nur  als  vorüber- 



Der  Sohn  des  Willionärs.

Roman  von  Florence  Warden.
(Nachdruck  verdo#
Herta  zögerte  mit  der  Antwort,  wie  wenn
sie  in  Verlegenheit  wäre  bezüglich  dessen,  was
sie  erwidern  sollte.  Es  hatte  in  der  Tat  keiner
unangemessenen  Neugier  und  keiner  allzu  seinen
Beobachtungsaabe  bedurft,  um  sie  während  der
kurzen  Zeit  ihres  Verweilens  im  Romingerschen
Hause  über  die  Verhältnisse  der  Familie  zu
unterrichten  und  ihr  die  Erkenntnis  zu  erschließen,
  daß  die  Harmonie  zwischen  den
einzelnen  Gliedern  des  auf  dem  vornehmsten
Fuße  geführten  Haushalts  manches  zu  wünschen
Vorigbasse
Der  Freiherr  Johannes  von  Rominger
hatte  nicht,  wie  der  aristokratische  Klang  seiges
Namens  vermuten  lassen  konnte,  unter  dem
Toche  egenbeine  alten  seudalen  Edelsitzes  das
Licht  der  Welt  erblickt,  sondern  seine  Wiege
hatte  in  einem  gar  armseligen  Hause  gestanden,
und  es  war  ihm  an  dieser  Wiege  gewiß  nicht
esungen  worden,  daß  er  dermaleinst  als  vlel-Scher
  Millionär  in  einer  fürstlichen  Villa  an
der  Tiergartenstraße  wohnen  und  seine  Brilefbogen
  mit  einer  Freiherrntrone  schmücken
würde.  Er  war  als  junger  Mensch  nach  Amerika
ausgewandert  und  hatte  sich  dort  aus  den
allerbescheidensten  Anfängen  emporgearbeltet.
Er  wa  ch  ein  armer  Teusel  gewesen,  als
er  sich  zum  ersten  Male  verheiratet  haite,  und
seine  Frau,  eine  Anglo-Amierikanerin,  hatte  slch,
seinen  eigenen  Verhältnissen  entsprechend,  ebenfalls
  nur  elner  sehr  bescheidenen  Herkunft  und

 

 

einer  noch  bescheideneren  ildung  gühmen
dürfen  Sie  hatte  ihm  ein  einslaes  Kin

n#inssss
schenkt,  eine  Tochter,  die  auf  den  Namen  Mabel

getauft  wurde  und  mit  deren  erster  Erziehung
es  nicht  eben  zum  allerbesten  bestellt  war.
Denn  Johannes  Rominger  verwendete  seine
Zeit  und  seine  Gedanken  einzig  an
nach  dem  Dollar,  der  sich  kroß  seiner  angestrengten
Bemühungen  noch  immer  nicht  recht  erwischen
lassen  wollte;  Mabels  Mutter  aber  war  eine
kränkliche.  gallige.  erig  verdrießliche  Frau,  die
lischkeit  an  gihe  mmit  körperlichen
adele  #  Tocher  ver-.Sie
  starb  uͤhn;  !1  früh,  um
sich  noch  an  dem  plötzlichen  Undhung  in  den
ner#öenmswerhöttuussen  ihres  Gatten  erfreuen
zu  können.  Denn  so  schwer  16%  ihm  gefallen
war,  die  ersten  —  der  zu  Reichtum  und
Ansehen  führenden  Leiter  34  erklimmen,  so
rasch  legte  der  mit  gesundem  natürlichen  Verstand
  und  einem  nicht  gewöhnlichen  Maße  von
Energie  begabte  Rominger  die  zweite  Hälfte
seines  Weges  zurück.  Alle  seine  Unternehmungen
waren  vom  Glück  begünstigt,  und  a  ich  zu
einer  zweiten  Helrat  entschloß,  war  er  selbst
für  awerifanische  Verhälinisse  schon  ein  wohl.
habender  Man

Diesmal  war  seine  Wahl  auf  eine  deutsche
Landsmännin,  auf  ochter  einer  nach
Amerika  ausgewanderten  verarmten  Adelsfamilie,
  gefallen.  Und  er  hatte  keinen  Anlaß

gehabt,  diese  Wahl  zu  bereuen,  denn  was  an
warmem  Sonnenschein  in  das  ria  dem  Erewidmete
  Leben  d  wenig  empfindannes
  gefallen  war,  das  1  er  auschteßich
  dem  stlllen,  sanseen-  und  tmigen  Wesen
einer  gwoelten  attin  zu  danken.  Sle  hatte  id
im  zweiten  Jahre  der  Ehe  ein  Töchterchen
boren,  eln  ilberaus  zartes,  schwäch  zug  Mest
das  vom  ersten  Lebensioge.  an  ein  Genenltand

 

gehende  Erscheinung  ansehen  würde,  die  eine
von  den  unvorhersehbaren  Wechselfällen  des
*3  es  darstellt.  Bei  der  hervorragenden  Bechaffenheit
  des  türkischen  Heeres  mußte  man
1  in  den  Tagen,  da  Erzerum  von  den  Russen
  besetzt  worden  war,  damit  rechnen,  daß
über  kurz  oder  lang  der  türlische  Gegenstoß  einsethen
  werde,  wenn  die  Vorbereitungen  zu  einem
günstigen  Ergebnis  gediehen  sein  würden.

Nun  bestätigt  der  türlische  Generalstab,  daß
diese  Auffassung  richtig  sei.  Es  soll  nicht  untersucht
  werden,  wann  dieser  Gegenstoß  einsetzen
tann  und  wird.  Sicher  ist  das  eine,  daß  er
kommen  wird.  (3.)

Sollrische  Kunoschem.

Die  Vorgänge  in  China.

Die  Associated  Preß  meldet  aus  Peking,  daß
durch  Kabinettsbeschluß  die  Monarchie  wieder
ausgehoben  und  die  Republik  wieder  hergestellt
wurde.  Die  Potersburger  Telegraphenagentur
meldet  aus  Urumtsi  (Wina  in  der  Provinz
Sintschaug:  Eine  Port  Offiziere  in  der  Provinz
  Julhan  schmiedete  ein  Komplott,  das  darauf
  hinzielte,  den  Generalgouverneur  von
Urumtsi  umzubringen  und  die  Unabhängigkeit
der  Provinz  Sintschang  zu  proklamieren.  Der
Gouverneur  entdeckte  das  mplott  und  ließ
die  Verschwörer  enthaupten.

 

 

Reiegstagung  des  Reichstages.

Berlin,  23.  März.  Der  Reichstag  führte
in  seiner  heutigen  Sitzung  die  erste  Lesung  des
Elats  und  der  Steuervorlagen  zu  Ende.  Fa
alle  Redner  gedachten  mit  voller  Befriedigung
unserer  auogezeichneten  militärischen  Lage,  der
herrlichen  Leistungen  des  Heeres  und  der  Flotte
und  vor  allem  des  aus  dem  Dienste  geschiedenen
Großadmirals  Tirpitz,  des  Schöpfers  der  deutschen
  Flotle.

Besonders  scharse  Töne  schlugen  der  konservalive
  Redner  und  der  Redner  der  Deutschen
Fraktion  wegen  des  Unterseebootskrieges  an.
Ersterer,  es  war  Graf  Westarp,  erllärte,  es
handle  sich  bei  dem  jetzigen  Beschlusse  nicht  um
einen  Verzicht,  sondern  lediglich  um  einen  Aufchub
  der  Erörterung  der  Frage  im  Plenum.
Letzterer,  der  Abgeordnete  Mertin,  erklärte  ausdrücklich,
  der  Antrag  zum  Unterseebootskrieg

unaushyörlicher  Sorge  fur  die  Eltern  gewesen
war.  Darch  die  Geburt  dieses  Kindes  aber  war
das  Ver  der  jungen  Mutter  zu  ihrer
schon  sestcimi  #eren  Stiestochter  Meber  ein
für  die  erstere  roedig  runerträgliches  geworden.
Denn  kaun  r  mochte  eine  Stiefmutter
ein  Gegenstand  gieigg  glühenden  Hasses  gewesen
ein  wie  in  diesem  Fall.  Umsonst  chteed  die  junge
8  der  Tücke  und  Bosbeit  des  Mädchen
v0  almuer  gleiche  Güte  und  Sanfstmut  2
ggen  Es  schien,  als  ob  dle  bösen  Instinkte  in
habels  Herzen  dadurch  nur  immer  heftiger  geschürt
  würden.  Und  für  Johannes  Roningers
häuslichen  Frleden  bedeutete  es  darum  ein  nicht
och  genug  zu  schätzendes  Glück,  als  sich  fü
seiu-  unschöne  Tochter  erster  Ehe  über  Erwarten
rühzeltig  ein  Bewerber  einstellte,  den  freilich
viel  mehr  dle  Aussicht  auf  eine  anständige  Mitgift
  als  der  Liebreiz  der  Erkorenen  angezogen
baben  mochte.  Es  war  ein  kleiner,  in  Kolomialwaren
  arbeitender  Kaufmann  namens  Her
##n  aeler.  Ws  leinen  d  es  hüten  Supeehenet
age  an  willig  unter
die  hn  selnes  Fhed  jungen  Weibes
tellte,  der  es  aber  koß  ihres  unablässigen  Anpornens
  niemals  zu  dem  Relchtum  und  dem
gesellschaftischen  Ansehen  bringen  konnte,  von
vem  Mabel  bel  ihrer  Verhelratung  geträumt
haben  mochte.
Zwei  Jahre  nach  Magdalenens  Geburt
hatte  im  Nomingerschen  H
Söhnchen  das  Licht
alles,  —  seiner  Schwester  an  Lebenskraft  und
Fülle  Gesunddert  vom  Schicksal  versagt
Ss,e  e  schlen  dem  kleinen  Eberhar
gune  .  zutell  geworden  zu  sein.  4½  war,  als

 

 

ätte  dle  junge  Mutter,  während  sie  es  unter

dem  Herzen  irun,  ibrem  ibrem  awelten  5  alles

überale

die

Samstag,  256.  März  1910

richtete  sich  nicht  gegen  die  Kommandogecwalt
2  Sasfersln  sondern  beziehe  sich  auf  diplomotische
abnahm

Der  Hauptteil  der  Erörterungen  wurde  namuder.
  den  Steuervorlägen  gewidmet.  Hier
fand  besonders  der  erste  Redner,  der  national-Persoobnel

  Stresemann,  kräftige
Worte,  wenn  er  die  Kleinlichleit  des  Vorgehens
bei  den  früheren  Steuervorlagen  geißelte,  bei
denen  man  vor  lauter  Rücksichtnahme  zu  keinem
  Erträgnis  gekommen  sei.  Die  Helfferlschchen
Vorlagen  erschienen  ihm  im  allgemeinen  nicht
unannehmbar.  Größere  Bedenken  nette  er  nur
gegen  die  geplanten  hohen  Postaufschläge.  Im
übrigen  erk#ärte  er,  die  Nationalliberalen  seien
bereit,  die  Frage  des  abermaligen  Wehrbeitrages
  zu  prüfen.  In  erster  Linie  empfahl  er  aber
usdehnung  der  Erbschaftssteuern  auf  die
direkten  Abkommen  und  regte  an,  für  die  Eingesttanten
  die  Schaffung  von  Monopolen  zu  erwägen.


Mit  diesen  Vorschlägen  fand  er  bei  den  Konservativen
  keine  Gegenliebe,  deren  Redner,  Graf
Westarp,  sowohl  die  Ausdehnung  der  Erbschaftesteuer
  wie  die  Wiedereinführung  des  Wehrbeitrages
  rundweg  ablehnte,  aber  gegen  die  Verlehrssteuern,
  besonders  die  Postabgaben,  nichts
einzuwenden  hatte,  da  sich  auf  diesem  Gebiele
vielfach  ein  Verkehrslurus  herausgebildet  habe.
Auch  der  Redner  der  Deutschen  Fraktion,  Mertin,
  stimmte  mit  den  Vorschlägen  im  allgemeinen
überein.

Mit  dem  Abg.  Hoch  kam  als  zweiter  Sozialdemokrat
  ein  Vertreter  der  radikalen  NRichtung
um  Wort,  der  sich  in  so  unangenehme  Gehäsigleiten
  verlor,  daß  er  nicht  nur  der  Rüge  des
Posibonten  verfiel,  sondern  auch  eine  sehr  starle
Entgegnung  des  Reichsschatzselretärs  Dr.  Helfferich
  hervorrief,  der  es  sich  verbat,  daß  man  der
Neßierung  unterstelle,  sie  habe  mit  Absicht  die
Reichen  geschont  und  die  Armen  belastet.  Abg.
Hoch  lenkte  ein  und  ärte,  es  möge  nicht  die
Absicht  der  Negierungsvorlagen,  es  werde  aber
ihre  Wirkung  sein.  Der  Reichsschatzselretär  halte
auch  darauf  verwiesen,  daß  das  deutsche  Volk
in  seiner  Masse  nicht  auf  dem  Standpunk,  des
Abg.  Hoch  slehe.

Nach  diesem  Zusammenstoß  schnitt  ein  Schlum
antrag  die  weitere  Debatte  und  damit  auch
Pine  noch  drohende  Rede  des  Abg.  Lieblecht
ab.  Der  Etat  und  die  Kriegsgewinnsteuervorlage
  wurden  an  den  Hauptausschuß,  die  übrigen
Steuervorlagen  an  einen  besonderen  Steucrausschuhß
  verwiesen.  Die  erste  Lesung  ist  damit  zu
Ende.  Alle  politischen  Auseinandersetzungen  sind
bis  auf  weiteres  in  die  Kommsssion  verlegt,
nicht  nur  die  Fragen  des  Unterseekrieges  und
der  auswärtigen  Poaiter  sondern  auch  die  der
Volksernährung  und  der  Zensur.  Man  rechnet
mit  der  Wahrscheinlichleit,  daß  der  Reichskanzler
  am  nächsten  Dienstag  im  Hauptauscchuß
ersch  einen  wird,  um  sich  dort  über  den  Unterseekrieg
  zu  qußern.

 

Der  Reichstag  wird  heute  Freitag  noch  eine
Sitzung  abhalten,  um  außer  kurzen  Aunfragen
vor  allem  den  Notetat  fertigzustellen,  der  dadurch
  nötig  wird,  daß  der  eigentliche  Elat  nicht
bis  zum  gesetzlichen  Zeitpunkt,  dem  1.  April,
serliggestellt  werden  kann.  Dam  dürfte  das
Plenum  auf  längere  Zeit  den  Kommissionen  das
Feld  räumen.

—  Lachechter

Beuthen  (Kberschl.  ),  23.  März.  Gestern  ereignete
  sich  auf  der  Preußen-Grube  bei  Miechowitz
  ein  Grubenunglück,  das  durch  Wassereinbruch
  verursacht  wurde.  42  Mann  wurden  ab-9eschuitten.
  Wie  von  der  Leitung  der  Grube

man  uhn  unmter  diesenigen  rechnete,  denen  alles
zu  Gol  ird,  was  ihre  Finger  berühren.  Um
die  ldet  seiner  beiden  jüngsten  Kinder
konnte  er  sich  dabel  freilich  ebensowenig  lümmern,
als  er  sich  einst  um  Mabels  Erziehung  hattie
kümmern  können.  Aber  sie  hatten  weniger
darunter  zu  leiden  als  jene.  Denn  seine  Mittel
gestatteten  ihm  ja  jetzt,  ihnen  die  besten  Gouoernanten
  und  die  tüchtigsten  Lehrer  zu  halten,
die  sich  für  Geld  auftreiben  ließen.  Und  alo
ie  in  ein  Lebensalter  gekommen  waren,  wo  es
ie  nach  feinerer  geistiger  Anregung  und  umfassenderer
  Ausbildung  verlangen  mochte,  als
das  materialistische  Amerika  sie  seiner  Jugend
zu  bieten  hat,  da  hatte  es  Johannes  Rominger
eben  welt  genug  gebracht,  um  den  Bieblingstraum
  seines  Lebens  verwirklichen  und  als  ein
gemachter  Mann  nach  Deutschland  zurückkehren
zu  können.

Er  ga  b  eine  Neuyorker  Geschäfte  darum
noch  nicht  a  sondern  er  setzte  einen  als
verlässig  erpobotkn  Menschen  ein,  der  sie  für
leine  Rechnung  weiterführte,  von  der  zuversichtchen

  Hoffnung.  erfüllt,  daß  in  nicht  ferner  Zeit
Liite  Sohn  Eberhard  an  seine  Stelle  treten  und
die  Zahl  der  bis  dahin  angesammelten  Millionen
mit  der  selschen  Instlative  der  Jugend  ins  Unemessene
  vermebren  würde.

n,  was  sie  selbst  an  diesen  köstlichen
ölury  besaß,  denn  seit  dem  Tage,  da  sie  ihm
das  Leben  geschent#-  fing  be:  aioss  an  zu
kränkeln,  und  scho  1  Jahre  spater  Anute

ohannes  Nominhn  uore  2an  7  Hülle

e  be  selner  ensten  Eemahlmn  zur  4  bnt

betten.  Von  arf  er  sich  #n
doppritem  *7nsn  n  elne  eschanlhen  uwer
nehmuneen.  und  es  währte  nicht  lange,  bls